Joel Schmied im Interview: „Wenn du dann da bist, siehst du erst, was Wucht wirklich bedeutet“ | OneFootball

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·9 de enero de 2026

Joel Schmied im Interview: „Wenn du dann da bist, siehst du erst, was Wucht wirklich bedeutet“

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Joel Schmied im Interview: „Wenn du dann da bist, siehst du erst, was Wucht wirklich bedeutet“

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Simon Bartsch

9 Januar, 2026

Der Schweizer wechselte vor knapp einem Jahr an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 27-Jährige über den Wechsel, sein Vorbild und seine Rolle beim 1. FC Köln: Joel Schmied im Interview.

Nach einem guten Start bei den Geißböcken hat der Schweizer auch harte Kritik einstecken müssen. Nach seiner Verletzung fuhr der 27-Jährige mit ins Trainingslager nach La Nucia und sprach mit come-on-fc.com über seine Rückkehr und die Wucht des 1. FC Köln: Joel Schmied im Interview.

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Joel Schmied im Trainingslager in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)

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Das Gespräch führte come-on-fc.com

Herr Schmied, als erstes natürlich die Frage: Wie geht es Ihnen?

Joel Schmied: Vielen Dank der Nachfrage. Es wird von Tag zu Tag besser. Ich habe in der kommenden Woche noch ein MRT und wenn da alles gut aussieht, kann ich mit unserem Athletiktrainer Leif Frach wieder trainieren.

Wann dürfen die Fans Sie denn wieder bei einem Spiel erwarten?

Joel Schmied: Vielleicht ist es im Februar schon wieder so weit. Prognosen sind im Fußball jedoch immer so eine Sache, aber der Februar ist durchaus realistisch.

Am Samstag saßen Sie während des Trainings am Rand und haben beseelt, glücklich das Training beobachtet. Waren Sie froh, dass es nun generell wieder losgeht oder happy, dass Sie noch nicht die Intensität des Trainers spüren müssen?

Joel Schmied: (Lacht.) Ich bin grundsätzlich ein sehr positiver Mensch. Natürlich ist es schön, dass es wieder losgeht. Urlaub tut zwar jedem gut, aber der Drang, wieder aufs Feld zurückzukehren und Siege einzufahren, ist groß. Es tut einfach gut, mit den Jungs zusammen zu sein, sich auszutauschen. Als ich gefragt wurde, ob ich trotz der Verletzung mitreisen wolle, war das für mich keine Frage. Das war mir sehr wichtig.

Als Sie vor einem Jahr Ihr erstes Training absolviert haben, berichteten Sie später von Seitenstichen, dass Sie schnell an Ihre Grenzen kamen. Haben Sie sich an die Intensität der Bundesliga gewöhnt?

Joel Schmied: Die Intensität ist deutlich höher als in der Schweiz. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So hart es am Anfang ist, so schnell bis du dann auch drin. Man lernt die Übungen kennen, weiß, wie das Training aufgebaut ist und dann kann man es sich besser einteilen. Als neuer Spieler gibt man von Beginn an immer 100 Prozent Vollgas. Das sieht man jetzt auch bei den Jungs aus dem Nachwuchs. Die erzählen mir beim Essen, dass sie auch mal am Anschlag sind.

Sie sind jetzt ein Jahr beim FC, nicht mehr einer der „Neuen“. Übernehmen Sie auch – gerade gegenüber den jungen Spielern – Verantwortung? Immerhin waren Sie ja Vize- und Interimskapitän in Sion…

Joel Schmied: Ich sehe mich schon ein wenig als Bindeglied im Team. Ich bin 27 Jahre alt und habe eine gute Connection zu jung und alt. Verantwortung ist aber auch Teil meiner Persönlichkeit. Es ist einfach wichtig, einen guten Teamspirit zu haben und dann ist es egal, ob du 17 oder 37 bist – jeder hat seinen Platz.

In einer knappen Woche sind Sie nun genau ein Jahr beim FC. Wie kam es überhaupt zu dem Wechsel nach Köln? Wie war Ihr Gefühl, als ein Bundesligist angeklopft hat?

Joel Schmied: Das war ein unglaublich schönes Gefühl. Ich war schon ein wenig überrascht, als mein Berater mir vom Kölner Interesse erzählt hat. Gerade im Winter ist das Transferfenster nicht so einfach und Sion auch nicht bekannt dafür, viele Spieler in die Bundesliga oder 2. Liga zu bringen. Wir haben uns lange ausgetauscht, aber jetzt bin ich überglücklich, hier zu sein. Man merkt erst, wenn man hier ist, dass man nicht mehr zurück will. Denn alles ist viel professioneller, viel größer und cooler. Es ist ein absoluter Traum, der in Erfüllung gegangen ist. 

