Pyro-Technik in der Regionalliga? BFV-Präsident Kern: "Es gilt die Nulltoleranz-Politik" | OneFootball

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·22 de julio de 2026

Pyro-Technik in der Regionalliga? BFV-Präsident Kern: "Es gilt die Nulltoleranz-Politik"

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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Die Löwen-Fans haben in den vergangenen Jahren ein halbes Vermögen abgefackelt – bezahlt hat die Zeche die inzwischen im vorläufigen Insolvenzverfahren befindliche Fußballfirma KGaA des TSV 1860. Allein in der Saison 2025/26 summierten sich die Strafen auf 190.040 Euro. In der Spielzeit davor waren es 131.395 Euro, 2023/24 weitere 124.750 Euro – insgesamt also mehr als 446.000 Euro für den Pyro-Spaß der eigenen Anhänger.


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Die spannende Frage lautet nun: Machen die Ultras auf diesem Niveau weiter – oder nehmen sie künftig Rücksicht auf die neugegründete Spielbetriebs-GmbH, die am 1. August in der Regionalliga Bayern an den Start geht?

BFV-Präsident Christoph Kern machte jetzt gegenüber der “tz” unmissverständlich klar, welche Botschaft er allen Regionalligisten mit auf den Weg gibt: “Eine glasklare: Beim BFV gilt die Nulltoleranz-Politik. Ich bin nicht bereit, für einzelne Idioten den Kopf hinzuhalten, die andere gefährden.”

Kern wird noch deutlicher: “Wenn ein Spiel wegen Pyrotechnik oder anderem Zuschauerfehlverhalten länger als fünf Minuten unterbrochen werden muss, sieht unsere Spielordnung zwingend einen Punktabzug vor. Wir haben bereits gezeigt, dass wir solche Sanktionen auch verhängen.” In der vergangenen Saison belegte der BFV die zweite Mannschaft des FC Bayern wegen Zuschauerfehlverhaltens mit hohen Geldstrafen und einem Punktabzug.

Warum der BFV härter durchgreift als der DFB, erklärt Kern so: “Weil die Voraussetzungen völlig andere sind. In Arenen wie in Dortmund oder München stehen jede Menge Feuerwehr, Sanitäter und Polizei bereit. In Buchbach oder Vilzing sieht das ganz anders aus. Auf unseren Plätzen geht es in der Regel deutlich enger zu. Deshalb tragen wir eine andere Verantwortung für alle Besucherinnen und Besucher.”

Dass durch das Fehlverhalten der eigenen Fans Meisterschaften oder Abstiege entschieden werden könnten, ist Kern bewusst: “Das will niemand. Aber wenn Warnungen und Geldstrafen nichts ändern, müssen irgendwann sportliche Konsequenzen folgen.”

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