LIGABlatt
·25 de abril de 2026
Joker Musiala & Olise überragen, Guerrero & Davies unterirdisch – der FC Bayern in der Einzelkritik

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Am Samstagnachmittag traf der FC Bayern München am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga auswärts auf den 1. FSV Mainz 05. In einer aberwitzigen Partie, in der der deutsche Rekordmeister mit 0:3 zur Pause zurücklag, zeigte er in der zweiten Hälfte wieder seine Zähne und gewann die Partie am Ende tatsächlich noch mit 4:3. Insgesamt zeigten die Bayern zwei gänzlich unterschiedliche Gesichter. Welches Gesicht die einzelnen Münchner über die 90 Minuten an diesem Tag zeigten, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik.
Jonas Urbig: Vorm 0:1 konnte der 22-Jährige zwar nicht gut klären, sodass der Ball weiterhin gefährlich blieb und letztlich den Weg zu Dominik Kohr fand, der Urbig keine Chance ließ. Hiernach allerdings war der Schlussmann der Bayern einer der besten Akteure auf dem Platz und verhinderte mit seinen Paraden, dass es zur Pause nicht noch wesentlich deutlicher für die Mainzer wurde. In der zweiten Halbzeit dann hatte der Neuer-Ersatz nicht mehr viel zu tun, zeigte aber dafür, dass er auch mit dem Ball am Fuß einiges drauf hat. (Note: 2)
Konrad Laimer: Defensiv war Konrad Laimer zu Spielbeginn ziemlich überfordert und wurde regelmäßig überlaufen. Beim 0:1 verlor der Österreicher die Übersicht und vorm 0:2 ließ er Nadiem Amiri ziehen, dessen abgeblockter Schuss letztlich bei Paul Nebel landete und beim 0:3 bekam er erneut auf Amiri nicht den richtigen Druck aufgebaut, sodass dieser frei abschließen konnte. Beim 1:3 der Bayern wiederum war es Konrad Laimer, der den Treffer von Nicolas Jackson durch eine wunderschöne Flanke vorbereitete. In der 73. Spielminute legte der Rechtsverteidiger auch das 2:3 durch Michael Olise vor und überzeugte anschließend durch eine starke Laufleistung. (Note: 3)
Min-jae Kim: Mit der offensiven Variabilität der Mainzer kam der Südkoreaner nicht zurecht und stellte sich beim 0:1 wirklich nicht gut an. Zwar konnte Kim einige Bälle noch erobern, wenn es aber mal schnell wurde, geriet er schnell ins Hintertreffen. In der zweiten Halbzeit steigerte sich der 29-Jährige merklich, gewann auf einmal die Zweikämpfe und lief viele Bälle ab, sodass den Gastgebern offensiv nicht mehr viel gelingen wollte. (Note: 3)
Hiroki Itō: Der Japaner war in den entscheidenden Momenten oft einfach nicht da und ließ seine Gegenspieler generell einfach zu sehr gewähren, was den Mainzern mehrere Chancen und somit auch Tore ermöglichte. Mit dem kippenden Momentum im Spiel wurde auch Itō insgesamt stabiler und zeigte die Sicherheit, die ihm in der ersten Hälfte noch abging. (Note: 3,5)
Alphonso Davies: Der Linksverteidiger der Münchner stand an diesem Tag völlig neben sich. Weder funktionierte die Kommunikation zu seinen Mitspielern gut, noch bewies der Kanadier die nötige Übersicht, um Angriffe in den entscheidenden Momenten zu unterbinden. Auch in den Zweikämpfen war Davies einfach zu zögerlich, wodurch seine Gegenspieler zunehmend an Selbstvertrauen gewannen. In der 57. Spielminute wurde er dann für Josip Stanišić ausgewechselt. (Note: 4,5)
Bara Sapoko Ndiaye: Läuferisch zwar sehr aktiv, gut im Passspiel und insgesamt zweikampfstark, hatte der 18-Jährige vor allem aber mit Nadiem Amiri seine Probleme und sah dabei gerade vorm 0:2 nicht gut aus. Dennoch versuchte der Senegalese viel und bewies Moral, indem er immer wieder anlief, den Ball forderte und versuchte, gestalterisch tätig zu werden. Auch wenn der Startelfdebütant auch etwas Lehrgeld zahlen musste, konnte er durchaus zeigen, welch Potenzial in ihm schlummert. In der 77. Spielminute wurde Bara Sapoko Ndiaye dann für Jonathan Tah ausgewechselt. (Note: 3)
Aleksandar Pavlović: Als Metronom im Bayern-Mittelfeld machte der deutsche Nationalspieler seine Sache eigentlich wieder gewohnt ordentlich, spielte viele Pässe und versuchte offensiv für Akzente zu sorgen. Dennoch ließ er sich in den Zweikämpfen abkochen und mehrfach überspielen. Generell hatte Pavlović seine Probleme, wenn die Mainzer das Spiel mal schnell machten. Zur Pause blieb der 21-Jährige in der Kabine und für ihn kam Harry Kane in die Partie. (Note: 3,5)
