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·13 de mayo de 2026
Löwen im Umbruch: Etat schrumpft wohl um 1,8 Millionen Euro

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Der TSV 1860 München steht wieder mal vor einem Umbruch. Wie der "Münchner Merkur" berichtet, wird es zur neuen Saison zu einer deutlichen Etat-Kürzung kommen, die ein Umdenken erfordert. Mehr denn je wollen die Münchner künftig auf die eigene Jugend setzen.
Die 1:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Samstag steht sinnbildlich für die Gesamtsituation bei den Münchner Löwen. Vor dem Spiel verabschiedete der TSV gleich acht Spieler, die meisten davon gestandene Drittliga-Profis. Besonders emotional wurde es bei Kapitän und Publikumsliebling Jesper Verlaat, dem ob seines Abschieds bittere Tränen über das Gesicht kullerten.
Auf der einen Seite die ganzen prominenten Abgänge um Verlaat, Morris Schröter und Raphael Schifferl – und auf der anderen Seite einige junge Nachwuchskräfte: So durften im Spiel gegen den FCI mit Xaver Kiefersauer, Samuel Althaus und Loris Husic drei blutjunge Nachspieler ran. Für Kiefersauer, dessen Vertragsverlängerung vor dem Spiel bekanntgegeben wurde, war es das Startelfdebüt im Profifußball. "Definitiv ist das ein Traum", schwärmte der 20-Jährige nach dem Spiel. "Ich habe Lust auf mehr".
Auch für seinen gleichaltrigen Teamkollegen Althaus sollte das Spiel gegen den FCI ein Besonderes werden: Der talentierte Deutsch-Schweizer erzielte das Führungstor – sein erster Treffer im Profifußball. An die vielen Jungspunde auf dem Platz können sich die Löwenfans schon mal gewöhnen, denn vieles deutet darauf hin, dass sie dieses Bild in der kommenden Saison des Öfteren zu sehen bekommen werden. Neben Kiefersauer verlängerten jüngst auch die beiden Eigengewächse Damjan Dordan und Paul Bachmann ihre Verträge an der Grünwalder Straße.
Hinter der Flut an jungen Spielern steht vor allem ein wirtschaftlicher Zwang. Nach "Merkur"-Informationen müssen die Löwen ihren Spieleretat zur neuen Saison deutlich reduzieren. Statt zuletzt rund 6,3 Millionen Euro sollen künftig nur noch etwa 4,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Löwen wollen aus dieser finanziellen Not eine Tugend machen – getreu dem Motto "Jugend forscht".
Die U21-Mannschaft der Sechzger führt aktuell die Tabelle der fünftklassigen Bayernliga Süd an. Hier drängen sich zahlreiche Spieler auf. Sportgeschäftsführer Manfred Paula kennt sie bestens, schließlich leitete er zuvor sechs Jahre lang das NLZ der Münchner. Der 61-Jährige hat sich auf die Fahnen geschrieben, die traditionell ohnehin schon gute Durchlässigkeit zu den Profis weiter zu erhöhen.
Gleichzeitig stehen trotz der acht Abgänge bereits 22 Profis für die kommende Saison unter Vertrag, darunter auch etliche erfahrene Spieler wie Kevin Volland, Florian Niederlechner und Thomas Dähne. Trainer Markus Kauczinski kann also durchaus auf ein bestehendes Gerüst zurückgreifen. "Zum Stamm werden wir uns punktuell verstärken. Ich bin überzeugt, dass wir gute Spieler für uns gewinnen können", äußert sich Trainer Markus Kauczinski. "Wir sind nach wie vor eine gute Adresse in der 3. Liga."
Mit Blick auf die Abgänge erklärt der erfahrene Coach: "Veränderungen brauchen Raum." Nur so könne auch etwas Neues entstehen. Fraglich ist derzeit, ob Top-Torjäger Sigurd Haugen Teil dieses Neuaufbaus sein wird. Der 16-Tore-Stürmer hat dem Vernehmen nach das Interesse mehrerer Zweitligisten auf sich gezogen, darunter der VfL Bochum und Dynamo Dresden. Der 28-Jährige steht noch bis 2027 unter Vertrag und bekannte sich zuletzt zu den Löwen. Ausgang offen.







































