Treffpunkt Betze
·1 de abril de 2026
Sepp Stabel: "Der FCK hat eine ganz große Bedeutung in meinem Leben"

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Sepp Stabel ist ein waschechtes FCK-Urgestein. In den 1960er Jahren stand er als Torwart auf dem Betzenberg zwischen den Pfosten. Zur Saison 1980/81 war er Assistenztrainer unter „Kalli” Feldkamp, bevor er nur wenige Jahre später selbst Cheftrainer ernannt wurde. Heute ist der gebürtige Pirmasenser langjähriges Ehrenratsmitglied beim 1. FC Kaiserslautern.
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Treffpunkt Betze: Hallo Herr Stabel, dreizehn Jahre lang waren Sie in Ihrer Karriere als Torwart auf dem Betzenberg aktiv, später standen Sie auch als Co- und Cheftrainer selbst an der Seitenlinie. In den Jahren 2021 und 2023 wurden Sie zudem zum Mitglied des FCK-Ehrenrates gewählt. Welche Bedeutung hat der FCK bis heute in Ihrem Leben?
Sepp Stabel: Der FCK hat eine ganz große Bedeutung in meinem Leben, weil ich dort meine sportliche Tätigkeit als Profi begonnen und als Assistent unter Kalli Feldkamp fast beendet habe. Danach habe ich den Verein verlassen, da der Trainer damals ohne Assistenten auskommen wollte. Aber ich bin ja wieder zurückgekommen. Für mich war es die größte Errungenschaft in meinem Trainerdasein, dass ich fast zwei Jahre lang Profitrainer sein durfte. Es war das i-Tüpfelchen, beim FCK zu sein und meine ureigensten sportlichen Wünsche zu erfüllen.
Treffpunkt Betze: Sie begleiten das Fußballgeschäft schon lange. Zu Beginn Ihrer Karriere haben Sie beispielsweise noch ohne Torwarthandschuhe gespielt. Wie würden Sie den Wandel des Fußballs rückblickend beschreiben? Gibt es Dinge, die Sie sich im heutigen Fußball wieder mehr wünschen würden?
Sepp Stabel: Früher war vieles anders. Bis auf die Tatsache, dass wir auch früher auf zwei Tore gespielt haben, hat sich alles verändert. Das waren damals allerdings noch Holztore. Aber sonst hat sich alles verändert. Ich wünsche mir heute jedoch nichts zurück, denn das war einfach der Zeit geschuldet. Wir hatten keine Rasenheizung und haben in den 60er- und 70er-Jahren unsere Sachen teilweise selbst gewaschen. Ich bin ins Kaufhaus gegangen und habe mir Wollhandschuhe oder ein Sweatshirt gekauft. Heute ist alles kommerziell ausgerichtet. Das beginnt bei den Spielern mit den Schuhen und Klamotten und hört bei den Verträgen noch lange nicht auf. Es ist schön, in Erinnerungen zu schwelgen und daran zu denken, wie es früher war. Aber heute ist alles anders – nicht besser, sondern einfach anders.
Treffpunkt Betze: Beim 1. FC Kaiserslautern gibt es seit dem Frühjahr 2023 das Angebot des „Walking Fußballs", das Sie heute mitbetreuen. Was ist das Besondere an dieser Art des Fußballs und was hat Sie dazu bewogen, sich dort zu engagieren?
Sepp Stabel: Grundsätzlich ist es so, dass der Walking-Fußball nicht mehr aufzuhalten ist. Es ist ein regelrechter Hype entstanden. Erst kürzlich hatten wir ein Telefonat mit der Fritz-Walter-Stiftung, das uns alle sprachlos gemacht hat. Wir haben ein Angebot, gegen die schwedische Nationalmannschaft zu spielen. In den kommenden vier Wochen bin ich bei drei Vereinen zu Gast, deren Mitglieder neugierig darauf sind, wie Walking Football funktioniert. Entstanden ist das Ganze dadurch, dass man mich angesprochen hat. Ich wusste, dass es Walking Fußball gibt, und war neugierig. Ich habe zwei neue Hüftgelenke und kann nicht mehr so gut Tennis spielen, aber ich wollte den Ball nicht missen. Also habe ich das einfach einmal probiert. Das war bei mir fast wie beim Golfen: Der Virus hat mich gepackt.
Mittlerweile bin ich mitverantwortlich für die Walking-Fußball-Turniere der Fritz-Walter-Stiftung. Das erfüllt mich, weil ich wieder Kontakt zu vielen ehemaligen Sportlern habe. Das sind keine Profis, aber sie spielen gerne Fußball und möchten nicht mehr aktiv spielen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Kameraden sehe. Wir spielen aktuell sehr viele Turniere, es ist unglaublich. Es ist wie früher mit der Traditionsmannschaft. So viele Spiele haben wir heute mit der Walking-Fußball-Mannschaft. Wir trainieren im Moment dienstags um 19 Uhr in der Halle in Hohenecken. Im Sommer trainieren wir freitagabends um 19:30 Uhr im Nachwuchsleistungszentrum.
Es gibt keine Alters- oder Inklusionsbeschränkung. Jeder, egal ob Mann oder Frau, darf mitmachen. Interessierte dürfen zweimal mitspielen, dann müssen sie aus Versicherungsgründen jedoch Mitglied beim FCK werden. Schnupperkurse können jederzeit stattfinden, wofür wir sehr dankbar sind. Zurzeit sind wir in der Halle teilweise 16 bis 20 aktive Spieler, sodass wir in anderthalb Stunden vier Mannschaften aufbieten können.
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