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·17 de julio de 2026
Pressestimmen Spanien – Argentinien vor dem WM-Finale: „Der Erbe gegen den Meister“

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Zwei Tage vor dem WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien dreht sich die Fußballwelt um ein Foto aus dem Jahr 2007: Lionel Messi, damals 20, badet in der Kabine des Camp Nou einen sechs Monate alten Säugling. Das Baby heißt Lamine Yamal. Am Sonntag (21:00 Uhr MESZ, live im ZDF und bei MagentaTV) stehen sich beide erstmals auf einem Fußballplatz gegenüber, im MetLife Stadium vor den Toren New Yorks. Wir haben die Presse in Spanien, Argentinien, Deutschland und international gelesen: Das schreiben sie vor dem Endspiel.

Lionel Messi steht mit 39 Jahren im dritten WM-Finale seiner Karriere. (Buda Mendes / Getty Images)
Spanien - ArgentinienFinale
So 19.07. · 21:00 Uhr · ZDF
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Die spanische Presse erzählt das Finale als Stabübergabe. El Español seine Vorschau mit „La final del último Mundial de Messi y el primero de Lamine Yamal“, also dem Finale von Messis letzter und Yamals erster WM, und nennt es ein „Duell der Epochen um den Thron des Fußballs“. Über Messi heißt es, er stehe „jetzt bei 21 als der beste Torschütze, den man je gesehen hat“, über Yamal dagegen: „Seine beste Version hat man noch nicht gesehen.“
Noch zugespitzter formuliert es die Barça-nahe Culemania: „El heredero frente al maestro“, der Erbe gegen den Meister. Das Blatt rechnet vor, was ein spanischer Sieg bedeuten würde: Die Mannschaft hätte auf ihrem Weg Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappé und Messi ausgeschaltet, der größte Wurf seit dem Titel von 2010.
Barcelonas Präsident Joan Laporta, dessen Klub acht Finalisten stellt, ordnet das Duell so ein: „Messi ist Vergangenheit und Gegenwart, Lamine ist Gegenwart und Zukunft.“ Zum Stilvergleich sagt er: „Argentinien ist aggressiver, die spanische Auswahl spielt geschlossener, mit einem Stil, der eher dem des Barça ähnelt.“ Der spanische Verband selbst stimmt auf das Duell mit einem Blick in die Geschichte ein. Unter dem Titel „España, Argentina: donde emergen las estrellas“ rechnet die RFEF, wie eng sich beide Nationen seit über sieben Jahrzehnten gegenüberstehen: 14 Duelle, sechs Siege für jede Seite, zwei Unentschieden, 19:18 Tore für Spanien. Das erste Aufeinandertreffen datiert vom 7. Dezember 1952 im Madrider Estadio de Chamartín, Argentinien gewann 1:0. Bei einer WM trafen beide bislang nur ein einziges Mal aufeinander: am 13. Juli 1966 in Birmingham, als ein Doppelpack von Luis Artime das 2:1 für die Albiceleste sicherte. Den höchsten Sieg feierte Spanien am 27. März 2018, ein 6:1 mit einem Dreierpack von Isco.
Die einzige echte sportliche Unsicherheit hat einen Namen. El Nacional „Máxima precaución en España“ und berichtet, Yamal habe drei Tage vor dem Finale mit Verband am linken Oberschenkel separat trainiert, dazu leichte Beschwerden im rechten Knöchel. Pedro Porro fehlte ebenfalls im Mannschaftstraining, muskuläre Überlastung. Beide sollen spielen können, es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme.
El Español außerdem den Trainer, dessen Bilanz kurios ist: vier Turniere, vier Endspiele. Luis de la Fuente gewann seit Dezember 2022 die Nations League und die EM, verlor das Nations-League-Finale 2025 und steht nun im WM-Finale. Mit einem Sieg wäre Spanien zudem alleiniger Rekordhalter, die Serie von 37 Spielen ohne Niederlage entspricht aktuell exakt der italienischen Bestmarke.

