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·30 de abril de 2026
Nach Saisonaus: Werder muss das Kapitel Weiser schließen – und zwar endgültig

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·30 de abril de 2026

Werder Bremen steht dicht vor dem Klassenerhalt – angesichts der katastrophalen Transferpolitik vom vergangenen Sommer ein enormer Erfolg. Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz holte neben Samuel Mbangula vor allem Leihspieler, von denen ein Großteil allerdings floppte.
Yukinari Sugawara gehörte nicht dazu. Der Japaner kam als Ersatz für den verletzten Mitchell Weiser und machte den 31-Jährigen vergessen. Weiser selbst stand nach seinem Kreuzbandriss, den er sich im Juli 2025 zuzog, immer noch nicht wieder auf dem Platz – und wird das auch nicht mehr.
Es ist nie ein gutes Zeichen, wenn Spieler ihren Comeback-Zeitpunkt immer weiter nach hinten verschieben müssen. David Alaba ist dafür ein gutes Beispiel. Der Österreicher zog sich in der Saison 2023/24 ebenfalls einen Kreuzbandriss zu und brauchte etwas mehr als ein Jahr für sein Comeback.

David Alaba brauchte lange, um sich zu erholen | NurPhoto/GettyImages
Danach kam er nie wieder auf sein vorheriges Niveau und wird Real nun im Sommer verlassen. Weiser ist in einem ähnlichen Alter wie Alaba und auch er musste sein Comeback zuletzt immer wieder nach hinten verschieben. Zunächst hieß es, dass er im April zurückkommt, jetzt wird aus einer Rückkehr in dieser Saison gar nichts mehr. Das sollte Werder enorm zu denken geben. Die Grün-Weißen machten erst in dieser Saison mit Victor Boniface schmerzhafte Erfahrungen, was verletzte Spieler angeht.
Angesichts des auslaufenden Vertrags sollte Werder sich deshalb im Sommer von Weiser trennen. Sein Gehalt von knapp drei Millionen Euro kann man einfach besser verwenden. Zudem weiß niemand in welcher Verfassung Weiser auf den Platz zurückkehren wird. Als er sich verletzte, war er unangefochtener Leader und einer der besten Spieler Werders – wäre er das nach seinem Kreuzbandriss immer noch?Das weiß niemand, aber Bremen kann sich schlicht nicht das Risiko erlauben, so viel Geld in einen Spieler zu investieren, bei dem keiner weiß, wie und vor allem wann er zurückkommt. Dafür hat der Kader zu viele Baustellen, die man durch Weisers hohes Gehalt zumindest teilweise lösen könnte.

Sugawara sollte unbedingt gehalten werden | DeFodi Images/GettyImages
Gleichzeitig hat Sugawara gezeigt, dass er ein mehr als würdiger Ersatz ist. Statt mit Weiser zu verlängern sollte man also stattdessen alles tun, um den Japaner fest zu verpflichten. Er wäre die perfekte Lösung. Der 1,79 Meter große Japaner ist in dieser Saison gewissermaßen das, was Weiser in den letzten Jahren war: Ein Vorbild an Verlässlichkeit. 29 von bisher 31 Spielen absolvierte Sugawara und lieferte in einer inkonstanten Mannschaft zumeist noch mit am besten ab.
Deshalb sollte bei Werder die Devise sein: All in bei Sugawara! Ihm muss unter normalen Umständen die Zukunft in der Rechtsverteidigung gehören. Und deshalb sollte Werder im Sommer auch den Fokus auf ihn und seine Festverpflichtung legen – und nicht auf Weiser und eine mögliche Verlängerung.







































