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·30 de abril de 2026

Schalkes Aufstieg wäre die schönste und gefährlichste Nachricht für Gelsenkirchen

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Gegen Fortuna Düsseldorf kann Schalke 04 am Samstag den Aufstieg perfekt machen. Simon Terodde warnt vor den Folgen – er erlebte den Absturz selbst mit.

Simon Terodde sagt einen Satz, der wie eine Liebeserklärung klingt und doch eine Warnung ist: "Als Spieler weißt du, du wirst aufsteigen." Am Samstag um 20.30 Uhr, gegen Fortuna Düsseldorf, könnte der FC Schalke 04 die Rückkehr in die Bundesliga perfekt machen. Terodde nennt die Atmosphäre "elektrisierend". Nur: Elektrizität ist auch das, was entsteht, bevor etwas durchbrennt.


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Der Sky-Experte war schließlich selbst dabei, 2022, als er Schalke mit zwei Treffern gegen St. Pauli nach oben schoss. Was danach kam, beschreibt er heute mit einem Satz, den man sich in Gelsenkirchen über jede Kabinentür hängen sollte: "Es war gar keine Identität mehr vorhanden." Direkter Wiederabstieg 2023, danach zwei Jahre, in denen der Klub in Liga zwei zeitweise um den Klassenerhalt bangte. Das ist keine ferne Vergangenheit, das ist der Lehrplan, den dieser Verein gerade erst abgeschlossen hat.

Und nun? Schalke steuert zurück in die Bundesliga, und die Debatte verläuft schon wieder entlang der alten Linien: Größe, Tradition, Strahlkraft. Wenn Terodde davon spricht, dass "jede Woche 60.000 Leute" in Liga zwei in die Arena marschieren, dann ist das ein ehrlich gemeintes Kompliment an die Fans – und zugleich die ökonomische Begründung dafür, warum Schalke oben sofort wieder als Selbstläufer gilt. Doch eine Zuschauerzahl ist kein Kaderwert. Eine Kulisse ist kein Konzept.

Genau hier liegt der Bruch in Teroddes eigener Erzählung. Er sagt auf der einen Seite, in dieser Spielzeit sei "wieder ein Band zwischen Fans und Mannschaft entstanden", er beschreibt den Opa mit der Enkeltochter auf der Schalker Meile. Auf der anderen Seite formuliert er den entscheidenden Satz: "Es entsteht keine Drucksituation, weil sie wissen, sie haben theoretisch noch zwei Matchbälle." Man kann beides haben – emotionale Wiedergeburt und sportliche Selbstverständlichkeit. Man sollte nur nicht glauben, dass das eine das andere in der Bundesliga trägt.

Die Gegenprobe liefert der Gegner. Fortuna Düsseldorf, Tabellenfünfzehnter, ein Punkt Rückstand auf den direkten Abstiegsplatz, Restprogramm Schalke, Elversberg, Fürth. "Brenzlig" nennt Terodde das, und er fügt hinzu: "Ich hoffe, dass der Fußballgott da vielleicht nochmal einen gut hat." Ein hübscher Satz über einen Verein, der die Realität der 2. Liga spürt, während der Favorit des Abends eine Reise plant. Der Fußballgott hat selten etwas gutzumachen bei Klubs, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben – das musste Schalke 2023 selbst lernen.

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