Frühes-Tor.de
·28 de mayo de 2026
Konstanz auf dem Trainerposten als Vorteil für die Premier League?

In partnership with
Yahoo sportsFrühes-Tor.de
·28 de mayo de 2026

Pep Guardiola (l.) und Mikel Arteta (r.) liefern sich spannende Titelkämpfe. Bild: Getty Images
Die Premier League wird dafür gelobt, Trainern Zeit zu geben, um ihre Mannschaften zu entwickeln. Entspricht das der Realität?
Arsène Wenger gilt als Paradebeispiel. Der Franzose war 22 Jahre Trainer von Arsenal. Zwar gewann er nur einmal die Meisterschaft und erreichte nur einmal das Finale der Champions League, doch andere Trainer führten gerne an, dass ein Coach mit der nötigen Zeit etwas Ähnliches aufbauen könne wie Wenger. Irgendwann verselbstständigte sich diese Aussage und wurde komplett auf die Premier League übertragen. Außerdem wurde behauptet, da der Trainer in England eher Coach und Manager in Personalunion sei, laufe in den englischen Klubs vieles besser ab.
Nun befindet sich Arsenal wieder im Aufwind. Die Meisterschaft ist perfekt, und das Champions-League-Finale ist gesichert. Mit Trainer Mikel Arteta arbeiten die Gunners tatsächlich seit sieben Jahren zusammen. Die Klub-Bosse haben ihm dabei auch einige Rückschläge zugestanden. Zudem fällt einem Manchester City ein, das seit unglaublichen zehn Jahren mit Starcoach Pep Guardiola zusammenarbeitet, auch wenn die Ära nun endet. Der Spanier bekam sieben Jahre Zeit, um die Champions League zu gewinnen. Beim FC Bayern wäre dieser Zeitraum wohl undenkbar für ihn gewesen. Guardiola trat praktisch von sich aus zurück, nachdem er dreimal in der Königsklasse gescheitert war. Es sprang jeweils nur das Halbfinale heraus.
Nicht zu vergessen ist der FC Liverpool, der mit Rafa Benítez von 2004 bis 2010 und mit Jürgen Klopp von 2015 bis 2024 enorme Konstanz gezeigt hat. Arsenal, Manchester City und der FC Liverpool können deshalb durchaus als Paradebeispiele für die Premier League gelten. Auf der anderen Seite stehen aber auch Top-Klubs, die als Anhänger der Hire-and-Fire-Mentalität bezeichnet werden können. Der FC Chelsea hat seit 2018 acht Cheftrainer angestellt, in dieser Saison wurden bereits zwei Trainer entlassen. Manchester United hat seit dem Abgang der Legende Alex Ferguson im Jahr 2013 acht Cheftrainer engagiert und dazu mehrere Interims-Lösungen eingesetzt.
Ein wichtiger Faktor in dieser Thematik: Die englischen Topklubs haben das Geld, um die besten Trainer der Welt zu verpflichten, wie Guardiola und Klopp. So ist in der Regel ein gewisses Grundniveau an sportlichem Erfolg gesichert – und natürlich ist auch die Hemmschwelle größer, einen Starcoach zu entlassen. Fazit: Die Premier League als besonders geduldig mit Trainern darzustellen, ist überzogen. Eine gewisse Konstanz bei einigen Topklubs ist zwar vorhanden, doch die begünstigenden Faktoren wie Geld und die Verpflichtung der besten Trainer der Welt dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden.







































