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·19 de junio de 2026
Said El Mala gegen die Gesetzmäßigkeiten der Bundesliga: Warum am Ende doch nur England bleibt

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Simon Bartsch
19 Juni, 2026
Der FC Barcelona, der FC Chelsea, Paris Saint-Germain, Bayern München oder Manchester City – die Liste der europäischen Spitzenclubs, die im Herbst vergangenen Jahres mit Said El Mala in Verbindung gebracht wurden, war lang – und gefühlt wurde sie von Woche zu Woche länger. Beeindruckend für einen Spieler, der in der Vorsaison noch in der 3. Liga kickte. Der Fokus hat sich geändert, El Mala ist einer der Shootingstars Europas – immerhin hat wohl nicht viel für die WM-Nominierung der Nationalmannschaft gefehlt. Doch bei genauerer Betrachtung bleiben möglicherweise gar nicht mehr so viele Vereine auf der Liste potenzieller Arbeitgeber.
Said El Mala jubelt nach der Führung
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Zuletzt wurden mit der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund zwei Bundesligisten in den Ring geworfen, die angeblich an einer Verpflichtung des Spielers interessiert seien, Vorstöße planen würden. So wirklich viel Substanz haben die Ideen hinter den Gerüchten nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass die TSG nach bisherigen Investitionen von 40 Millionen Euro bei El Mala noch einmal mit 50 Millionen nachlegt. Der BVB wiederum soll angeblich nur 30 Millionen plus Boni bezahlen wollen, dafür aber Leihspieler bei den Kölnern unterbringen wollen. Zwar sind die Kölner grundsätzlich an Leihkonstrukten interessiert, aber nicht um eine wirtschaftliche Lücke von 15 Millionen Euro zu schließen. Aktuell ist das am Geißbockheim kein Thema. Auch die Bayern galten mal als Interessent, doch der Fokus ist längst ein anderer. Tatsächlich hat noch nie ein Bundesligist für einen Spieler aus dem deutschen Oberhaus 50 Millionen auf den Tisch gelegt. Julian Draxler und Dayot Upamecano knackten gerade einmal die 40-Millionen-Euro-Marke. Der Rekordpreis für einen 19-Jährigen lag bisher bei Ozan Kabak, der für 15 Millionen Euro von Stuttgart zu S04 wechselte.
Der Rekordtransfer von Hoffenheim liegt bis heute bei 18 Millionen für Adam Hlozek, der vom BVB bei Ousmane Dembélé für 38 Millionen Euro. Ein Transfer von Said El Mala für 50 Millionen Euro innerhalb der Liga ist sicher nicht ausgeschlossen, doch entspricht nicht den Gesetzmäßigkeiten der Bundesliga. Es bleibt eine sehr unwahrscheinliche Variante. Das gleiche gilt für einen möglichen italienischen Markt. Dort liegen die Ablöseerwartungen in der Regel sogar unter den deutschen. El Mala würde in einer Liga mit Min-Jae Kim und Mauro Icardi mitmischen. In der vergangenen Spielzeit war Christopher Nkunku der teuerste Spieler, der nach Italien wechselte. AC Milan zahlte 37 Millionen Euro für den Ex-Leipziger, der einst für 60 Millionen nach Chelsea ging. Die weiteren Großkaliber wie Barcelona oder Paris haben aktuell kein Interesse, um den Kölner Shootingstar mitzubieten, investieren an anderer Stelle und das einmal mehr sehr intensiv. Dagegen sind die englischen Clubs durchaus bereit, in einer anderen Größenordnung zu investieren.
Und das eben auch Clubs, die nicht zu den absoluten Topteams gehören. Genauso für Spieler, die noch ein enormes Entwicklungspotenzial haben. Und da auf der Insel nun mal viel Geld fließt, ist der Markt auch unter den Aspekten Gewinnbeteiligung und Weiterverkaufsgebühr kein uninteressanter. Sportlich scheint El Mala ebenfalls nach England zu passen. Direktes Spiel, Tempo, Zweikampfbereitschaft, der Wille, durch den Gegner statt um ihn herum zu gehen – Eigenschaften, die man auf der Insel gerne sieht, die El Mala wiederum mitbringt. Aspekte, die in technisch anspruchsvollen Ligen möglicherweise ein wenig kürzer kommen. Nicht umsonst ist das neueste Gerücht eins von der Anfield Raod.
Möglicherweise spielt ein Faktor eine Rolle, der ein wenig unter dem Radar fliegt: Tim Steidten. Der Direktor für Kaderplanung und Recruiting kam im März zum FC und bringt persönliche Kontakte mit. Der ehemalige Kaderplaner von Bayer Leverkusen kennt als ehemaliger technischer Direktor von West Ham United die Premier League, die Spielerberater, die Vereinsvertreter. Steidten holte zudem seinen Bruder Moritz an den Rhein, der ihm bereits von Werder Bremen nach West Ham gefolgt war und dort die komplette Scouting-Abteilung leitete. Zwei Brüder, beide mit direkter England-Erfahrung, beide jetzt beim FC. Das ist sicher kein Zufall, sondern eine bewusste strukturelle Entscheidung von Thomas Kessler. Sollte El Mala tatsächlich nach England wechseln, könnte sich diese Personalentscheidung auszahlen.







































