Rund um den nächsten Gegner: Im Gespräch mit Hoffenheim-Experte Niko Beck von der Rhein-Neckar-Zeitung | OneFootball

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Rund um den Brustring

·1 de mayo de 2026

Rund um den nächsten Gegner: Im Gespräch mit Hoffenheim-Experte Niko Beck von der Rhein-Neckar-Zeitung

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In Hof­fen­heim steht für den VfB das ers­te der zwei direk­ten Duel­le um die Cham­pi­ons League an. Wie es der­zeit bei der TSG läuft, hat uns Niko­las Beck, stell­ver­tre­ten­der Res­sort­lei­ter Sport der Rhein-Neckar-Zei­tung erzählt.

Rund um den Brust­ring: Hal­lo Niko und vie­len Dank, dass Du Dir Zeit für unse­re Fra­gen nimmst: Das Spiel am Sams­tag ist für bei­de Mann­schaf­ten eine Vor­ent­schei­dung für die Teil­nah­me an der Cham­pi­ons League. Wie bewer­test du die Hof­fen­hei­mer Rück­run­de, nach­dem man die Hin­run­de auf Platz 3 been­de­te?


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Niko­las: Hi Lenn­art, immer wie­der ger­ne. Die Rück­run­de ver­lief bis­lang nicht ganz so glatt wie die Hin­se­rie. Durch die bei­den jüngs­ten 2:1‑Erfolge daheim gegen den BVB und am ver­gan­ge­nen Sams­tag in Ham­burg konn­te die klei­ne Ergeb­nis­del­le aber aus­ge­beult wer­den. Zur Erin­ne­rung: Davor war die TSG vier­mal ohne Sieg geblie­ben und hat­te nur einen Drei­er aus sie­ben Par­tien ein­fah­ren kön­nen. Natür­lich befürch­te­te da so man­cher, dem Team kön­ne auf der Ziel­ge­ra­de die Pus­te aus­ge­hen. Zur Wahr­heit gehört aber, dass sich die Mann­schaft auch in der schwie­ri­ge­ren Pha­se kei­ne schwa­chen Auf­trit­te geleis­tet hat. Viel­mehr war das Spiel­glück dann nicht mehr so auf Sei­te der Hof­fen­hei­mer, wie es das offen­sicht­lich in der Hin­se­rie bis­wei­len war.

Nach Platz 15 in der Vor­sai­son spielt der Club kom­men­de Spiel­zeit wie­der inter­na­tio­nal. Was war Dei­ner Mei­nung nach ent­schei­dend für die­sen Auf­schwung?

Bei der TSG Hof­fen­heim wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ja (zu) viel über das Drum­her­um gere­det und geschrie­ben. Aber zum Glück ist es ja immer noch die Mann­schaft, die Fuß­ball spielt. Und die ist mit dem Team der Vor­sai­son nicht ansatz­wei­se zu ver­glei­chen. Schon rein per­so­nell. Rund 30 (!) Kader­be­we­gun­gen, also Zugän­ge und Abgän­ge, wur­den von Sport­chef Andre­as Schi­cker im Som­mer 2025 for­ciert. Die aller­meis­ten Neu­zu­gän­ge (etwa Vla­di­mir Cou­fal, Albi­an Haj­da­ri, Tim Lem­per­le, Ber­nar­do oder Wou­ter Bur­ger) und Leih-Rück­keh­rer (allen vor­an Fis­nik Aslla­ni) haben die Erwar­tun­gen sogar über­trof­fen. In einer funk­tio­nie­ren­den Mann­schaft konn­ten dann plötz­lich auch Spie­ler, die ver­gan­ge­nen Sai­son kei­nen Fuß vor den ande­ren bekom­men haben, glän­zen. Robin Hra­nac etwa stand sinn­bild­lich für den tur­bu­len­ten Som­mer 2024 mit viel zu spä­ten Trans­fers und war prak­tisch als Fehl­ein­kauf abge­stem­pelt. Nun ist sei­ne Ent­wick­lung hin zum Stamm­spie­ler irgend­wo auch bezeich­net für den Auf­schwung des gesam­ten Teams.

Von den ver­eins­in­ter­nen Que­re­len hör­te man zuletzt weni­ger. Ist die Lage so ruhig, wie es von außen wirkt?

