Fussballnationalmannschaft.net
·23 de junio de 2026
Portugal bei der WM 2026 & die Frage: Ohne Ronaldo besser?

In partnership with
Yahoo sportsFussballnationalmannschaft.net
·23 de junio de 2026

Beim enttäuschenden Auftakt der Portugiesen blieb Cristiano Ronaldo ohne Wirkung, und damit bekam die Debatte um seine Rolle neuen Auftrieb. Nach dem 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo stellte sich in Houston einmal mehr die Frage, ob Portugal ohne seinen 41 Jahre alten Kapitän nicht besser dran wäre.

Portugals Superstar Cristiano Ronaldo winkt während des Aufwärmens vor dem Gruppenspiel K der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gegen die DR Kongo am 17. Juni 2026 im Houston Stadium in Houston, Texas, in Richtung der Tribüne. Molly Darlington / Getty Images
Portugal – UsbekistanK
Di 23.06. · 19:00 Uhr · ARD
Der Abgang des Superstars nach dem Schlusspfiff passte ins Bild. Während seine Mitspieler noch eine Ehrenrunde drehten, verschwand Ronaldo frustriert in der Kabine. Auf dem Platz hatte er zuvor kaum Spuren hinterlassen, und auch die Gegenspieler schienen ihn nicht mehr in dem Maße zu fürchten wie früher.
Die portugiesische Tageszeitung Público fand für den Auftritt deutliche Worte: „Das Team, dem es an Vertikalität mangelte, war seinem Vertrauen in Ronaldo ausgeliefert. Doch Vertrauen allein genügt nicht – erst recht nicht im aktuellen Ronaldo“. Auch Expresso schrieb von einem „wirkungslosen“ Auftritt und spielte mit der Schlagzeile: „Houston, wir haben ein Problem“.
Die neue Kritik kommt nicht aus dem Nichts. Beim Europameister von 2016 ist Ronaldo seit längerer Zeit ohne großen Turniertreffer. Sein letztes Tor bei einem großen Wettbewerb liegt inzwischen zehn Spiele und 802 Minuten zurück. Bei der WM 2022 in Katar traf er zum Auftakt noch per Elfmeter, danach blieb der erhoffte Jubel ebenso aus wie bei der EM 2024 in Deutschland. Millionen Fans warteten vergeblich auf das typische „Siuuu“.
Auch gegen Kongo sprach die Statistik gegen ihn. Ronaldo verbuchte keinen Schuss aufs Tor, keine erfolgreiche Einzelaktion im Dribbling, keinen entscheidenden Pass und sogar weniger Ballkontakte als Kanos Torhüter Lionel Mpasi-Nzau, der auf 35 kam. Ronaldo selbst kam nur auf 25 Kontakte.
Sichtlich getroffen lehnte der Kapitän nach dem Spiel sämtliche Interviewanfragen ab und ging im Block seiner Mitspieler an den rund 60 wartenden Journalisten vorbei aus dem Stadion. Später meldete er sich in den sozialen Medien zu Wort und schrieb: „Es war nicht der Start, den wir wollten, aber das ist noch lange nicht zu Ende. Kopf hoch und Fokus auf das nächste Spiel“.
Besonders schmerzhaft dürfte für ihn gewesen sein, dass andere Großstars am ersten Vorrundenspieltag glänzten. Erling Haaland, Kylian Mbappé und Harry Kane trafen jeweils doppelt, während ausgerechnet Lionel Messi sogar dreimal erfolgreich war. Ronaldo wirkte dagegen fehl am Platz.
Auch von Seiten des Gegners kam eine nüchterne Einschätzung. Ngal Ayel Mukau sagte: „Wir wissen, dass er nicht mehr derselbe ist wie früher. Er ist ein bisschen älter jetzt“, und erklärte zudem, eine besondere Manndeckung habe es „nicht wirklich“ gebraucht.
Nationaltrainer Roberto Martínez wollte das Resultat nicht überbewerten. „Es ist besser, in der Gruppenphase so eine Leistung zu zeigen und sich noch deutlich zu verbessern, denn die Einstellung war sehr gut“, sagte der 52-Jährige. Die frühe Führung durch Joao Neves in der 6. Minute hatte Yoane Wissa in der fünften Minute der Nachspielzeit vor der Pause ausgeglichen.
Martínez, der seinen Posten nach der WM abgeben wird, muss nun eine heikle Frage beantworten. Bleibt Ronaldo auch gegen Usbekistan die zentrale Figur des Teams? Die spanische Marca schrieb, die historische Last, Cristiano Ronaldo in guten wie in schlechten Zeiten auf dem Platz zu halten, liege schwer auf Portugal und helfe sicher nicht. Damit war der Stotterstart in der Astronautenstadt treffend beschrieben.







































