90min
·2 de abril de 2026
Nach Rassismus-Skandal gegen Vini Jr.: Prestianni bricht sein Schweigen

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·2 de abril de 2026

Es war der Aufreger am letzten Spieltag der Ligaphase in der Champions League. Benfica Lissabons Gianluca Prestianni soll Vini Jr. rassistisch beleidigt haben. Genau geklärt werden konnte das allerdings nicht, da sich der Argentinier das Trikot über den Mund hielt, weshalb man nicht erkennen konnte, was er zu dem Flügelspieler von Real Madrid gesagt hat.
Die Welle der Empörung, die ihm entgegen schlug, war enorm. Prestianni hatte sich seit dem Vorfall jedoch größtenteils in Schweigen gehüllt – bis jetzt. Denn nun hat der Argentinier erstmals erklärt, was genau er zu Vini sagte.
In der Öffentlichkeit verbreitete sich auch wegen der Kommentare von Vinis Teamkollegen schnell die Vermutung, dass Prestianni Vini als "mono (zu deutsch Affe) bezeichnet hatte. Das sei jedoch falsch, erklärte Prestianni.
Laut ihm handelte es sich um eine verwechselte Beleidigung. Anstelle des spanischen Wortes "mono", habe er Vinicius Jr. als "cagón" (Feigling) und mit dem homophoben Schimpfwort "maricón" (Schwuchtel) bezeichnet, behauptete der Flügelspieler.
Prestianni zufolge ist es in Südamerika gang und gäbe, solche Sticheleien auszuteilen. "Für uns Argentinier ist es eine normale Beleidigung, ‚cagón‘ oder ‚maricón‘ zu sagen", erklärte er. Gleichzeitig griff er Kylian Mbappé an und sagte, dass ihn dieser während des Spiels als "puto racista" (verdammter Rassist) bezeichnet habe.
"Sie nennen mich einen Rassisten, obwohl ich nie einer war und es auch nie sein werde. Sie beleidigen dich, um dich aus dem Konzept zu bringen, aber ich würde niemals darauf reagieren; im Gegenteil, es geht darum, sich auf dem Spielfeld zu beweisen", erklärte er und ließ damit kein gutes Haar an den Real-Spielern.
Die vielen Vorwürfe und Beleidigungen, die er nach jenem Spiel erhielt, gingen jedoch auch nicht spurlos an ihm vorbei: "Es tat weh, dass sie mir etwas vorwarfen, was ich nie getan habe – das hat am meisten wehgetan. Ich bin sehr entspannt, denn jeder, der mich kennt, weiß, was für ein Mensch ich bin, und das reicht mir. Sie haben mich ohne jegliche Beweise bestraft, aber das ist jetzt Vergangenheit."
Ganz vorbei ist es allerdings noch nicht. Die UEFA muss noch ein endgültiges Urteil über Prestiannis Strafe fällen. Da er einen Verstoß gegen Artikel 14, der besagt, dass man die Menschenwürde nicht verletzen darf, praktisch zugegeben hat, beträgt die Mindeststrafe eine Sperre von zehn Spielen.


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