Rund um den Brustring
·22 de marzo de 2026
Rund um das Spiel in Augsburg

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·22 de marzo de 2026

Der VfB Stuttgart hat nicht viel Zeit sich die Wunden von Porto zu lecken, denn heute Abend muss er bereits zum FC Augsburg.
Ich bin nicht allzu traurig über das Ausscheiden. Schon bei der Auslosung bin ich von zwei sehr schweren Spielen ausgegangen und wusste, wir brauchen zwei Monsterleistungen, um weiterzukommen. Dazu kommt noch, dass wir eigentlich eher unglücklich als verdient ausgeschieden sind. Mit ein bisschen mehr Matchglück am Donnerstagabend könnten wir uns jetzt auf Nottingham Forrest vorbereiten. Aber sei’s drum… Fußball ist kein Spiel der Konjunktive. Wir können uns zudem relativ sicher sein, dass wir auch nächste Saison europäisch unterwegs sein werden. Der Abstand auf Platz 7 beträgt 12 Punkte. Wir müssten im Schnitt 1,5 Punkte pro Spiel auf die Frankfurter Eintracht verlieren, damit sie noch an uns vorbeizieht. Die Frage ist also nicht ob, sondern bei welchem Wettbewerb wir dabei sein werden. OPTA sieht uns mit eine 54%-igen Wahrscheinlichkeit in der Champions League. Ich würde gerne der Analyse vertrauen und mich etwas entspannt zurücklehnen, aber ich kenne unsere Pappenheimer und da kommen wir zum Duell gegen den FCA.
Der FC Augsburg ist irgendwo im Tabellennirgendwo. Nichts, was Augsburg nicht kennen würde. Zu gut für den Abstieg, zu schlecht für Europa. Ich find das sehr lustig irgendwie. Augsburg versucht seit Jahren den Status der grauen Maus der Bundesliga abzulegen und scheitert regelmäßig grandios daran. Zuerst diese Verpflichtung von Ricardo Pepi, der wie ein Weltstar gefeiert wurde und keine zwei Jahre später zu PSV Eindhoven verscherbelt wurde. Letztes Jahr dann die Verpflichtung von Sandro Wagner als Trainer, von dem Augsburg so überzeugt war, dass man den damals recht einflussreichen Sportdirektor Jurendic entließ.
Auch dieses Experiment scheiterte grandios. Schnell wurde Wagner durch Baum ersetzt. Ein typischer Augsburg-Trainer, der den typischen Augsburg-Fußball spielen lässt und natürlich die Kehrtwende. Augsburg wird immer verdammt sein Augsburg zu sein, egal wie sehr man sich dagegen wehrt. Das soll keineswegs negativ sein. Ich mag Augsburg und hoffe nicht, dass sie bald absteigen. Sie haben sich den Platz in der Bundesliga verdient. Diese Kehrtwende lässt mich auch ein bisschen daran zweifeln, ob wir dieses Spiel gewinnen können. Augsburg wirkt stabil, auch wenn die Qualität nicht für Höher reicht. Ich schätze sie als ein besseres Heidenheim ein und wir wissen alle, wie schwer wir es gegen die Ostälbler hatten. Ich befürchte wir werden ein ähnlich hässliches Spiel sehen mit entsprechend hässlichen Ergebnis für uns.
Außer Jovanovic, der noch Trainingsrückstand hat, müssten alle fit sein.
Kein Europa mehr heißt weniger Rotationsexperimente. Ich denke gegen Augsburg lohnt sich das Comeback der Viererkette mit Assignon hinten rechts.
25 Mal gab es das schwäbisch-schwäbische Duell schon. 14 Mal konnte sich der VfB durchsetzen, zwei Mal teilte man sich die Punkte und neun Mal verlor man das Duell. Trotz der klaren Sieg-Statistik ist die Tordifferenz mit 37:38 Toren negativ. Das liegt wahrscheinlich daran, dass, wenn wir verlieren, es deutlich wird. Zwei Mal mussten wir uns 1:4 geschlagen geben und unvergessen wird wahrscheinlich das 0:6 aus unserer letzten Abstiegssaison bleiben.
Augsburg spielt einen sehr intensiven und körperbetonten Fußball. Sie haben die meisten Karten kassiert, die fünftmeisten Fouls gezogen aber auch die viertmeisten gewonnenen Zweikämpfe. Die Fuggerstädter overperformen ziemlich was ihre xG und ihre xPoints angeht. Sie haben die drittschlechteste xG-Auswertung, die zweitmeisten xGA und ebenfalls die zweitwenigsten xPoints.
Wer nach Europa will, muss Augsburg schlagen. Allerdings dürfen wir die Augsburger nicht unterschätzen. Vor allem, da wir uns generell gegen physische Teams schwer tun.
Titelbild: © Sebastian Widmann/Getty Images


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