1. FSV Mainz 05
·17 de mayo de 2026
"Konstanz ist ein Thema, wir wollen die Ausschläge reduzieren"

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Yahoo sports1. FSV Mainz 05
·17 de mayo de 2026

Eine weitere denkwürdige Saison liegt hinter dem 1. FSV Mainz 05. Im Winter noch am Abgrund, starteten die 05ER Anfang Januar mal wieder eine Aufholjagd, die sie bereits am 32. Spieltag und dem 2:1-Erfolg auf St. Pauli mit dem Klassenerhalt in der Bundesliga krönten. Ganz nebenbei ging es regelmäßig auf Europa-Reise, die den FSV in der Conference League bis ins Viertelfinale führte, wo dann gegen Racing Straßburg im Viertelfinale Schluss war. Sowohl national gelang es den Rheinhessen, wieder einmal ein Ausrufezeichen zu setzen, während man auch international eine kräftige Duftmarke auf der Fußball-Landkarte hinterlassen konnte.
Am Sonntagvormittag hieß es noch ein letztes Mal in der Saison 2025/26: Treffpunkt am Bruchweg. Die Profis kamen zu einem Frühstück zusammen, erhielten ihre individuellen Trainingspläne für die anstehende Sommerpause, bevor sie der sportlichen Heimat für rund sechs Wochen den Rücken kehren. Erst am 28. Juni geht es mit den obligatorischen Leistungstests weiter, bevor am 01. Juli der Trainingsauftakt in die Sommervorbereitung ansteht. Als letztes verließen den WOLFGANG FRANK CAMPUS neben Cheftrainer Urs Fischer Sportvorstand Christian Heidel sowie Sportdirektor Niko Bungert, die im knapp einstündigen Gespräch mit Journalisten zurück und nach vorn geblickt hatten auf die kommenden Herausforderungen.
...seine gelungene Mission: "Außergewöhnlich, wie der Klub es geschafft hat, aus so einer Situation herauszukommen. Ein Himmelfahrtskommando war es für mich nie. Die Gespräche im Dezember haben mir ein positives Gefühl vermittelt, das sich bestätigen sollte. Wir hatten ein Ziel, das haben wir viel früher erreicht als erwartet. Das spricht für die Leistung aller, in meiner Karriere steht das hier Erreichte ganz weit oben. Das haben wir alle zusammen super hinbekommen."
...Zweifel an der Amtsübernahme: "Vor meinem ersten Training hatte ich schon einige Gedanken im Kopf: 'Hast du das noch drauf?' Ich war zwei Jahre raus, das kannte so noch nicht. Auf einmal war ich zurück im Hamsterrad. Zu merken, dass ich es noch kann, war schon eine Erleichterung, dass die Anweisungen noch ankommen. Später haben mein Co-Trainer Markus Hoffmann und ich über solche Gedanken gelacht - sie waren aber da.
...die frühzeitige Rettung: "Überrascht war ich nicht, denn du tust etwas dafür. Man bekommt am Schluss, was man verdient, und die Mannschaft hat viel dafür gearbeitet in all den Monaten. Sie haben das toll gemacht und sind auch gut mit den Englischen Wochen gut umgegangen, in denen man froh war, überhaupt mal im eigenen Bett zu landen."
...Rückschläge: "Die Niederlagen zwischendrin kamen vielleicht zur richtigen Zeit. Wenn du immer erfolgreich bist, ist es schwierig, sich weiterzuentwickeln. Niederlagen tun weh, sorgen aber auch immer für einen Lerneffekt. Einer der erfolgreichsten NBA-Stars aller Zeiten hat es mal schön zusammengefasst: Er sagte sinngemäß, dass er nie oben angekommen wäre, wenn er nicht hätte lernen müssen, immer und immer wieder aufstehen zu müssen."
...Luft nach oben: "Konstanz ist ein Thema, wir wollen die Ausschläge reduzieren. Es gibt nicht viele Mannschaften in der Bundesliga, die durchweg auf einem Niveau performen. Wir wollen aber so oft wie möglich am Limit agieren."
...pure Erleichterung: "Bei St. Pauli nach dem Schlusspfiff, die Anspannung war weg, es war wie eine innere Leere, ein Ausatmen. Man war die ganze Zeit unter Strom, auf einmal war das weg und wir hatten unser Ziel erreicht."