Raphaël Guerreiro: Der ehemalige Dortmunder erwischte einen rabenschwarzen Tag, an dem ihm überhaupt nichts gelingen wollte. An gleich mehreren Gegentreffern war Guerreiro direkt beteiligt, indem er vorher wichtige Zweikämpfe verlor oder seine Gegenspieler ziehen ließ. Auch mit Ball am Fuß wollte dem Portugiesen nicht viel gelingen, weshalb er nicht einmal seine sonst so starke Technik auf den Platz bringen konnte. Nach 56 gespielten Minuten ging Raphaël Guerreiro vom Platz und für ihn betrat Jamal Musiala das Spielfeld. (Note: 5)
Leon Goretzka: Beim 0:1 sah Leon Goretzka nicht gut aus, da er den Zugriff auf den Torschützen Dominik Kohr verlor. Hiernach jedoch versuchte der 31-Jährige seine Mannschaft anzutreiben, machte weite Wege und suchte die Zweikämpfe. Gerade in der zweiten Halbzeit wurde Goretzka zunehmend zu einem Münchner Aktivposten und hatte seinen Anteil daran, dass der deutsche Rekordmeister wieder in die Partie zurückfand. (Note: 2,5)
Luis Díaz: Der Kolumbianer war an diesem Nachmittag praktisch überhaupt nicht zu sehen. Weder sorgte er offensiv durch Abschlüsse für Gefahr, noch wusste er, seine Mitspieler richtig in Szene zu setzen. Gegen den Ball war es teilweise hanebüchen, was Luis Díaz veranstaltete. Folgerichtig blieb der 29-Jährige zur Pause in der Partie und für ihn betrat Michael Olise den Platz. (Note: 5)
Nicolas Jackson: Der Senegalese verlebte in der ersten Halbzeit eigentlich einen sehr einsamen Nachmittag, da die Bayern nur wenig zu gestalten wussten. Wenn dann aber mal was passierte, war der Mittelstürmer mittendrin. In der 53. Spielminute dann stand Nicolas Jackson bei der Hereingabe von Konrad Laimer goldrichtig und erzielte den 1:3 Anschlusstreffer, der den bajuwarischen Motor dann so richtig starten ließ. Hiernach bewegte sich der Angreifer gut und band so mehrere Gegenspieler, wodurch er seinen Offensivkollegen so mehrere Räume bot. (Note: 2)
Michael Olise (ab Spielminute 46): Der Franzose ist einfach einer der besten Spieler der Welt, Punkt! Sofort war Olise ein belebendes Element, leitete per Hackentrick das 1:3 ein, erzielte das 2:3 per Traumtor in den Winkel selbst und brachte die Kugel vorm 3:3 gefährlich in die Mitte, was Jamal zu nutzen wusste. Die restliche Partie vertrieb sich der Linksfuß die Zeit mit kleineren Kabinettstückchen, geschickten Pässen und Dribblings. In der Nachspielzeit holte sich Olise noch wegen einer Spielverzögerung eine unnötige Gelbe Karte ab. (Note: 1,5)
Harry Kane (ab Spielminute 46): Der Top-Torjäger der Bayern hatte zwar nicht sofort nach seiner Einwechslung Zugriff auf die Partie, aber arbeitete sich immer mehr in diese hinein. Beim 3:3 von Jamal Musiala hatte der Engländer bereits seine Aktien im Spiel, beim 4:3 spekulierte er dann richtig und staubte zu seinem 33. Saisontor in der Bundesliga ab, was damit den Sieg der Münchner besiegelte. (Note: 2)
Josip Stanišić (ab Spielminute 57): Für Alphonso Davies gekommen, profitierte der Kroate davon, dass das Momentum zugunsten der Bayern kippte und deren Defensive weniger im Fokus stand, denn da sah auch Stanišić nicht immer gut aus, wenn die Mainzer wieder nach vorne spielten. Dennoch machte er seine Sache insgesamt etwas besser als Davies. (Note: 3,5)
Jamal Musiala (ab Spielminute 57): Ähnlich wie zuvor Michael Olise war auch Jamal Musiala sogleich ein belebendes Element, versuchte viel, zeigte seine Dribbelqualitäten und brachte grundsätzlich einfach die Spielfreude mit, die ihm zwischenzeitlich nach seiner schweren Verletzung im Sommer abhanden gekommen zu sein schien. So leitete der 23-Jährige das 3:3 durch ein großartiges Dribbling selbst ein und brachte dann nur wenige Minuten später vorm 4:3 den Ball mit Schnitt in die Mitte, sodass Harry Kane einfach nur abzustauben brauchte. Damit hatte der deutsche Nationalspieler einen wesentlichen Anteil daran, dass die Bayern diese irre Begegnung noch drehten. (Note: 1)
Jonathan Tah (ab Spielminute 77): Der Abwehrchef der deutschen Nationalspieler trug nach seiner Hereinnahme dazu bei, das Defensivspiel der Bayern zu stabilisieren und ließ hinten nichts zu. Dabei zeigte Tah zwar keine spektakulären Aktionen, das brauchte er aber auch nicht. (Note: 2,5)
Foto: Sona Maleterova / Getty Images
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