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·3 de febrero de 2026
"Positive Energie": Wie Dabrowski den FCE vor dem Abstieg retten will

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Mit Christoph Dabrowski hat der FC Erzgebirge Aue am Dienstag seinen neuen Cheftrainer als Nachfolger von Jens Härtel vorgestellt. Bei seiner Vorstellung erklärte der 47-Jährige, wie er die Veilchen vor dem Abstieg retten will. Auf weitere Verstärkung für den Kader kann er allerdings nicht setzen.
Am Ende ging alles ganz schnell: Nur wenige Stunden nach der Freistellung von Trainer Jens Härtel am Samstagvormittag nahm Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat Kontakt zu Christoph Dabrowski auf, den er noch aus gemeinsamen Jahren bei Hannover 96 kennt. Noch am Samstagabend setzte sich der 47-Jährige ins Auto, führte am Sonntag die Vertragsgespräche und unterschrieb anschließend das entsprechende Arbeitspapier. Innerhalb von nur 30 Stunden hatten die Veilchen damit einen neuen Trainer gefunden. "Christoph war mein erster und einziger Vorschlag, weil ich weiß, wie er arbeitet und mit den Spielern umgeht", berichtete Tarnat bei einer Pressekonferenz am Dienstagmittag.
Dabrowski selbst betonte, nicht lange überlegt zu haben, den Posten anzunehmen. Trotz der "schwierigen" und "herausfordernden" Situation habe er sich bewusst entschieden, "Verantwortung zu übernehmen". Für ihn gehe es nun darum, "alle Kräfte zu bündeln" und in den verbleibenden 16 Spielen "diesen Verein und die Region in der Liga zu halten". Ein zentraler Ansatz ist für Dabrowski die Arbeit an der Mannschaft über Energie und Kommunikation. Er wolle "der Mannschaft einfach eine positive Energie geben" und mit "Unbekümmertheit von außen" sowie "einer gewissen Leichtigkeit" der spürbaren Negativität der letzten Wochen und Monate entgegenwirken. Dazu will er stark auf Gespräche setzen: "Es geht viel über Kommunikation, es geht viel über Bestärken."
Grundlage seiner Überzeugung ist die Bewertung des Kaders. Dabrowski betonte, dass "die Qualität vorhanden ist" und er davon überzeugt sei, dass die Mannschaft "auf jeden Fall in der 3. Liga bleiben" könne. Auch die Rahmenbedingungen hätten ihn gereizt: Stadion, Kabine und Trainingsmöglichkeiten seien "top Bedingungen“, hier könne man "super arbeiten". Sportlich will Dabrowski zunächst Stabilität erreichen, um die Gegentoranfälligkeit zu reduzieren. Besonders bei Standards und in den "Basics des Verteidigens" müsse die Mannschaft wacher werden und "das Tor mit aller Macht verteidigen". Gleichzeitig sieht er, dass "das Potenzial offensiv schon vorhanden ist".
Seine Arbeitsweise beschrieb Dabrowski, der sich das Spiel gegen Havelse im Fernsehen angeschaut hatte, als "harte Arbeit und viel Kommunikation". Wichtig seien dabei ein klares Rollenverständnis und eine funktionierende Hierarchie innerhalb der Mannschaft. Taktisch will er flexibel bleiben und nicht zwingend im bisher sowohl von ihm selbst als auch bei den Veilchen praktizierten 4-2-3-1 agieren, strebt aber auch "eine gewisse Kontrolle mit dem Ball“ an. Zudem möchte er der Mannschaft schrittweise "mutigen Fußball" mitgeben. Entscheidend sei zunächst "eine Geschlossenheit“ und "das Gefühl, dass wir eine enge Mannschaft sind". Kurzfristig gehe es darum, den Spielern "klare einfache Lösungen an die Hand zu geben" und "die beste, stabilste Mannschaft auf den Platz" zu bringen, um ein Spiel zu zeigen, "wo wir die Chance haben, auch Punkte in Aue zu behalten".
Auf weitere Verstärkung für den Kader kann Dabrowski allerdings nicht setzen, die Veilchen sind am letzten Transfertag nicht mehr tätig geworden. Zwar seien laut Tarnat am Montag noch einige Gespräche mit Spielern geführt worden, jedoch hätten diese "aus verschiedensten Gründen" abgesagt. Damit bleibt Vincent Ocansey der einzige Winter-Neuzugang. "Wir haben alles versucht, die Spieler hier hinzubekommen, das ist uns aber nicht gelungen." Die Konsequenz daraus sei gewesen, den Fokus auf den bestehenden Kader zu legen. "Dann müssen wir die Kräfte bündeln und der Mannschaft das Vertrauen geben." Entscheidend sei nun, "die PS auf den Platz zu kriegen“.
Er sei überzeugt davon, "dass der den Hebel finden wird", komme er doch unbefleckt von außen kommt und sei "ein Stück weit mehr unvoreingenommen", so Tarnat. Von der Mannschaft erwartet der Ex-Profi zudem eine andere Körpersprache als nach den Rückschlägen gegen Havelse am vergangenen Freitag. Auch der Auftrag an Dabrowski, der auf das bestehende Trainerteam setzen wird, ist klar: "Wir müssen punkten." Am besten schon am Samstag im Kellerduell gegen den 1. FC Saarbrücken. Mit einem Sieg würde Aue an den Saarländern vorbei ans rettende Ufer springen. Es wäre der perfekte Einstand für Dabrowski und würde Rückenwind für die weitere Saison geben.








