...der dritten geglückten Aufholjagd in fünf Jahren: "Man hat schon eine Form innerer Nervosität, ganz wichtig ist die komplette Ruhe nach außen. Die Mannschaft konnte arbeiten, wir haben mit allen Entscheidungen richtig gelegen. Dennoch stand unsere Mannschaft aus unserer Sicht schlechter da, als sie tatsächlich war. Aussichtslos war die Situation nie, aber natürlich angespannt. So heftig wie damals in Wolfsburg beim Klassenerhalt am letzten Spieltag war es in diesem Jahr nicht. Das war wieder außergewöhnlich, aber wir brauchen es natürlich nicht jedes Jahr."
...einem richtungsweisenden Moment: "Das war für mich das Spiel in München, das erste in der Liga unter Urs im Dezember. Der Punktgewinn nach langer Führung hat der Mannschaft viel gebracht und für eine andere Stimmung gesorgt. In der Phase davor haben wir versucht, nicht zu verlieren. Danach war der Glauben dann auch wieder da, gewinnen beziehungsweise gemeinsam Großes leisten zu können."
...der Kaderplanung: "Silas und Hollerbach werden zu Saisonbeginn noch nicht dabei sein. Natürlich hat das Einfluss auf die Kaderplanung. Für uns ist wichtig, zu jedem Zeitpunkt in der Lage sein, Bundesliga zu spielen. So versuchen wir, uns aufzustellen. Was für mich aber generell klar ist in diesem Jahr: Aufgrund der WM wird sich sehr viel nach hinten verschieben."
...der Altersstruktur im Kader: "Wir kennen die Diskussion und werden jetzt sicher keinen 34-Jährigen mehr verpflichten. Aber grundsätzlich gibt es für uns gute und weniger gute Spieler. Wenn man unsere Daten betrachtet, passt das alles - Laufleistung, Sprintleistung, alles top. Die Mannschaft hat zudem Erfahrung, die sehr wertvoll ist."
...einem möglichen Abgang von Sano: "Ich wünsche ihm natürlich, dass er eine tolle WM spielt. Dass er uns verlässt, zeichnet sich aktuell nicht ab. Wenn er geht, müssen wir natürlich aktiv werden. Einen Spieler auf seinem Niveau jetzt bekommt Mainz 05 nicht, auf dem Level war er vor zwei Jahren selbst nicht. Je näher Ende des Transferfensters Angebote reinkommen, desto unwahrscheinlicher ist natürlich, dass wir 'Ja' sagen würden."
...den Abläufen im Winter und den Kader-Umbau: "Mit der Ankunft von Urs gingen die Planungen los, als wir die Vorstellungen ausgetauscht haben. Vorüberlegungen hatten wir da natürlich längst angestellt. Das hat geholfen, in die konkrete Umsetzung zu gehen. Urs konnte uns mit seinen Beobachtungen auch auf die Sprünge helfen. Im Winter konnten wir schon auch mit unserem Image der letzten Jahre punkten und überzeugen, dass wir als Verein wieder daran glauben, es zu schaffen. Auch der gute Ruf von Urs hat dabei sicher geholfen."
...der Hinrunden-Misere: "Man muss jede Saison für sich individuell betrachten. Es gab wieder viele verschiedene Gründe, die uns dahin geführt haben, wo wir standen. Wir haben uns hinterfragt, hinzu kamen aber Sperren und lange Verletzungen. Wir wollen uns aber weiter treu bleiben, keinen Kader von 30 bis 35 Spielern haben. Das können wir wirtschaftlich auch gar nicht leisten. Selbstverständlich wollen wir solche Situationen vermeiden, es gibt aber immer wieder Dinge, die einfach nicht planbar sind."
...der Situation bei Leihspieler Stefan Posch: "Mit Poschi sind wir total zufrieden, wir haben klar gesagt, dass wir gerne weitermachen möchten. Die Signale sind positiv, er passt hierher, aber er gehört Como - da geht es insofern um drei Parteien."
...den Durchbruch von Kacper Potulski und weitere Talente: "Kacper hat im Sommer die Chance bekommen, sich im Profi-Training zu zeigen und zwei Trainer von sich überzeugt. Auch in diesem Sommer werden wir wieder viele Nachwuchsspieler dabei haben, die sich zeigen können, gerade zum Beginn der Vorbereitung. Bei dem einen wird es schneller gehen, bei anderen ein bisschen länger dauern, das ist ganz normal."
...den Plänen mit Nelson Weiper: "Wir trauen Nelly weiter eine gute Rolle zu in den kommenden Jahren. Klar ist aber auch, dass er und wir uns mehr Einsatzzeiten hätten vorstellen können. Wir haben viele Gespräche zu führen, vielleicht hilft auch mal eine Luftveränderung, spruchreif ist aber nichts.






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