Nach den Neu­wah­len am 9. März ist in der Tat Ruhe ein­ge­kehrt. Mit André Kreuz­wie­ser und Flo­ri­an Beil wur­de zwei neue Vor­sit­zen­de gewählt. Nach dem Aus­schei­den von Tim Jost Anfang des Jah­res ist Andre­as Schi­cker nach wie vor der ein­zig ver­blie­be­ne Geschäfts­füh­rer des Quar­tetts, das die Sai­son noch begon­nen hat­te. Und natür­lich sitzt Trai­ner Chris Ilzer fes­ter denn je im Sat­tel. Sprich: Wie­so soll­te es auch unru­hig sein aktu­ell. Ob das so bleibt, wenn sich Kreuz­wie­ser als e.V.-Vorsitzender mit dem ande­ren Gesell­schaf­ter Diet­mar Hopp auf die Neu­be­set­zung von zumin­dest einem der frei­ge­wor­de­nen Geschäfts­füh­rer-Pos­ten eini­gen muss oder die Auf­fas­sun­gen über Trans­fers aus­ein­an­der­ge­hen, bleibt abzu­war­ten. Ande­rer­seits: Es gibt durch­aus Ver­tre­ter der Mei­nung, dass ein biss­chen Cha­os beim Dorf­klub sogar leis­tungs­för­dernd sein könn­te. Vor der sicher­lich rich­tungs­wei­sen­den Wahl Anfang März wur­de 4:2 in Hei­den­heim gewon­nen. Danach erst ein­mal vier­mal nicht mehr (lacht).

Wo siehst Du aktu­ell die Stär­ken und Schwä­chen der Elf von Chris­ti­an Ilzer?

Die Mann­schaft läuft. Und läuft. Und läuft. Nie­mand macht so vie­le Kilo­me­ter, setzt so häu­fig zu inten­si­ven Läu­fen an wie „Hof­fe“. Auch gegen den Ball ist die TSG in den Pres­sing-Situa­tio­nen in Euro­pas Top-Fünf-Ligen ganz vor­ne dabei. Ilzer und sein Staff haben das Team kör­per­lich fit, aber auch men­tal in die Ver­fas­sung bekom­men, den oft ent­schei­den­den extra Schritt zu gehen. Als Schwä­che wür­de ich mal das defen­si­ve Umschal­ten her­aus­pi­cken. Gegen­to­re waren es zuletzt dann doch ein biss­chen zu viel für eine Mann­schaft, die in die Cham­pi­ons League will. Letzt­mals zu Null gespielt wur­de Mit­te Febru­ar.

Rein zufäl­lig fehlt am Sams­tag Gri­scha Prö­mel gelb­ge­sperrt, der sonst gegen sei­nen ver­mut­lich neu­en Ver­ein antre­ten müss­te. Wie bewer­test Du den kol­por­tier­ten Trans­fer?

Das kann ich kurz machen: Gri­scha Prö­mel ist ein Super-Typ und ein tol­ler Fuß­bal­ler. Glück­wunsch an den VfB. Aber auch Glück­wunsch an Gri­scha, für den es mich per­sön­lich freut, dass er in sei­ner Hei­mat spie­len wird. Ich habe bis­lang noch nie­man­den getrof­fen, der sich nicht gefreut hät­te, wenn Gri­scha in Hof­fen­heim ver­län­gert hät­te. Aber genau­so auch nie­man­den, der den – sicher mit der Fan-Bril­le schwe­rer zu ver­dau­en­den Wech­sel – Wech­sel nicht zumin­dest mal ver­ste­hen kann.

Da Leip­zig auf Platz 3 bereits fünf Punk­te ent­eilt ist, läuft es wohl auf einen Drei­kampf um den letz­ten Cham­pi­ons-League-Platz zwi­schen Lever­ku­sen, Hof­fen­heim und dem VfB hin­aus. Wer wird Dei­ner Mei­nung nach am Ende die Nase vor­ne haben?

Ich zitie­re mal mich selbst: „Ich hal­te es nicht für aus­ge­schlos­sen, dass die TSG unter die bes­ten Fünf kommt. Bay­ern, Dort­mund, Leip­zig, Lever­ku­sen – dahin­ter wird sich „Hof­fe“, zumin­dest nach heu­ti­ger Ein­schät­zung, mit Klubs wie Frank­furt oder eben auch dem VfB um die Plät­ze strei­ten.“ Das hat­te ich Dir vor dem Hin­spiel im Dezem­ber gesagt. An die­ser Ein­schät­zung hat sich nichts geän­dert. Aber viel­leicht kön­nen wir uns ja dar­auf eini­gen: Der VfB wird Vier­ter, die TSG Fünf­ter – und weil in der Uefa-Rang­lis­te Deutsch­land Spa­ni­en doch noch abfängt, geht’s für bei­de in die Cham­pi­ons League? 😉

Zum Abschluss: Dein Tipp für Start­elf und Ergeb­nis?

Ohne den gesperr­ten Prö­mel und Last-Minu­te-Aus­fäl­le gehe ich fest von Bau­mann im Tor, Cou­fal, Kabak, Haj­da­ri und Ber­nar­do in der Ket­te, Avdul­la­hu auf der Sechs hin­ter Bur­ger und Kra­ma­ric und mit Lem­per­le, Aslla­ni und Tou­ré in der Offen­si­ve aus. Die­se Par­tie wird eher nicht der rich­ti­ge Zeit­punkt für Expe­ri­men­te sein. Mein Bauch­ge­fühl sagt mir den­noch, dass der VfB die Nase leicht vorn hat. Ich tip­pe auf ein 2:3 oder 3:3.

Titel­bild: © Alex Grimm/Getty Images

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