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·5 de julio de 2026
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Für Co-Gastgeber Kanada war im Achtelfinale gegen Marokko Endstation. Das Turnier hat vor allem für Alphonso Davies ein bitteres Ende genommen. Beim 0:3 von Kanada blieb seine Mannschaft chancenlos – und der Star des FC Bayern war zum Zuschauen verdammt. Ausgerechnet in diesem K.-o.-Spiel, in dem die Kanadier einen absoluten Leistungsträger wie ihn dringend gebraucht hätten, verbrachte der Linksfuß die gesamten Spielzeit auf der Ersatzbank.
Einige Anhänger der kanadischen Nationalmannschaft waren deshalb nach Abpfiff richtig sauer und wüteten gegen den Bayern-Verteidiger. In den sozialen Medien wurde Davies teilweise harsch attackiert.
Ihm solle die Kapitänsbinde abgenommen werden und es sei Zeit für einen neuen Kapitän. Viele Fans verstanden nicht, warum er nur auf der Auswechselbank saß. Ein anderer wiederum schrieb auf 'X' mit Bezug auf die Bayern: "Ich bin einfach froh, dass er im September gegen Mainz seine 28 Minuten nicht aufs Spiel gesetzt hat."
Ein weiterer User können es jetzt schon kaum erwarten zu sehen, wie Davies seine Gesundheit in der ersten Runde des DFB-Pokals riskiert.
Dabei standen die Zeichen auf einen Davies-Einsatz gegen Marokko kurz zuvor noch auf Hoffnung. Nach einer langen Pause seit Anfang Mai feierte Davies im Sechzehntelfinale gegen Südafrika ein vielversprechendes, 15-minütiges Kurzzeit-Comeback und brachte sofort neuen Schwung in die Partie.
Die Fans rechneten für das Achtelfinale fest mit seiner Rückkehr in die Startelf, doch der Körper machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
Davies selbst begründete seine schmerzhafte Entscheidung vernunftgeleitet nach dem Ausscheiden (0:3): "Ich wollte der Mannschaft keine Last sein. Deshalb habe ich mich in dieser Situation entschieden, zu pausieren".
Ohne die volle Fitness mache ein Einsatz auf diesem Niveau keinen Sinn, so der Außenbahnspieler weiter: "Jedes Mal, wenn ich spiele, möchte ich mein Bestes geben. Vor dieser Partie konnte ich das wegen der Verletzung einfach nicht mit der nötigen Freiheit tun."
Verantwortlich dafür war ein erneuter gesundheitlicher Rückschlag im Training. "Sein Oberschenkel hat sich einfach nicht richtig angefühlt", verriet Kanadas Nationalcoach Jesse Marsch laut 'Sports Illustrated'. Bis zum Spieltag selbst hatte das Team auf ein medizinisches Wunder gehofft, am Ende war das Risiko jedoch schlicht zu groß. Marsch fügte hinzu: "Ihn selbst hat das mehr als jeden anderen umgebracht."
Eine anschließende MRT-Untersuchung brachte zumindest leichte Erleichterung: Eine strukturelle Verletzung konnte laut Marsch ausgeschlossen werden. Dennoch war Vorsicht das oberste Gebot. Der Nationaltrainer rekonstruierte die Tage vor der Partie: "Bis vor zwei Tagen verlief seine Genesung absolut planmäßig, doch dann spürte er ein leichtes Ziehen." Am Morgen des Spiels folgte dann die endgültige Entscheidung gegen einen Einsatz. "Wir hatten gehofft, dass er sich nach dem Aufwachen besser fühlen würde, doch das war nicht der Fall. Deshalb wollten wir auf Nummer sicher gehen und kein Risiko eingehen. Ich denke, das war die richtige Entscheidung."
Das sahen die kanadischen Fans offenbar anders.
📸 Harry How - 2026 Getty Images







































