FC Bayern München
·6 de marzo de 2026
So will der FC Bayern in Bergamo glänzen

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Auch sieben Startelf-Veränderungen und eine Pause von Torjäger Harry Kane bringen den FC Bayern nicht aus seinem meisterlichen Rhythmus: Gegen Borussia Mönchengladbach gewinnt der Tabellenführer und feiert nicht nur den Meilenstein von 75.000 Mitgliedern in seinem KIDS CLUB, sondern auch einen sehr ungefährdeten 4:1 (2:0)-Heimsieg. Damit beträgt der Abstand auf den engsten Verfolger Borussia Dortmund zumindest bis Samstagabend sogar 14 Punkte. Bei den Bayern gab es zudem eine Premiere: Mit Maycon Cardozo wurde erstmals ein Spieler eingewechselt, der über den clubeigenen World Squad den Weg zum Rekordmeister gefunden hat. „Ich glaube, wir haben das heute insgesamt sehr souverän gemacht“, freute sich Leon Goretzka über den Sieg mit Blick auf das Champions-League-Achtelfinale bei Atalanta Bergamo am Dienstag.
Bis der Angriffsmotor gegen Gladbach allerdings so richtig rund lief, dauerte es zunächst ein wenig. Aus der siegreichen Mannschaft des Spitzenspiels in Dortmund waren mit Dayot Upamecano, Konrad Laimer, Joshua Kimmich und Luis Díaz nur noch vier Akteure übrig geblieben. Die übrigen tauschte Cheftrainer Vincent Kompany vor dem Aufeinandertreffen mit Borussia Mönchengladbach munter durch – damit kommt der FC Bayern in dieser Saison bereits auf 93 Startelfwechsel, das ist Ligarekord. Gespannt, verriet der Coach, sei man im Vorfeld beim Trainerteam vor allem darauf gewesen, wie sich diejenigen Spieler geben würden, die nun ins Team rotierten. Um es vorweg zu nehmen: Die Freude dürfte bis Abpfiff groß geworden sein. „Mit solchen Spielen komme ich wieder in den Rhythmus“, freute sich auch Jamal Musiala über seinen dritten Startelfeinsatz nach seiner schweren Verletzung bei der Club-WM.
Der durfte bereits nach zehn Minuten erstmals jubeln, das starke Zuspiel vom auffällig kreativen Leon Goretzka schickte Lennart Karl zwar zur Führung ins Gladbacher Tor, aber leider aus Abseitsposition. Die Gäste verteidigten diszipliniert und geschlossen, entfalteten aber nahezu überhaupt keinen Druck nach vorne. Die Motivation der Bayern-Spieler, die zuletzt länger auf einen Einsatz warten mussten, spürte man bis hinauf in den Oberrang der ausverkauften Arena knistern. So erkämpfte Angreifer Nicolas Jackson verlorene Bälle selbst an der gegnerischen Eckfahne, Jamal Musiala grätschte nach einem Laufduell bis tief in die eigene Hälfte seinem Gegenspieler noch den Ball vom Fuß und im Kollektiv presste Bayern nach jedem Ballverlust derart engagiert, aggressiv und laufstark auf den gegnerischen Spielaufbau, dass Gladbach sich zunehmend eingeschnürt wiederfand. „Die Jungs haben das super gemacht heute, ich bin sehr zufrieden“, freute sich Coach Kompany.
Bis zur Führung dauerte es trotzdem 33 Minuten, als Leon Goretzka den Ball sehenswert in den Lauf des gestarteten Díaz lupfte, und der Kolumbianer volley zum 1:0 abschloss. Ein Treffer, der Gladbach verzweifeln ließ – bis dahin hatten die Gäste zwar deutlich weniger Ballbesitz gehabt, mehr als 40 Prozent des Spiels hatte sich im Angriffsdrittel der Bayern abgespielt – doch mit Einsatz war es gelungen, die Null zu halten. Nun aber war die Polanski-Elf machtlos gegen einen Geniestreich Goretzkas und die individuelle Klasse von Luis Díaz. „Der Pass von Leon war natürlich überragend“, lobte auch Jamal Musiala den Mitspieler. Damit beendete Goretzka eine Flaute von 41 Partien ohne Torvorbereitung, Díaz zog mit Saisontor 14 mit Deniz Undav (VfB Stuttgart) gleich auf Rang zwei der Torjägertabelle hinter Harry Kane. Der Torjäger fehlte erstmals in einem Bundesligaspiel in dieser Saison.