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Joel Schmied vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/Getty Images)

In Sion ging es über lange Zeit sehr turbulent zu. Das kann man vom FC – wenn auch anders gelagert – wohl auch behaupten. Jetzt kennen Sie Köln. Haben Sie diese Wucht der Stadt, des Vereins so erwartet?

Joel Schmied: Christian Keller und Thomas Kessler haben versucht, mich in unseren ersten Gesprächen vor einem Jahr bestmöglich auf die Wucht des Vereins vorzubereiten. Darüber zu sprechen, ist immer leicht und als Spieler denkst du erst einmal, damit kommt man locker klar. Wenn du dann aber da bist, siehst du erst, was „Wucht“ wirklich bedeutet. Das kann einen schon überrumpeln, gleichzeitig aber auch Energie bringen, weil du diesen Support einfach spürst. Obwohl wir aufgestiegen sind, hatten wir viele Aufs und Abs. Das war zum Reinkommen gar nicht schlecht, denn in einer Woche bist du der King, in der nächsten bist du vielleicht der Schlechteste. Die Fans im Stadion stehen aber immer hinter der Mannschaft, egal, wie wir spielen.

In der Rückrunde der vergangenen Saison gab es auch den ein oder anderen kritischen Kommentar – gerade nach dem verursachten Elfmeter gegen Düsseldorf. Die Welle, die einem da entgegen schwappt, dürfte auch größer sein als in Sion. Wie stecken Sie solche Nebenschauplätze weg?

Joel Schmied: Erst einmal kann ich das absolut verstehen. Wenn man den Verein liebt und ein Verteidiger so einen Blackout hat, dann ärgert das natürlich. Mich auch, ich will ja auch gewinnen – gerade in einem Derby. Das darf man nicht persönlich nehmen. Vielleicht muss man dann die Social-Media-Kanäle mal zwei, drei Wochen runterfahren. Es gibt aber auch immer Menschen, die über das Ziel hinausschießen, das gehört leider beim Fußball dazu. Ich habe vor kurzem eine Hand-Aktion von Virgil van Dijk gesehen – das war Eins-zu-Eins das gleiche. Es tut einem dann gut, wenn das auch den Besten der Welt passiert (lacht).

Seitdem ist viel passiert. Bis zu Ihrer Verletzung waren Sie unumstrittener Stammspieler. Vielleicht eine Rolle, die Ihnen Kritiker so nicht zugetraut hätten. Fühlen Sie eine Spur von Genugtuung?

Joel Schmied: Es tut immer gut, wenn man Kritikern mit Leistungen und Performance entgegentreten kann. Ich habe immer gewusst, was ich kann. Gerade gegenüber den neuen Spielern sollte man aber auch Geduld aufbringen. Es ist immer schwierig, nach drei oder vier Monaten schon zu hinterfragen, ob ein Spieler etwas kann oder eben nicht, denn man befindet sich in einem Integrationsprozess. Jetzt bin ich angekommen und man merkt auch im Team, dass das Standing steigt, wenn man gute Leistungen bringt. Ich sehe mich nicht mehr als Neuling, sondern als ein Spieler, der versucht, die Neuen zu integrieren.

Welche Rolle spielt Lukas Kwasniok in Ihrer Entwicklung?

Joel Schmied: Eine sehr große. Wenn man einen Trainer hat, der auf einen baut, dann ist alles viel einfacher. Dieses Vertrauen versuche ich aber auch zurückzuzahlen. Wir sind vom Typ her sehr ähnlich, haben einen ähnlichen Humor und können auch neben dem Platz unsere Späße machen. Es ist eine richtig gute Beziehung zwischen uns.

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Joel Schmied vom 1. FC Köln grüßt aus dem Kraftraum

Nach außen wirkt Lukas Kwasniok oft so, als wäre er für jeden Spaß zu haben. Auf der anderen Seite ist er ein Mensch, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Wie ist er zur Mannschaft? Vielleicht auch gerade in dieser etwas schwierigen Phase?

Joel Schmied: Man muss sich immer selbst treu bleiben. Lukas hat auch auf den Tisch gehauen, als wir die sieben Punkte aus drei Spielen eingefahren haben. Er war damals nicht mit allem zufrieden. Er hat einen sehr hohen Anspruch – vor allem an sich selbst. Wir dürfen uns Fehler erlauben, der Trainer will aber, dass wir daraus lernen und uns weiterentwickeln. Das braucht seine Zeit.

