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Kommentar zur Said El Malas Nicht-Berücksichtigung: Nagelsmanns Wette gegen die Zukunft

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Hendrik Broschart
22 Mai, 2026
Seit gestern Mittag steht fest: Said El Mala wird den Sommer nicht in den USA mit der DFB-Auswahl verbringen. Entgegen kolportierter Gerüchte verzichtete Bundestrainer Julian Nagelsmann auf das Talent und setzt stattdessen auf alte Bekannte. Ein Kommentar darüber, warum diese Entscheidung mehr Fragen aufwirft, als Nagelsmann Antworten gegeben hat – und welche Hypothek er damit in die WM trägt.
Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtet für die anstehende WM auf Shootingstar Said El Mala. (Photo by Lars Baron/Getty Images)(Photo by Lars Baron/Getty Images)
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Der Spieler selbst wusste es zu diesem Zeitpunkt bereits, doch die breite, interessierte Fußball-Öffentlichkeit zuckte bei der Verkündigung des Kaders für die WM in den USA, in Kanada und in Mexiko zusammen, runzelte die Stirn und rümpfte vielleicht sogar die Nase. Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtete entgegen aller Erwartungen auf Said El Mala und nominierte stattdessen Leroy Sané für die WM. Der Bundestrainer begründete die Absage an El Mala damit, dass der Spielstil des Kölners, der in seiner Premierensaison in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem FC beeindruckende 13 Tore und fünf Vorlagen erzielte, eben ein anderer sei als der Spielstil, den „die Mannschaft” unter seiner Leitung spiele.
Demnach traut er El Mala den Schritt auf die ganz große Bühne noch nicht zu. Und das, obwohl der 19-Jährige sich die offen geübte Kritik Nagelsmanns offenbar zu Herzen genommen hat, sich in der Rückrunde zum unangefochtenen Stammspieler entwickelt hat und unter Wagner in einer neuen Rolle schnell Flexibilität bewies. Von Spieltag zu Spieltag hat er Energieleistungen erbracht. Hier sticht der im Fußball-Jargon oft zitierte „gute Draht” das noch viel öfter zitierte Leistungsprinzip aus. Sanés Leistungen bei der DFB-Elf sind nicht von der Hand zu weisen. Angesichts der dürftigen Spielzeit, die der 30-Jährige in seiner ersten Saison bei Galatasaray Istanbul erlebte, erscheint dies jedoch nicht überzeugend.
Kein anderer Spieler im Kader der Nationalmannschaft bringt so viel Tempo auf den Rasen wie der 19-Jährige. Dazu kommt, dass El Mala die Erfahrung gemacht hat, Teil einer Mannschaft zu sein, die mit dem FC eine Saison erlebt hat, in der sie über weite Strecken gegen den Abstieg kämpfen musste. Diese Erfahrung prägt die Mentalität und kann im langatmigen Turnierverlauf von großem Nutzen sein. Das hat mit Sicherheit auch eine Mentalität gefördert, die in einem solchen Turnierverlauf von Nutzen sein kann. Er verkörpert die Spannung und Aufregung einer neuen Generation, ist jemand, der mit seinen einzigartigen Anlagen Begeisterung entfachen und Spiele entscheiden kann.
Aus Sicht des Bundestrainers lässt sich dagegen die Nominierung von Dortmunds Maxi Beier im direkten Vergleich mit El Mala durchaus schlüssig begründen. Während der Kölner vor allem mit individueller Durchschlagskraft und Entwicklungspotenzial überzeugt, bringt der 23-Jährige bereits belastbare Erfahrung im System Nagelsmann mit. Auf Vereinsebene bewegte sich Beier zuletzt auf Augenhöhe mit El Mala – beide verbuchten in der Bundesliga annähernd 20 Scorerpunkte. Aus Nagelsmanns Perspektive wiegt jedoch schwer, dass Beier diese Leistungen in einem taktisch stabileren Umfeld bestätigt hat. Zudem hat er internationale Erfahrung in der Champions League gesammelt und erfüllt mit Tempo, Flexibilität sowie mannschaftsdienlicher Spielweise genau jene Profilmerkmale, die für das Funktionieren seines Systems entscheidend sind.
Und dennoch darf bei aller Enttäuschung und Frustration nicht vergessen werden, dass El Mala noch am Anfang seiner Karriere steht. Wenn er die Leistungen dieser Saison bestätigt, ist ihm eine Karriere in der Nationalmannschaft sicher. Ist der Sprung erst einmal geschafft, ist eine Nationalmannschaftskarriere kaum aufzuhalten. Bis dahin kann er an seinem Profil feilen und sich für eine Nominierung empfehlen. Was bleibt, ist eine Hypothek für Nagelsmann: Sollte diese WM zur Enttäuschung werden, muss er sich auch an der Zusammenstellung des Kaders messen lassen.







