Lamine Yamal kann mit 19 Jahren als jüngster Spieler überhaupt EM- und WM-Titel vereinen. (Kevin C. Cox / Getty Images)
In Argentinien liefert Messi die Zitate selbst. Bei Ámbito er sich auf den Gegner ein: „España es una selección enorme, con grandísimos jugadores y con juego“, Spanien sei eine riesige Auswahl mit ganz großen Spielern und mit einer Spielidee. Er kenne die Spieler, habe gegen sie gespielt und verfolge sie: „Mehrere sind bei Barça, dem Klub, den ich liebe und verfolge. Also ein besonderes Spiel.“ Seine Erwartung: „Ein WM-Finale, bei dem ich mir vorstelle, dass alles sehr ausgeglichen wird.“
Perfil für das Duell tief in die Kiste: „Der Fußball hat eine launische Erzählkunst, die sich kein Hollywood-Drehbuchautor getraut hätte zu schreiben.“ Messi sei „der König, der seine Krone verteidigt“, Yamal „der Erbe, der die Geschichte herausfordern will“. Dem 19-Jährigen bescheinigt das Blatt eine „Fähigkeit, Lösungen zu erfinden“, die unweigerlich an die Anfänge Messis erinnere.
Infobae der Frage nach, wie Messi mit 39 Jahren so ein Turnier spielen kann, und liefert Zahlen: acht Tore und vier Vorlagen in sieben Spielen, 24 gelungene Dribblings, in Katar 2022 waren es 15. Seine Spitzengeschwindigkeit stieg laut seinem Ernährungsberater Ismael Galancho von 29,38 auf 30,9 km/h. Messi selbst sagt: „Ich habe mich fast ein Jahr lang auf diese WM vorbereitet.“ Rodrigo de Paul ergänzt: „Seit zwei, drei Monaten bereiten wir uns mit einem Plan darauf vor.“ Der Verband AFA gibt derweil den Ton der Euphorie vor. Dort ist Scaloni mit dem Satz zitiert, der das Selbstverständnis dieser Mannschaft zusammenfasst: „Wir sind einzigartig, und das ist keine Arroganz. Das ist Herz.“ Messi selbst wird auf der Verbandsseite mit den Worten wiedergegeben: „Es ist verrückt, was diese Gruppe geschafft hat: zwei Finals in Folge.“ Und mit Blick auf Sonntag: „Die Leute sollen weiter genießen. Danach möge geschehen, was Gott will.“ Es ist Argentiniens siebtes WM-Finale, gejagt wird der vierte Stern.
Auch die argentinische Presse hat die Freundschaft der Trainer entdeckt. Lionel Scaloni sagt bei Infobae Luis de la Fuente: „Er war mein Lehrer und hat uns, die wir diesen Kurs in Las Rozas machten, enorm geholfen.“ Und weiter: „Ich mag seine Nahbarkeit, und zufällig treffen wir uns heute in einem Finale.“ De la Fuente erwidert: „Ich freue mich sehr darauf, gegen Argentinien zu spielen, wegen der Freundschaft, die ich mit Lionel Scaloni habe. Ich bin fußballerisch sein Bewunderer, und er ist ein großartiger Mensch.“
Präsident Javier Milei bleibt derweil zu Hause, aus Aberglaube. Perfil ihn mit den Worten, er werde das Finale wie alle Spiele von der Residenz in Olivos aus sehen, in seiner YPF-Jacke: „Ich schwitze wie ein Verurteilter, aber das einzige Mal, als ich sie auszog, bekamen wir ein Tor.“ Und mit Blick auf den möglichen Jubel fügt er hinzu: „Die Politik darf sich die WM nicht aneignen.“
International liefert das Badewannen-Foto den Aufhänger. ESPN den Fotografen Joan Monfort aufgetrieben, der die Szene 2007 einfing: „Messi ist sehr introvertiert und schüchtern. Er betrat die Kabine und fand eine mit Wasser gefüllte Plastikwanne vor, mit einem Baby darin. Anfangs wusste er gar nicht, wie er ihn halten sollte.“ Yamals Vater, der die Bilder Jahre später veröffentlichte, nennt sie „den Beginn zweier Legenden“. Yamal selbst sagte bei DAZN Spanien, das Foto sei „irre“, und auf die Frage, ob es das Bild des WM-Finales sein könne: „Hoffentlich.“
Eurosport Italia das schönste Bild für die Fallhöhe: „Es ist, als hätte Michael Jordan einen kleinen LeBron James gebadet, das ist absurd.“ Und Thierry Henry schwärmt bei FOX Sports: „Was will man mehr? Europameister gegen Südamerikameister und Weltmeister. Lamine Yamal gegen Lionel Messi. Die Zukunft, und dieser Typ ist die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und für immer.“
In Deutschland rechnet ran schon weiter: Messi sei auf dem Weg zum neunten Ballon d’Or, „große Spieler entscheiden große Spiele“, und der Superstar zeige „selbst mit 39 Jahren kaum Abnutzungserscheinungen“. Beide Titel, individuell und mit dem Team, könne nur noch Spanien verhindern. ZDFheute zwei Premieren hervor: Noch nie stand in einem WM-Finale der Titelverteidiger dem Europameister gegenüber, und erstmals seit fast einem halben Jahrhundert steht kein Spieler des FC Bayern im Endspiel. Die italienische Agentur ANSA derweil eine Messi-Marke nebenbei: Er bestreitet sein drittes WM-Finale und wäre der erste Spieler überhaupt, der in allen dreien in der Startelf stünde.
Das Endspiel läuft am Sonntag ab 21:00 Uhr MESZ live und kostenlos im ZDF, die Vorberichte starten um 19:30 Uhr. Parallel zeigt MagentaTV das Finale ab 18:30 Uhr in UHD/4K. Unsere Einschätzung zum Ausgang steht in der Prognose zum WM-Finale, alle Fakten zum Spiel in den Fragen und Antworten zum Finale.







































