Rund um den Brustring
·25 de enero de 2026
Rund um das Spiel in Mönchengladbach

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·25 de enero de 2026

Dem VfB bleibt keine Verschnaufpause. Gleich am Sonntag geht es weiter nach Westdeutschland zu Borussia Mönchengladbach.
Die Geschichte vom Abstiegskandidaten bis hin zur Champions League ist tatsächlich kein Alleinstellungsmerkmal vom VfB. Die Frankfurter haben zwar mit dem Europapokalsieg den größten Erfolg von allen Phönix-Geschichten aber die Eintracht hat es nicht erfunden. Nein, in der jüngeren Geschichte ist das tatsächlich den Gladbachern als Erstes gelungen. Nachdem Favre den Verein in der Relegation gerettet hatte, schafften die Borussen den turnaround. Sie spielten regelmäßig in der Europa League und durften ebenfalls im altehrwürdigen Bernabeu antreten.
Doch ist die Entwicklung der Gladbacher ein warnendes Beispiel für den VfB. Mittlerweile ist man wieder im grauen Mittelfeld angelangt. In den letzten Jahren wurde sogar panisch Richtung Platz 16 geschaut. Der VfB sollte genau schauen was dort schief gelaufen ist, damit wir nicht selber in die Stagnationsspirale rutschen. Denn im Erfolg macht man bekannterweise die größten Fehler. Ich bin jetzt nicht qualifiziert genug, um genauestens zu analysieren was dort schief gelaufen ist, doch eine Sache die mich wirklich stört ist die mangelnde Nachwuchsförderung am Neckar. Es klingt komisch, aber der VfB wird quasi aufgrund der Local Player-Regelungen dazu gezwungen Nachwuchsspieler in den internationalen Spielen einzusetzen und nur deswegen konnten Spieler wie Jarzinho Malanga, Yanik Spalt und Benjamin Boakye überhaupt Erste-Mannschaft-Luft schnuppern. Das kann wahrlich nicht der Anspruch sein. Aber das ist kein neues Problem für die Jungs aus Cannstatt.
Viel eher haben wir das altbekannte Problem mit der Chancenverwertung. Während gegen Leverkusen gefühlt jeder Schuss saß und man gegen Frankfurt immerhin 3 Tore erzielte, stotterte VfB Motor in den letzten zwei Spielen. Natürlich sind ein Punkt gegen Union und eine Niederlage gegen die AS Roma kein Weltuntergang, aber das Wie ärgerte einen. Mit ein bisschen mehr Abschlussstärke hätten das genauso gut zwei Siege sein können. Ich hoffe, dass die beiden Spiele ein Ausrutscher war, denn ein Absturz wie letztes Jahr wäre sehr sehr bitter für den VfB und ich bezweifle sehr stark, dass wir wieder den Pokal gewinnen werden. Stand jetzt sind es elf Punkte auf Platz 8 und dank dieses komischen Zusatzplatzes in der Champions League-Regel wären wir noch auf einem Champions League-Platz. Allerdings könnte das in zwei Spielen wieder ganz anders aussehen.
Wichtig dafür ist ein Sieg in Gladbach. Einfacher gesagt als getan. Gerade wenn man bedenkt, dass am Donnerstag schon wieder ein sehr wichtiges Europapokal-Spiel gegen Bern ansteht. Auch hier hoffe ich, dass der Kopf frei ist und man vollen Fokus auf die Fohlen gelegt hat.
Der Einsatz von Stiller und El Khannouss ist fraglich, aber im Bereich des Möglichen. Ansonsten hat sich zu Donnerstag nicht viel geändert.
Gehen wir davon aus, dass Hoeneß wieder die good ol’ Rotationsmaschine anschmeißt. Al-Dakhil gibt Jeltsch und Hendriks eine Verschnaufpause. El Khanouss und Stiller dürfen es sich auf der Bank bequem machen und wären eine Option für die letzten 20 Minuten.
In 107 Bundesliga-Spielen führt der VfB mit 45 Siegen zu 32 Niederlagen bei 30 Unentschieden. Im Borussia-Park bzw. auf dem Bökelberg konnte der VfB nur 16 Mal gewinnen, während die Fohlen 21 Mal die drei Punkte behielten. Die letzten drei Duelle gingen alle 3:1 aus. Einmal für den VfB und zwei mal für die Gladbacher. Das Hinspiel konnte der VfB in Stuttgart dank eines Chema-Kopfballs mit 1:0 für sich entscheiden. Das Duell VfB gegen Gladbach verspricht Tore. Zuletzt gab es 2009 ein torloses Unentschieden. Dies wurde ein Jahr später wieder gutgemacht, als man die Gladbacher, damals unter Frontzeck, mit 7:0 nach Hause schickte.
Ein relativ angenehmer Gegner zwischen zwei wichtigen Europapokalspielen. Geht der VfB mit der richtigen Ernsthaftigkeit ins Duell, sind drei Punkte drin. Ich hoffe das Spiel gegen Rom liegt nicht zu sehr in den Knochen oder ist man mit dem Kopf schon bei Bern.
Titelbild: © Alex Grimm/Getty Images


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