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·29 de abril de 2026

"Konsequenter Neuaufbau" in Ulm: Dotchev muss im Sommer gehen

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Schon am Samstag könnte er besiegelt sein, der Abstieg des SSV Ulm in die Regionalliga. Die Planungen für die Rückkehr in die Viertklassigkeit nach nur drei Jahren haben längst begonnen, es soll einen "konsequenten Neuaufbau" geben. Allerdings ohne Trainer Pavel Dotchev. Das wurde am Mittwoch bei der Vorstellung von Sportdirektor Murat Isik bekannt.

Dotchev ohne Zukunft

Wie stellt sich der SSV für die kommende Spielzeit in der Regionalliga auf? Im 31 Spieler umfassenden Kader dürfte sich einiges verändern. Klar ist bereits: Pavel Dotchev wird ab Sommer nicht mehr an der Seitenlinie stehen. "Wir haben uns dazu entschieden, zukünftig den Weg in der Regionalliga nicht mit Pavel Dotchev zu gehen", sagte Vorstandsvorsitzender Dominik Schwärzel bei der Pressekonferenz zur Isik-Vorstellung am Mittwoch. Zwar bescheinigte er dem 60-Jährigen trotz des bevorstehenden Abstiegs "hervorragende Arbeit" geleistet und die Mannschaft weiterentwickelt zu haben. Allerdings soll es zu einem "konsequenten Neuaufbau auf allen Ebenen" kommen, von dem auch die Trainerposition betroffen ist.


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Mit dem Punkteschnitt des Deutsch-Bulgaren von nur 0,86 (fünf Siege, vier Unentschieden in 22 Spielen) habe die Entscheidung aber nichts zu tun, betonte Schwärzel, der Dotchev in einem "sehr guten Gespräch" bereits informiert habe. Nur bei Klassenerhalt hätte sich sein Vertrag verlängert. Wer die Nachfolge des Drittliga-Rekordtrainers antreten wird, ist noch offen. Vieles deutet aber darauf hin, dass Stuttgarts U17-Coach Daniel Jungwirth neuer Trainer der Spatzen wird.

"Ganzheitliches Spielsystem" geplant

Ebenfalls neu: Mit Beginn der kommenden Serie soll ein "ganzheitliches Spielsystem" von der U15 bis zu den Profis implementiert werden. "Wir wollen mutigen, offensiven und intensiven Fußball spielen", kündigte Schwärzel an. Diese Vorgabe umzusetzen, wird vor allem die Aufgabe von Neu-Sportdirektor Murat Isik sein. Offiziell wird der 50-Jährige seinen Dienst zwar erst zum 18. Mai antreten, soll aber ab sofort schon hinter den Kulissen mitwirken.

"Ich sprühe nur so vor Tatendrang", sagte Isik, der noch bis zum Saisonende bei Viertligist TSG Balingen an der Seitenlinie steht und sich als "Kind der Region" bezeichnete. Es gehe darum, eine DNA aufzubauen und die Durchlässigkeit von der Jugend zu den Profis zu erhöhen. Zudem sprach Isik mit Blick auf das ganzheitliche Spielsystem von einem "Wiedererkennungswert" in allen Mannschaften des Vereins.

Künftig viel Regionalität im Kader

Mit Blick auf die Kaderplanung der Profis werde er sich zunächst einen Überblick verschaffen, ehe es in Kürze die ersten Entscheidungen geben soll. "Wir müssen schnelle Entscheidungen treffen", kündigte der 50-Jährige an, der die Nachfolge von Stephan Schwarz antritt, der im März nach nur drei Monaten gegangen ist. Isik habe schon "viele Namen" im Kopf, wollte aber niemanden konkret nennen. Gleiches gilt für die Trainersuche, wobei er sich entlocken ließ, "in sehr guten Gesprächen" zu stehen.

Auch die Frage, wie groß der Umbruch ausfallen wird, ließ er offen. Stattdessen ließ er durchblicken, dass der künftige Kader zu "60 bis 70 Prozent" mit Spielern aus der Umgebung aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometer bestehen soll. Zudem soll verstärkt auf die eigene Jugend gesetzt werden. "Wir haben hochtalentierte U19-Spieler, die nie zu Geltung gekommen sind. Das kann nicht sein", sagte Vorstand Robert Holzer und sprach von einem "Ulmer Weg", der künftig gegangen werden soll.

Wiederaufstieg "vermutlich nicht im ersten Jahr"?

Dass Isik bislang keine Erfahrungen als Sportdirektor sammeln konnte, habe Holzer "zunächst etwas skeptisch" gestimmt, zumal bei der Suche nach einem Nachfolger von Stephan Schwarz auch mit "großen und bekannten Namen" gesprochen worden sei. "Aber nach den Gesprächen sind wir der vollsten Überzeugung, dass er zu 1000 Prozent der richtige ist." Daher bat Holzer die Fans darum: "Seid geduldig und gebt ihm die Chance, sich zu beweisen." Eine erste Bilanz könne nach einem halben oder einem ganzen Jahr gezogen werden.

Ob Ulm dann schon zurück in der 3. Liga ist? Zwar sprach Holzer davon, dass der Wiederaufstieg "so schnell wie möglich" vonstattengehen soll, betonte aber auch, dass dieser "vermutlich nicht im ersten Jahr" gelingen werde. Schließlich brauche die neue Mannschaft Zeit, zudem soll ein "stabiler Weg" geebnet werden, um nicht direkt wieder abzusteigen. In jedem Fall sollen die professionellen Strukturen des Vereins auch in der Regionalliga fortgeführt werden, kündigte Schwärzel an – und will sich an Ergebnissen messen lassen. Das wird auch für Isik und den neuen Trainer gelten.

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