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·14 de julio de 2026
Messi gegen England vor der Titelverteidigung & Torschützenkönig auch noch?

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Lionel Messi steht vor einem seiner ungewöhnlichsten WM-Abende überhaupt. Im Halbfinale gegen England wartet auf Argentinien am Mittwoch um 21.00 Uhr MESZ in Atlanta ein Duell mit besonderer Brisanz, sportlich wie historisch. Für den Weltmeister ist es die nächste Bewährungsprobe auf dem Weg zur Titelverteidigung, für Messi zugleich die Premiere gegen die Three Lions.

Der Schweizer Kapitän Granit Xhaka hilft Argentiniens Superstar Lionel Messi im Viertelfinale der WM 2026 am 11. Juli im Kansas City Stadium auf die Beine. (Luke Hales / Getty Images North America via Getty Images)
England - Argentinien1/2
Mi 15.07. · 21:00 Uhr · ARD
Der Argentinier hat in seiner großen Laufbahn schon nahezu alles erlebt, doch gegen England ist er bislang nie angetreten. Genau das macht das Aufeinandertreffen mit Harry Kane und Co. für ihn besonders. „Es ist ein besonderes Spiel, weil ich zum ersten Mal gegen sie antrete. Gegen alle anderen habe ich schon gespielt, aber noch nie gegen England“, sagte der Superstar vor dem Halbfinal-Kracher am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in Atlanta. „Es ist etwas Besonderes, sich mit dieser Spitzenmannschaft zu messen.“
Für den Titelverteidiger ist es gleichzeitig die bislang größte Aufgabe bei dieser Weltmeisterschaft. Argentinien hat sich auf dem Weg unter die letzten vier vor allem über Messis Brillanz, aber auch mit einer Portion Glück durchgesetzt. Besonders der zähe Viertelfinalsieg gegen die Schweiz steckt der Mannschaft noch in den Beinen. Spielerisch überzeugte der Champion bei diesem Turnier nur selten, in allen drei K.o.-Partien musste das Team an seine Grenzen gehen. Am Ende fand es aber immer wieder einen Weg zum Erfolg.
Messi selbst sieht darin keinen Grund zur Sorge. „Diese Mannschaft wird nicht müde, Geschichte zu schreiben und immer mehr zu erreichen“, sagte er mit Blick auf die neue Chance auf das Endspiel. Für den 37-Jährigen ist es bereits das dritte Mal, dass er bei einer WM unter den besten vier steht. 2014 verlor er mit Argentinien das Finale gegen Deutschland, 2022 folgte der große Titelgewinn.
Diesmal will der Weltmeister erneut ins Endspiel. „Die Mannschaft kämpft und lässt nie nach“, betonte Messi. „Wir wollen immer mehr. Wir werden versuchen, erneut ins Finale einzuziehen.“ Der Plan ist klar, der Weg dorthin aber alles andere als einfach. Auch gegen England dürfte Argentinien wieder viel Widerstand erwarten.
Dass dieses Duell weit über den sportlichen Rahmen hinaus aufgeladen ist, liegt auch an der Vergangenheit beider Nationen. Unvergessen bleiben Diego Maradonas „Hand Gottes“ und sein Solo des Jahrhunderts im WM-Viertelfinale 1986. Später sorgten weitere Kapitel für zusätzliche Reibung, etwa David Beckhams Rote Karte im Achtelfinale 1998. Auch die Fanlager sind sich nicht grün. Beim Viertelfinalerfolg Englands gegen Norwegen in Miami kam es bereits zu Ärger zwischen argentinischen und britischen Anhängern. Entsprechend hat die Polizei im Halbfinalort Atlanta die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.
Auf dem Platz soll dennoch der Fußball im Mittelpunkt stehen, und wieder einmal ist Messi als Unterschiedsspieler gefragt. „Wir müssen versuchen, in bestmöglicher Verfassung anzukommen, um das zu tun, was wir bisher getan haben: uns im Wettkampf zu behaupten und zu kämpfen“, sagte der Angreifer. Zugleich überlagert eine unschöne Debatte das sportliche Ereignis. In den sozialen Medien ist von „VAR-gentinien“ die Rede, dahinter steht der Vorwurf, die FIFA halte Argentinien mit fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen möglichst lange im Turnier. Dazu kursieren im Netz zahlreiche KI-generierte Bilder, auf denen Messi und FIFA-Präsident Gianni Infantino als Liebespaar oder Geschäftspartner gezeigt werden. Ebenfalls verbreitet werden Videos mit realen Szenen, die als angeblicher Beleg für eine Bevorzugung des Weltmeisters dienen sollen.
Die Engländer wollen sich darauf nicht einlassen. Torhüter Jordan Pickford machte vor dem Spiel in Atlanta deutlich, dass sein Team den Fokus behält: „Wir genießen innerhalb des Sports großen Respekt. Ob Entscheidungen zu unseren Gunsten ausfallen oder nicht wir haken das ab, machen weiter und lassen den Fußball für uns sprechen“, sagte er vor dem Showdown am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV): „Genau das haben wir während des gesamten Turniers getan – und daran halten wir fest.“







































