DFB-Frauen
·6 de mayo de 2026
Hoffenheim stoppt Siegesserie von Meister München

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Nach 20 Siegen in Serie musste sich der bereits feststehende Deutsche Meister FC Bayern München in der Google Pixel Frauen-Bundesliga erstmals wieder mit einem Remis begnügen. Der souveräne Ligaprimus trennte sich zum Abschluss des 24. Spieltages 1:1 (0:1) von der TSG Hoffenheim. Es war nach dem 0:0 vom 3. Spieltag gegen Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena das zweite Unentschieden in dieser Saison für die unbesiegten Bayern.
Vor 2378 Zuschauer*innen am FC Bayern Campus brachte Nationalstürmerin Selina Cerci (41.) die Gäste in der Schlussphase der ersten Halbzeit in Führung und übernahm mit ihrem 16. Saisontreffer die alleinige Führung in der Torjägerinnenliste. Für den Ausgleich sorgte Bayern-Innenverteidigerin Magdalena Eriksson (89.) erst kurz vor dem Abpfiff. Den Kopfball der Schwedin wollte Hoffenheims Abwehrspielerin Wielle Douma noch vor der Linie klären, beförderte die Kugel dann aber unfreiwillig zum Endstand ins eigene Tor.
Für die Gäste war es nach neun Niederlagen in Folge gegen den FC Bayern der erste Punktgewinn seit April 2021 gegen den Spitzenreiter. Das Team von Trainerin Eva-Maria Virsinger weist nun zwei Spieltage vor dem Saisonende sechs Punkte Rückstand auf den Tabellendritten Eintracht Frankfurt auf und hat damit nur noch geringe Chancen auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb.
"Es war ein anstrengendes und schwieriges Spiel für uns", sagte Bayern Münchens Nationalspielerin Franziska Kett im Interview mit dem ZDF. "Die erste Halbzeit haben wir ein wenig verschlafen. Da hat man gemerkt, dass wir in den zurückliegenden Wochen in unseren zahlreichen Spielen viel Energie auf dem Platz gelassen hatten. Nach der Pause haben wir jedoch wieder gezeigt, was in uns steckt, und zumindest noch den Ausgleich erzielt. Diesmal müssen wir mit einem Punkt zufrieden sein."
Ihre DFB-Teamkollegin Selina Cerci erklärte: "Wir haben viel Leidenschaft, Kampfgeist und Mentalität auf den Platz gebracht. Obwohl es sehr ärgerlich ist, so spät noch ein Gegentor zu kassieren, ist ein Unentschieden in München für uns ein Erfolg. Wir haben aus Fehler gelauert und unseren Treffer sehr gut herausgespielt."
Im Vergleich zum unglücklichen Ausscheiden im Halbfinale der UEFA Women's Champions League (2:4 beim FC Barcelona nach einem 1:1 im Hinspiel) ließ FCB-Trainer José Barcala auf sieben Positionen rotieren. Für DFB-Kapitänin Giulia Gwinn (nicht im Aufgebot) sowie Stine Ballisager, Glodis Viggosdottir, Linda Dallmann, Bernadette Amani, Klara Bühl und Pernille Harder (alle Bank) starteten Magdalena Eriksson, Katharina Naschenwng, Natalia Padilla-Bidas, Arianna Caruso, Barbara Dunst, Edna Imade und die in Barcelona rotgesperrte Franziska Kett. Nur Torhüterin Ena Mahmutovic sowie Vanessa Gilles, Georgia Stanway und Momoko Tanikawa liefern erneut von Beginn an auf.
Weiterhin passen mussten die Langzeitverletzten Sarah Zadrazil und Lena Oberdorf (beide Kreuzbandriss). Jovana Damnjanović befindet sich nach Überlastungsbeschwerden im Individualtraining und ist ebenfalls noch keine Option für die kommenden Spiele.
TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger hatte nach dem 6:2-Heimsieg gegen den 1. FC Köln keinen Grund für Umstellungen und setzte auf eine unveränderte Anfangsformation. Die zuletzt angeschlagenen Féli Delacauw, Dominika Grabowska und Napsugár Sinka sind zwar wieder in das Training eingestiegen, ein Einsatz kam für sie aber noch zu früh. Noch abseits des Teams arbeiten Lisann Kaut, Linda Natter und Sara Ritter an ihren Comebacks.
Die Hoffenheimerinnen standen defensiv kompakt, störten den FC Bayern aber auch schon früh beim Spielaufbau. Die Gastgeberinnen taten sich deshalb auch schwer, klare Torchancen herauszuspielen. Ein Distanzschuss von Momoko Tanikawa ging über das Tor, einen Kopfball von Vanessa Gilles fing TSG-Torhüterin Laura Dick sicher ab. Erst nach einer guten halben Stunde sprang die erste hochkarätige Möglichkeit heraus. Nach einem Zuspiel von Momoko Tanikawa fand Barbara Dunst mit einer Linksflanke die einlaufende Franziska Kett, die den Ball aber mit einer Direktabnahme über die Latte setzte.
Wesentlich effektiver präsentierten sich die Gäste aus dem Kraichgau, die mit ihrem ersten richtigen Torschuss direkt in Führung gingen. Mittelfeldspielerin Valesca Ampoorter spielte einen traumhaften Pass genau in die Schnittstelle der Münchner Viererkette und exakt in den Lauf von Selina Cerci. Die Top-Torjägerin legte den Ball noch an der herausstürzenden Ena Mahmutovic vorbei und schob die Kugel zum 0:1 (41.) ins Netz. Der FC Bayern antworteten noch mit einigen wütenden Angriffen auf den Rückstand, war aber im Abschluss nicht präzise genug. Unmittelbar vor der Pause wurde ein Versuch von Barbara Dunst abgeblockt.
Zur Pause wechselte Bayern-Trainer José Barcala zunächst die etatmäßige Kapitänin Glodis Viggosdottir für Vanessa Gilles in der Innenverteidigung ein. Nur gut zehn Minuten später kamen dann aber mit Pernille Harder (für Momoko Tanikawa) und Klara Bühl (für Barbara Dunst) auch zwei frische Offensivspielerinnen. Prompt nahm der Druck der Münchnerinnen deutlich zu. Die bis dahin beste Chance zum Ausgleich vergab Arianna Caruso nach einer weiten Flanke von Katharina Naschenweng. Die italienische Nationalspielerin nahm den Ball volley, schoss ihn aber deutlich über das Tor. Nur wenig später wurde erst ein Abschluss von Franziska Kett geblockt, ehe Klara Bühl mit einem Flachschuss das lange Eck nur um Zentimeter verfehlte.
Schon nach 67 Minuten hatte der FC Bayern sein Wechselkontingent erschöpft, weil auch noch Carolin Simon (für Katharina Naschenweng) und Linda Dallmann (für Natalia Padilla-Bidas) neu ins Spiel kamen. Es entwickelte sich mehr und mehr ein Spiel auf ein Tor, in dem die Münchnerinnen am Ende auf 23:2 Torschüsse kommen sollten.
In der Schlussphase wurde der Spitzenreiter dann doch noch belohnt. Zunächst konnte zwar Lisa Doorn einen Flugkopfball von Pernille Harder in letzter Sekunde noch zur Ecke lenken. Nur wenig später lag der Ball jedoch im Netz. Klara Bühl flankte von der linken Seite mustergültig auf den Kopf von Magdalena Eriksson, die den Ball in Richtung langes Eck platzierte. TSG-Verteidigerin Wielle Douma wollte noch klären, konnte das 1:1 (89.) aber nicht mehr verhindern. In der Nachspielzeit drängte der FC Bayern auf das Siegtor, die Hoffenheimerinnen verteidigten jedoch das Remis mit großem Aufwand. Die letzte Gelegenheit hatte Linda Dallmann, doch Laura Dick war auf dem Posten.







































