Rund um den Brustring
·6 de febrero de 2026
Rund um das Spiel bei St.Pauli

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·6 de febrero de 2026

Während die VfB-Fans im wilden Süden den Einzug ins Pokal-Halbfinale feiern, muss die Mannschaft zurück in den kalten Norden. Die Reise geht weiter ins Millerntor-Stadion, wo das Kellerkind FC St. Pauli auf die Mannschaft von Sebastian Hoeneß wartet.
Was sollen wir eigentlich noch schreiben über unseren Verein? Wir sind so gut wie im Europapokal, die Champions League steht sperrangelweit offen und wir stehen 90 Minuten davon entfernt, wieder nach Berlin zu fahren. Wir können uns – wie Tim Walter eins sagte – nur selber ein Bein stellen. Damit haben wir leider schon Erfahrung gehabt, denn letztes Jahr sah es ähnlich aus. Wir hatten nur vier Punkt weniger, lagen auf Platz fünf und waren in Schlagdistanz auf die Königsklasse. Am Ende haben wir uns mit Ach und Krach auf Platz 9 gerettet und ohne Pokalsieg würden wir wahrscheinlich viel kritischer auf die Saison blicken. Deswegen ist es wichtig, dass wir dran bleiben und auch gegen kleinere Teams voll durchziehen. Mit St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg kommen drei Gegner, gegen die neun Punkte eigentlich Pflicht sind, wenn wir in de Champions League wollen. Aber mich würden Punktverlust(e ) nicht überraschen. Einerseits weil wir in den letzten zehn Pflichtspielen nur eins verloren haben und irgendwann Mal der berühmt und berüchtigte Ausrutscher kommen muss, andererseits weil wir gleichzeitig gegen Celtic Glasgow spielen müssen.
Gerade das Spiel nach der Auswärtsreise in den Nordwesten Europas könnte sehr strapaziös für unsere Jungs sein. Ich rechne also fest mit einem Ausrutscher spätestens gegen Heidenheim. Doch könnte dieser schon gegen die Boys in brown passieren? Schließlich haben wir letztes Jahr dort nur mit ach und krach gewonnen. Doch sind wir seit dem besser geworden und – nicht respektlos gemeint – St. Pauli ist schwächer geworden. Aus dem vermeintlichen Shootingstar Blessin ist gefühlt eine Lame Duck geworden, für den das Kündigungspapier schon unterschriftsbereit in der Schublade liegt. Gerade die Offensive ist bei den Hamburgern sehr ineffizient. Mit 18 Toren hat man weniger als ein Tor pro Spiel geschossen und ist damit auch die schwächste Offensive der Liga. Ich sehe unabhängig des Ergebnisses schwarz für die Braunen.
Nicht, dass ich ein Abstieg befürworte. Zwar habe ich eine Schwäche für den Rivalen HSV, trotzdem finde ich, dass der FCSP mit seiner bewusst politischen Art eine Bereicherung für die Bundesliga darstellt. Denn der Claim „Politik hat im Sport nichts zu suchen“ ist komplett falsch. Sport ist politisch. Sport ist ein Instrument die Massen an Menschen zu erreichen und mit Sport kann man auf Missstände aufmerksam machen.
Neben den üblichen Verdächtigen fehlt Nartey. Gott sei Dank nicht Ernstes bei ihm, er befindet sich schon im Reha-Training.
Ich erwarte etwas Rotation, doch nicht all zu extrem, da uns keine englische Woche erwartet.
In 19 Bundesligaspielen konnte der VfB sich sich 12 Mal durchsetzen, wohingegen die Kiezkicker drei Mal dreifach punkteten. Zwei der drei Niederlagen fanden am Millerntor statt, wo der VfB insgesamt fünf Mal gewann. Die Mannschaft von Alexander Blessin ist mit dem vorletzten Platz recht gut bedient, schließlich sind sie nach xPoints abgeschlagen auf den letzten Platz. Das liegt vor allem an der schwachen Offensive. Mit 18 Tore ist man die schlechteste Offensive der Liga und hat mit 214 Torschüssen die zweitwenigsten der Liga. Was den Kiezkickern Hoffnung machen sollte, ist die Defensive. Zwar hat man mit 36 Gegentoren
Nverhältnismäßig viele Tore kassiert, lässt jedoch die drittwenigsten Schüsse zu.
Wir gehen als haushoher Favorit ins Spiel und wenn Hoeneß die Rotationsmaschine nicht zu sehr anschmeißt, könnten drei Punkte wirklich drin sein. Das wäre wichtig, um am Spitzentrio dran zu bleiben und um den Abstand zu den Nicht-Europaplätzen auszubauen.
Titelbild: © Selim Sudheimer/Getty Images








