Er ist aber auch für die ein oder andere Überraschung gut. Hatten Sie schon den Moment, bei dem Sie sich bei Ihrem Nebenmann gefragt haben, was macht der denn hier hinten?

Joel Schmied: Ich habe nicht den Anspruch, die Aufstellung in Frage zu stellen (lacht). Es ist positiv, dass jeder, der im Profikader steht, weiß, dass er auch zum Einsatz kommen kann. Wenn du eine gute Trainingswoche hast und körperlich in einer guten Verfassung bist, weiß jeder, dass ab Montag der Konkurrenzkampf für Samstag anfängt. Das pusht einen. Da ist keiner, der sich ausruhen kann. So sind wir gleichzeitig auch nicht so leicht auszurechnen.

Das Variable ist das eine, unter den Fans wird aber auf der anderen Seite diskutiert, ob das nicht einer vermeintlichen Eingespieltheit schadet. Was würden Sie diesen Kritikern sagen?

Joel Schmied: Wir trainieren jeden Tag zusammen. Jeder von uns kennt seinen Mitspieler sehr gut. Wir haben ein Grundgerüst von Spielern, die immer auf dem Platz stehen, wenn sie 100 Prozent fit sind. Zusätzlich spielen die, die am besten trainiert haben. Ich sehe das sehr positiv.

Sie haben in Ihrer Karriere viel erlebt. Bei der Verletzung von Timo Hübers standen Sie auf dem Platz. Was geht einem als Spieler in so einem Moment durch den Kopf?

Joel Schmied: Das war für uns alle ein Schock. Ich stand auf dem Spielfeld. Wenn man einen 29-jährigen Mann so am Boden sieht, dem die Schmerzen im Gesicht anzusehen sind, dann weißt du sofort, dass es ganz heftig sein muss. Hübi ist zum Glück ein sehr, sehr positiver Mensch. Er kam mit Krücken in die Umkleidekabine und hatte wieder ein Lächeln im Gesicht. Jetzt kann ich mit ihm gemeinsam die Physio-Einheiten absolvieren und bin froh, nicht alleine zu sein. Teilweise war Dominique Heintz auch dabei – da hatten wir unsere Dreierkette wieder beisammen. Für unseren Reha-Trainer war das sicher nicht einfach, uns machte das schon Spaß. Ich freue mich darauf, wenn ich auch auf dem Platz wieder neben ihm stehen kann.

In einem Interview haben Sie Mal über Ihre „Big Five for Life“ gesprochen, Dinge, die auf Ihrer Fußball-Bucket-Liste stehen. Ihre Auslandsstation ist nun also schon einmal abgehakt. Doch es stand noch mehr auf der Liste. Sie wollen alle Kontinente bereisen, ein Spiel in der Nati absolvieren. In fünf Monaten spielt die Schweiz gegen Katar. Dort wäre ein Kontinent drin. Vor allem aber die WM. Ist das ein Ziel?

Joel Schmied: Für jeden Schweizer Fußballer ist es das Ziel, mal in der Nati aufzulaufen – gerade bei einer WM. Das ist das größte aller Gefühle und das Größte, das man als Fußballer erleben kann. Ich war noch nie dabei, deswegen wäre es vermessen zu sagen, ich warte auf den Anruf des Nationaltrainers. Ich werde einfach Woche für Woche performen, damit ich für den Coach ein Thema werden kann. Und wenn nicht, werde ich die Spiele im Urlaub vom Strand aus verfolgen und mitfiebern. 

Sie werden viel Spielzeit benötigen. Der FC reagiert auf die Verletzungsmisere in der Hintermannschaft mit neuen Spielern. Jahmai Simpson-Pusey ist verpflichtet worden. Neue Konkurrenz auch für Sie… Wie geht man als arrivierter Spieler damit um?

Joel Schmied: Das ist einfach „daily business“ im Fußball. Ich bin nicht mehr ganz jung und kenne solche Situationen. Es ist normal, dass neue Spieler nachrücken, gerade auch nach dem Ausfall von Hübi. Dass da etwas passiert, war klar, da Eric ja auch kein gelernter Innenverteidiger ist. Ich hätte es Thomas Kessler jedenfalls genauso empfohlen (lacht).

Es werden weitere Namen spekuliert. Beschäftigen Sie sich mit Gerüchten?

Joel Schmied: Nein, ich beschäftige mich mit Neuzugängen eigentlich erst, wenn die Spieler dann auch da sind. Dann heiße ich sie herzlich Willkommen und helfe ihnen, sich schnell zu integrieren. 


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