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·10 de marzo de 2026

Magie mit System: Wie der FC Bayern Atalanta dominierte

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Es sollte eine „Notti magiche“ werden, eine magische Nacht – so jedenfalls hatten es die Anhänger von Atalanta auf ein riesiges Transparent geschrieben, das sie vor Anpfiff in der Kurve entrollten. Die magische Nacht aber in diesem Achtelfinale der Champions League in Bergamo, die erlebte nur der FC Bayern: Mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration zeigte der deutsche Rekordmeister den Italienern bereits nach 25 Minuten die Grenzen auf und führte mit 3:0. Mit einem 6:1-Endstand treffen sich beide Mannschaften kommenden Mittwoch in der Allianz Arena wieder fürs Rückspiel.

„Das war die Leistung, die wir uns gewünscht haben“, freute sich Vincent Kompany, der Cheftrainer: „Ich würde sagen, wir hätten vielleicht sogar noch ein oder zwei Tore mehr schießen können. Ich glaube, wir waren das ganze Spiel offensiv sehr gefährlich. Es war eine gute Mischung: mal den Ball einfach in die Füße bekommen, aber auch mal in die Tiefe laufen. Das hat heute wehgetan.“


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Bis zur Pause sammelte der Gast bereits 14:2 Torschüsse, lief fünf Kilometer mehr als Bergamo und besaß auch deutlich mehr Ballbesitz als die Italiener, die in den Playoffs noch Borussia Dortmund mit 4:1 und 0:2 aus dem Europapokal geworfen hatten. Die Treffer und die zahlreichen Torchancen der Bayern aber hatten sehr bald jegliches Selbstvertrauen aus Atalanta entweichen lassen wie Luft aus einem Ballon, in den man drei Nadeln sticht. Bayern bestimmte fast aufreizend deutlich den Rhythmus der Partie, drosselte nach Belieben das Tempo oder zog es dann urplötzlich wieder an, wenn sich eine Lücke auftat. „Bemerkenswert“, lobte Max Eberl, der Sportvorstand: „Du hast von der ersten Minute an gemerkt, was wir uns vorgenommen haben. Du hast von der ersten Minute an gemerkt, was die Idee ist, was der Plan ist, was die Bereitschaft war. Damit haben wir sie einfach erdrückt. Dann haben wir auch sehr effiziente Tore gemacht. Es war eine beeindruckende Leistung der Mannschaft.“

Schwächen schamlos offen gelegt

Lücken gab es gerade im Zentrum der Defensive bei Bergamo einige. Durch clevere Läufe legten die Gäste immer wieder die Schwächen der ballorientierten Manndeckung der Italiener schamlos offen, immer wieder sprinteten Bayern-Angreifer in diese Räume und wurden mustergültig von ihren Nebenmännern bedient. So war bald das einzige Manko auf Münchner Seite bald die Chancenverwertung. „Wir haben ihnen keine Luft zum Atmen gegeben“, freute sich Eberl: „Das, was der Trainer ausgearbeitet hat – wenn die Innenverteidiger rausziehen, durch die Läufe unserer Außenverteidiger tief hineinzukommen und die Stürmer reinlaufen zu lassen – ich glaube, heute haben wir wirklich sehr, sehr viel richtig gemacht.“

Atalanta hingegen war weite Strecken mehr als nur unterlegen – während sich Bayern regelrecht in einen Rausch spielte, musste Bergamo einen Klassenunterschied anerkennen und hätte sich selbst über eine noch deutlicheren Niederlage nicht beschweren dürfen. Mittelpunkt vieler Offensivaktionen: Michael Olise. Der Franzose war an allen Treffern der ersten Hälfte beteiligt, bereitete eines direkt vor und traf je einmal in Hälfte eins und in Hälfte zwei selbst. Mit 36 Scorerpunkten (14 Tore, 22 Assists) schob sich Olise an die Spitze aller Flügelspieler aus Europas Top-Fünf-Ligen. Selbstredend fast, dass er die meisten Torvorlagen der Champions League-Saison bis hierhin sammelte.

Zwei Spieler fehlen mit Gelbsperre

Auch in Hälfte zwei dachte Bayern gar nicht daran, einen Gang zurückzuschalten und den Gegner, der am kommenden Mittwochabend zum Rückspiel in die Allianz Arena muss, zu schonen: 24:5 Torschüsse sammelte der Gast bis Abpfiff. Allerdings werden dann Michael Olise und Joshua Kimmich fehlen, beide werden ihre Gelbsperren absitzen. Damit ist einzig Dayot Upamecano weiter mit Gelb vorbelastet.

Noch aber durften sie alle mitspielen: Nach Ballgewinn in der Defensive lief der eingewechselte Alphonso Davies auf und davon, über den starken Luis Díaz landete der Ball bei Nicolas Jackson, der zum 4:0 traf und damit auch die allerletzten Hoffnungen auf eine irgendwie geartete Restchance bei den Italienern beendete. „Besser geht’s fast nicht“, freute sich Aleksandar Pavlović: „Wir hätten am liebsten die Null hinten gehabt, aber es ist ein Top-Ergebnis und ein Top-Spiel. Wir waren einfach von Anfang an da. Wir wussten, was uns erwartet und haben das Spiel überragend angenommen. Eigentlich haben wir nach vorne wie nach hinten alles überragend gemacht heute. Ich glaube, deswegen ist das Ergebnis auch so klar.“ Erneut der Mann des Abends, Michael Olise, und Jamal Musiala auf Zuspiel von Jackson setzten mit dem 5:0 und 6:0 die Schlusspunkte unter eine mehr als eindrucksvolle Leistung.

Drei angeschlagene Bayern mussten vom Feld

Die bekam in der Schlussphase aber noch ihre Schreckmomente: Eine Unachtsamkeit in der Defensive reichte, dass Atalanta vor ihrem unerschütterlich singenden Anhang einmal gefährlich vor den Bayern-Strafraum kam und mit dem erst dritten Schuss aufs Bayern-Tor zum 1:6-Endstand erfolgreich war. Beim Versuch, das Gegentor noch zu verhindern, verletzte sich Jonas Urbig und konnte nicht weitermachen. Kurz zuvor waren auch Alphonso Davies und Jamal Musiala angeschlagen vom Feld gegangen.

„Wir sind angefressen, das hätten wir uns nicht gewünscht“, ärgerte sich Raffaele Palladino, Atlanta-Coach: „Wir haben vielleicht gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt. Gratulation an sie und ihren Trainer, sie haben mir imponiert, wir müssen das Ergebnis respektieren. Es tut uns leid für unsere Fans.“

Es sind noch 90 Minuten Rückspiel in München

90 Minuten Rückspiel haben beide Mannschaften allerdings noch zu bestreiten, daran erinnerte auch Joshua Kimmich: „Es ist ja klar, es ist erst mal ein Hinspiel. Wir wussten, dass ein 3:0 zur Halbzeit schon ein ordentliches Ergebnis ist. Trotzdem wollten wir es noch deutlicher machen. Das ist uns gelungen und man hat dann auch ein Gefühl auf dem Platz: Man merkt dann, dass der Gegner nicht mehr viel Gegenwehr zu bieten hat.“ Der Kapitän freute sich über einen der höchsten Bayern-Siege in der langen Geschichte des Europapokals und eine wahrlich „Notte magiche“.

Die Stimmen zur Partie bei Atalanta Bergamo:

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