Schwere Vorwürfe nach Krawallen: Fanprojekt attackiert Dortmunder Polizei | OneFootball

Schwere Vorwürfe nach Krawallen: Fanprojekt attackiert Dortmunder Polizei | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FCBinside.de

FCBinside.de

·3 de marzo de 2026

Schwere Vorwürfe nach Krawallen: Fanprojekt attackiert Dortmunder Polizei

Imagen del artículo:Schwere Vorwürfe nach Krawallen: Fanprojekt attackiert Dortmunder Polizei

Die sportliche Brisanz des Bundesliga-Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern wurde von unschönen Szenen überschattet. Noch vor dem Anpfiff kam es rund um den Gästeblock zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Bayern-Fans und der Polizei. Nun meldet sich das Fanprojekt München mit deutlicher Kritik zu Wort – und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Einsatzkräfte.

In einer offiziellen Mitteilung heißt es, ein Vorgehen „dieser Intensität und Undifferenziertheit“ habe man in dieser Form bundesweit bislang nicht erlebt. Die Mitarbeitenden des Fanprojekts, die seit vielen Jahren Spiele begleiten, bewerten den Polizeieinsatz als außergewöhnlich hart.


OneFootball Videos


Kritik am Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray

Laut Darstellung der Dortmunder Polizei wollten einige Gästefans gut zwei Stunden vor Spielbeginn eine Einlasskontrolle durchbrechen. Dabei seien fünf Polizeibeamte, ein Ordner sowie vier unbeteiligte Personen verletzt worden. Zudem wurden 30 Strafanzeigen gefertigt, Borussia Dortmund stellte Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs.

Das Fanprojekt München betont zwar ausdrücklich, dass man sich grundsätzlich von Gewalt und strafbaren Handlungen distanziere. Dennoch sehen die Fanbetreuer im weiteren Verlauf des Einsatzes eine unverhältnismäßige Reaktion der Polizei. Einzelne Maßnahmen hätten „in keinem erkennbaren Verhältnis zu den vorausgegangenen Vorkommnissen“ gestanden.

Konkret wird ein „undifferenzierter Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gegen alle Anwesenden“ kritisiert. Nach Angaben des Fanprojekts seien auch Vereinsverantwortliche sowie Mitarbeitende von Fanprojekten betroffen gewesen. Zudem sei es zu mehreren Verletzten gekommen, darunter auch Personen mit teils schweren Verletzungen.

Fans sprechen von „Polizeigewalt“

Imagen del artículo:Schwere Vorwürfe nach Krawallen: Fanprojekt attackiert Dortmunder Polizei

Foto: IMAGO

Bereits am Sonntag hatte sich die aktive Fanszene der Münchner Südkurve in einer eigenen Stellungnahme geäußert. Dort ist von einer wiederholten Eskalation durch die Polizei die Rede. Man habe „in breiter Front“ gegen wartende, unbeteiligte Fans agiert. Durch Schlagstock- und Reizgaseinsätze seien unter anderem Knochenbrüche und Gesichtsverletzungen entstanden.

Besonders drastisch fällt der Vergleich aus: In Quantität und Intensität habe das Vorgehen der Polizei Vorfälle in Madrid oder Athen übertroffen, so die Fanvereinigungen.

Die Dortmunder Polizei weist diese Darstellung entschieden zurück. Der stellvertretende Polizeipräsident Achim Stankowitz erklärte, die „reflexhafte Schuldzuweisung“ sei angesichts der vorhandenen Videodaten befremdlich. Diese würden in das Strafverfahren eingebracht.

Damit stehen sich nach dem emotionalen Klassiker zwei Versionen gegenüber. Während sportlich der FC Bayern jubelte, bleibt die Aufarbeitung der Vorfälle außerhalb des Rasens weiterhin hochbrisant.

Ver detalles de la publicación