Nach einem starken Konter und Vier-gegen-Drei-Situation nutzte Bayern gar noch die letzte Aktion vor der Pause zu einem weiteren, verdienten Treffer: Jackson verlagerte mit Querpass auf Díaz, dieser legte mit Torvorlage Nummer elf auf die andere Seite zu Laimer, der den Ball ins Tor schoss. Ein Treffer als Sinnbild der mannschaftlichen Geschlossenheit des FC Bayern. Mehr Treffer hat nur Michael Olise vorbereitet (16), den Kompany mit Blick auf das Bergamo-Spiel diesmal 90 Minuten auf der Bank ließ. Und auch Laimers Tor stand stellvertretend für einen persönlichen Entwicklungsschritt: Der Österreicher schoss bereits sein drittes Saisontor und verbuchte Scorerpunkt Nummer sieben – das sind schon mehr als in seinen beiden vorherigen Spielzeiten beim Rekordmeister zusammen. „In dieser Situation die Ruhe zu behalten, nochmal quer zu legen – das ist die individuelle Klasse des FC Bayern“, sagte Eugen Polanski, Gladbachs Trainer. „Unser Plan war eigentlich, erst einmal kompakt zu stehen, wenig zuzulassen, voll in die Zweikämpfe zu gehen und ihnen den Raum zu nehmen, auch auf den Seiten die Duelle anzunehmen“, so Nico Elvedi, sein Schützling.
Nervös wurde Harry Kane oben in der Loge, in der der Engländer das Spiel verfolgte, nur einmal: Als nach der Notbremse von Rocco Reitz Schiedsrichter Robert Schröder auf Strafstoß entschied, den elften bereits in der laufenden Bundesligasaison für den FC Bayern. In Vertretung von Kane verwandelte Jamal Musiala zu seinem ersten Ligator seit 4. April 2025 sicher. Es war bereits der zweite Elfmetertreffer des Nationalspielers nach dem Tor zum 8:0 gegen Auckland bei der Club-WM im Sommer. „Wir haben kurz gesprochen und dann entschieden, dass ich schieße – zum Glück ist er auch reingegangen“, freute sich Musiala: „Heute habe ich mich gut gefühlt und wollte ihn nehmen.“
Nur noch zu zehnt und 0:3 in Rückstand – das brach in großen Teilen den Widerstand der Gladbacher an diesem Freitagabend. „Damit war es entschieden“, fand auch Trainer Polanski. Und Vincent Kompany nutzte die geruhsame Führung für gleich mehrere Spielerwechsel, darunter ein besonders spannender: Mit Maycon Cardozo brachte der Belgier einen Spieler, der einst im World Squad des FC Bayern entdeckt wurde und ein kleines Fußballmärchen schreibt. Mit David Santos kam noch ein 17-Jähriger später aufs Feld. Damit setzte der FC Bayern in der laufenden Bundesliga-Spielzeit sieben Teenager ein – mehr als je zuvor in einer Spielzeit im Oberhaus.
In der Schlussphase bestimmte der FC Bayern wie zuvor schon Tempo und Rhythmus der Partie, erzielte nach einer feinen Einzelleistung von Karl noch das 4:0 durch Jackson. Das vierte Saisontor des Senegalesen war gleichzeitig sein erstes Tor seit dem zwölften Spieltag – alle erzielte der Angreifer in der Allianz Arena. Er holte sich ein Sonderlob seines Coaches ab: „Ich freue mich für Jacko! Aber es ist nichts Besonderes, es ist, was er immer gemacht hat und das hat er heute wieder gezeigt. Gut für uns und gut für Bayern München.“
Und immer noch war nicht Schluss: Musiala übernahm erstmals die Kapitänsbinde von Joshua Kimmich, der – wie Manuel Neuer zur Pause bereits – ausgewechselt wurde. „Für so einen großen Club Kapitän sein zu dürfen, macht mich sehr stolz“, strahlte der 23-Jährige, musste aber noch ein Gegentor hinnehmen: Weil der FC Bayern bei einem Freistoß nicht konzentriert genug verteidigte, gelang Gladbach noch der Ehrentreffer durch Eigengewächs Wael Mohya – der sich mit dem 1:4 und 17 Jahren, zwei Monaten und sechs Tagen zum jüngsten Mönchengladbacher Bundesligatorschützen machte.
„Die Standardsituation und das Gegentor – daran müssen wir arbeiten, das ärgert uns als Mannschaft“, verriet Jonas Urbig. Der Torhüter versprach: „Wir werden uns in den nächsten Tagen sehr gut auf Bergamo vorbereiten und anschließend mit einer großen Gier nach Bergamo reisen.“
Auch Dayot Upamecano, der alle seine 61 Pässe an den Mitspieler brachte, war mit den Gedanken schon weiter: „Am Dienstag in Bergamo erwartet uns sicher ein schweres Spiel. Aber wir wollen auch dort gewinnen und sind bereit für diese Aufgabe.“ Und auch Max Eberl lenkte den Fokus an einem erfolgreichen Freitagabend auf den Europapokal: „Wir haben das seriös gespielt und am Ende sogar mit einer sehr jungen Mannschaft auf dem Platz gestanden. In Bergamo erwartet uns ein sehr intensives Spiel. Atalanta hat eine klare Struktur, geht mit viel Tempo in die Tiefe und ist körperlich sehr präsent. Das wird eine große Aufgabe für uns.“
Die Stimmen zum Spiel gegen Mönchengladbach:
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