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·9 de enero de 2026

Rückblick: Als Fenerbahçe den Supercup nach einer Minute boykottierte

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Am Samstagabend treffen Galatasaray und Fenerbahçe im Supercup-Finale aufeinander. Das weckt Erinnerungen an das zurückliegende Endspiel der beiden Schwergewichte, welches bis heute als ein Kapitel der Schande für den türkischen Fußball gilt. Nach nur einer Minute wurde das Derby damals von Fenerbahçe mutwillig abgebrochen. 

Dass das Spiel nicht normal ablaufen würde, war am 07. April 2024 bereits am Nachmittag klar. Da bestätigte Fenerbahçes damaliger Vizepräsident Erol Bilecik, dass man nur den Nachwuchs zum Supercup-Match gegen Galatasaray schicken würde, die Partie auch "keine 90 Minuten dauern" würde. Zuvor benachrichtigte der Klub bereits die eigenen Fans, dass man von einer Anreise zum Spiel abrate.


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Und tatsächlich; Fenerbahçe schickte gegen Galatasaray die U19-Mannschaft aufs Feld, toppte diese Posse aber noch mit einem erzwungenen Spielabbruch. Nach nur einer Minute – als Galatasaray durch einen Blitz-Treffer von Icardi bereits in Führung lag – schlichen die sichtlich beeinflussten und beschämten Nachwuchskräfte der "Kanarienvögel" gemeinsam vom Platz, der Schiedsrichter pfiff sogleich ab.

Dauerstreit mit türkischem Verband im Vorfeld

Vorausgegangen war der Absurdität ein monatelanger Streit zwischen Fenerbahçe und dem türkischen Fußballverband. Wiederholt hatte die Klub-Führung um Ex-Boss Ali Koc betont, sich ungerecht behandelt zu fühlen. Was das Fass zum Überlaufen brachte, war mit Blick auf ein anstehendes Conference-League-K.o.-Match gegen Piräus eine nicht genehmigte Verlegung des Supercup-Spiels. Außerdem verweigerte der Verband Fenerbahçes Forderung nach einem ausländischen Schiedsrichter. "Um die Wahrheit zu verteidigen" und um auch künftig die eigene Haltung "gegen Gesetzlosigkeit und Ungerechtigkeit starkzumachen", sei man zum Entschluss des Boykotts letztlich gekommen.

Saudi-Skandal als zusätzliche Vorgeschichte

Die Farce vom 07. April 2024 hatte aber schon eine Vorgeschichte. Teil 1 des Supercup-Skandals spielte sich Monate zuvor in Saudi-Arabien ab. Dorthin hatte der Verband das Endspiel verkauft, Galatasaray und Fenerbahçe weigerten sich aber wenige Stunden vor Anpfiff das Spielfeld zu betreten. Der Grund: Saudi-Arabiens Ausrichter sollen den Mannschaften verboten haben, beim Aufwärmen T-Shirts mit dem Aufdruck von Türkei-Gründer Mustafa Kemal Atatürk zu tragen.

Foto: Ahmad Mora / Getty Images

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