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·6 de abril de 2026
Lamine Yamal und Jamal Musiala in der 2. Liga – Steile These

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Italiens Nationalmannschaft hat zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft verpasst und steht damit im Zentrum einer grundsätzlichen Debatte über den Zustand des dortigen Fußballs. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann zeichnet in diesem Zusammenhang ein sehr kritisches Bild und führt vor allem strukturelle Defizite in der Talententwicklung als Erklärung für das Scheitern in den Playoffs zur WM in den USA, Kanada und Mexiko an.
Der frühere Stürmer, der in seiner aktiven Zeit unter anderem für Inter Mailand und Sampdoria Genua in der Serie A gespielt hat, erklärte laut einem Interview mit dem Corriere dello Sport, die Niederlage der Squadra Azzurra in Bosnien habe ihn persönlich stark beschäftigt und er habe mit seinen italienischen Freunden in Los Angeles mitgelitten. Klinsmann betonte demnach, dass die Nationalmannschaft aus seiner Sicht „den Preis für fehlende Führungsspieler, technisch starke Akteure und mangelndes Vertrauen in junge Talente“ zahle.
Um diesen Vorwurf zu unterstreichen, griff er zu einem zugespitzten Vergleich: Aus seiner Sicht würden Ausnahmetalente wie Lamine Yamal und Jamal Musiala im italienischen System wohl zunächst in die Serie B abgeschoben, um dort Erfahrung zu sammeln, statt wie in Spanien oder Deutschland früh Verantwortung auf höchstem Niveau zu erhalten. Beide Offensivspieler gehören in ihren Ländern schon in jungen Jahren zu den festen Stützen der A-Nationalmannschaften, was Klinsmann als Kontrast zur Situation in Italien herausstellte.
Darüber hinaus sieht Klinsmann Probleme in der taktischen Ausrichtung vieler italienischer Trainer. Seinen Ausführungen zufolge stehe häufig im Vordergrund, Niederlagen zu vermeiden, anstatt mutig und offensiv auf Sieg zu spielen; die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Jahre würden diese Mentalität widerspiegeln. Das erneute Verpassen der WM-Endrunde hat bereits personelle Konsequenzen nach sich gezogen. Nationaltrainer Gennaro Gattuso ist von seinem Amt zurückgetreten, und als mögliche Nachfolger werden in den Medien unter anderem Antonio Conte, Massimiliano Allegri, Roberto Mancini sowie der derzeitige türkische Nationalcoach Vincenzo Montella genannt. Auch an der Spitze des italienischen Verbandes FIGC kommt es zu einem Umbruch: Präsident Gabriele Gravina hat sein Amt niedergelegt, und italienische Medien berichten, dass erstmals ein ehemaliger Profi das Präsidentenamt übernehmen könnte, wobei unter anderem Alessandro Del Piero, Paolo Maldini und Demetrio Albertini als Kandidaten gehandelt werden.









































