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·12 de marzo de 2026
Schicksalsspiel gegen den Hamburger SV? Für Lukas Kwasniok nicht – so reagiert der Coach auf die Trainerdiskussion

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Hendrik Broschart
12 März, 2026
Die Lage beim 1. FC Köln spitzt sich vor dem Spiel gegen den Hamburger SV zu. Für Trainer Lukas Kwasniok könnten die nächsten Punkte über seine Zukunft entscheiden. Trotz wachsender Kritik zeigt sich der 44-Jährige gelassen und erklärt, wie er das Ruder beim Domstadtclub herumreißen will.

Cheftrainer Lukas Kwasniok will beim 1. FC Köln noch nicht den Hut nehmen.
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Nach der letzten Bilanz könnte das Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV am Samstagabend vorerst das letzte Spiel unter Cheftrainer Lukas Kwasniok sein. So wurde kolportiert, dass für die Verantwortlichen am Geißbockheim nur Punkte zählen. Gute Leistungen allein seien nicht mehr ausreichend für eine Zusammenarbeit über die Länderspielpause hinaus. Obwohl er noch im Amt ist, muss sich Lukas Kwasniok bereits mit den ersten Gerüchten um potenzielle Nachfolger herumschlagen. Darunter sind sein Co-Trainer René Wagner sowie Friedhelm Funkel, der den FC in der abgelaufenen Saison vom geschassten Gerhardt Struber übernommen und in die erste Bundesliga geführt hat. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag zeigte sich Kwasniok unbeeindruckt von der schwierigen Tabellensituation seiner Mannschaft oder gar dem HSV-Spiel als letzte Chance für ihn. Der 44-Jährige erläuterte, wie er persönlich mit der Kritik an seiner Person umgeht.
„Auf der einen Seite ist es wichtig, Nähe zu den Spielern und zu den Dingen aufzubauen, die du beeinflussen kannst. Auf der anderen Seite ist es wichtig, Distanz zu Dingen aufzubauen, die für dich und deine Arbeit irrelevant sind. Das ist die Kunst“, erklärte der 44-Jährige. Kwasniok führte seine Gelassenheit auch auf persönliche Erfahrungen zurück. „Dadurch, dass mein Leben viele Wellenbewegungen hatte, angefangen in der Kindheit. Wenn du in jungen Jahren das Land verlässt und viele Hindernisse überwinden musst, dann baust du so eine Distanz zu den Elementen auf, die auch mal schwieriger sind. Und das hilft dir, weil du dann diese Nähe zu den wichtigen Elementen wiederum aufbauen kannst. Ich fokussiere mich auf Fakten, auf die Arbeit. Und das macht mir unendlich viel Spaß.“ Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag hatte FC-Sportdirektor Thomas Kessler allerdings deutliche Worte gefunden. „Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Man weiß, was gefordert ist“, erklärte der Funktionär.
Neben dem persönlichen Einblick sprach Kwasniok auch über die Situation im Tabellenkeller der Bundesliga. Aus seiner Sicht würde eine Trainerentlassung zum jetzigen Zeitpunkt dem widersprechen, was Verein und Trainerteam vor der Saison gemeinsam vereinbart hatten. „Wenn man sich die untere Tabellenhälfte anschaut, dann haben fünf Vereine den Trainer gewechselt und fünf nicht“, sagte Kwasniok. „Ich glaube, diejenigen, die überrascht waren, dass sie plötzlich im Kampf um den Klassenerhalt stecken, sind zum Beispiel Mainz, weil sie sich letztes Jahr für Europa qualifiziert haben, oder Augsburg, weil sie mehr wollten, als nur gegen den Klassenerhalt zu kämpfen. Oder Werder Bremen, die sich vielleicht einen Ticken weiter gesehen haben.“ Andere Teams seien dagegen mit einer klaren Erwartungshaltung in die Saison gestartet. „Die anderen, St. Pauli, Hamburg, Heidenheim, Union und eben auch der 1. FC Köln, sind meiner Meinung nach in die Saison gegangen, in dem Wissen, worum es geht. Um den Klassenerhalt.“
Für den FC bietet sich am Samstag die nächste Gelegenheit, im Abstiegskampf wichtige Punkte zu sammeln (Anstoß 18.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Sollte der Klassenerhalt gelingen, sieht Kwasniok für den Verein eine positive Perspektive. „Ich glaube, dass dem Verein einfach auch eine gute und gesunde Zukunft bevorsteht. Und ich glaube, je fokussierter wir jetzt auf die Dinge sind, die wir beeinflussen können, desto schneller werden die Ergebnisse kommen und desto wunderbarer wird die Zukunft aussehen.“ Ob diese Zukunft auch mit Kwasniok auf der Trainerbank geschrieben wird, dürften jedoch die kommenden Wochen entscheiden.









































