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·20 de enero de 2026
Mögliche Verlängerung mit Manuel Neuer: FC Bayern sieht noch keinen Handlungsbedarf

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·20 de enero de 2026

Die Zukunft von Manuel Neuer bleibt eines der beherrschenden Themen rund um den FC Bayern – und doch gibt es aktuell wenig Grund für Hektik. Sportvorstand Max Eberl hat sich nun erneut öffentlich zur Situation des Kapitäns geäußert und dabei einen klaren zeitlichen Rahmen skizziert. Gespräche über eine mögliche Verlängerung sollen bewusst nicht überstürzt werden, sondern erst gegen Ende der Saison stattfinden.
„Manu wird im März 40. Die Art und Weise, wie Manu aktuell performt, ist Weltklasse“, erklärte Eberl im Interview mit der BILD. Für den 52-Jährigen steht außer Frage, dass der Torhüter sportlich weiterhin auf höchstem Niveau agiert. Entscheidend sei jedoch ein anderer Faktor: „Irgendwann ist der Körper nicht mehr bereit für Profifußball, aber das ist bei Manu im Moment noch nicht der Fall.“ Genau deshalb sieht der FC Bayern derzeit keinen Handlungsdruck.
Statt vorschneller Entscheidungen setzt Eberl auf Ruhe und Timing. „Wir sind entspannt. Gegen Ende der Saison, April, Mai, werden wir sprechen und sehen, wie es weitergeht. Im Moment macht er es unglaublich gut“, stellte der Sportvorstand klar. Der aktuelle Vertrag des Torhüters läuft im Sommer 2026 aus – es besteht also keinerlei akuter Zugzwang.
Diese Gelassenheit passt zur aktuellen sportlichen Situation. Die Bayern dominieren die Bundesliga, stehen national wie international stabil da und können es sich leisten, zentrale Personalfragen ohne öffentlichen Druck zu klären. Gerade bei einer Vereinsikone wie Neuer will man nichts überstürzen.
Bereits vor dem deutlichen Auswärtssieg in Leipzig hatte Eberl öffentlich zur Neuer-Zukunft Stellung bezogen. Damals wurde er im TV-Interview direkt auf eine mögliche Verlängerung angesprochen, nachdem Lothar Matthäus mit Blick auf den starken Saisonverlauf angemerkt hatte, nun müsse „nur noch mit Manuel Neuer verlängert werden“. Eine klare Zusage vermied Eberl bewusst.

Foto: IMAGO
Stattdessen reagierte der Bayern-Boss mit einem Augenzwinkern und verwies auf Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit. „Ich bin ja für dieses Interview gebrieft worden. Da war eine Zeile: ‚Hast du gelernt aus Thomas Müller?‘ Dann wisst ihr ja, was jetzt kommt“, sagte Eberl. Hintergrund ist der Umgang mit Thomas Müller, dessen öffentlich in Aussicht gestellte Vertragsverlängerung Anfang 2025 später von Ehrenpräsident Uli Hoeneß kassiert worden war. Seitdem agiert die Klubführung deutlich zurückhaltender bei öffentlichen Personalzusagen.
Entsprechend fiel auch Eberls weiteres Statement aus: „Wir werden in Ruhe abwarten. Der Manu soll erstmal 40 werden. Darüber gut drüber rutschen. Dann schauen wir mal, was passiert.“ Eine klare Botschaft: Der FC Bayern möchte die Entscheidung gemeinsam mit dem Spieler treffen – zum richtigen Zeitpunkt und ohne äußeren Druck.
Auch Manuel Neuer selbst hält sich mit klaren Aussagen zurück. Bereits im Dezember hatte der 39-Jährige betont, dass es für ihn vor allem um den eigenen Körper gehe. „Es geht wirklich dann auch um den Moment, um zu sagen, okay, wie geht es meinem Körper? Was macht die Gesundheit? Macht es Sinn, weiterzumachen? Und diese Entscheidung, die muss ich noch ein bisschen herauszögern“, erklärte der Kapitän damals und stellte eine persönliche Entscheidung „Richtung Ende März, April“ in Aussicht.
Nach seinem starken Auftritt in Leipzig, bei dem er mit einer spektakulären Parade gegen Yan Diomande glänzte, wurde Neuer erneut auf seine Zukunft angesprochen. Auf die Frage, ob er nach solchen Aktionen überhaupt ans Aufhören denken könne, antwortete er gewohnt nüchtern: „Wir werden sehen. Das kann ich jetzt noch nicht beantworten. Aber es war natürlich wichtig.“
Alles deutet darauf hin, dass Spieler und Klub in dieser Personalie vollkommen synchron agieren. Keine öffentlichen Ultimaten, kein unnötiger Druck – sondern ein gemeinsamer Entscheidungsprozess. Beim FC Bayern weiß man: Bei Manuel Neuer geht es nicht um irgendeinen Vertrag, sondern um das Ende oder die Fortsetzung einer Ära.
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