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·15 de febrero de 2026
Tekke rechnet knallhart nach 2:3 gegen Fenerbahce ab: „Wir waren in allem überlegen – drei Fehler, drei Tore“

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·15 de febrero de 2026

Nach der 2:3-Niederlage von Trabzonspor gegen Fenerbahce dominierte bei den Bordeauxrot-Blauen vor allem ein Gefühl: Enttäuschung über ein Ergebnis, das aus ihrer Sicht nicht zum Spiel passte. Trainer Fatih Tekke sprach bei beIN SPORTS offen von einer „enttäuschenden Nacht“ und stellte die These auf, seine Mannschaft sei „in allem überlegen“ gewesen. Gleichzeitig benannte er die entscheidende Ursache ohne Ausflüchte: drei Fehler, die in Summe das Spiel kippten.
Tekke ordnete die Partie zunächst emotional ein. „Es war eine enttäuschende Nacht für uns“, sagte er – und schob sofort nach, warum ihn das Ergebnis so trifft: Wenn man Teams und Spielverlauf betrachte, müsse er eigentlich zufrieden sein. „Wir waren in allem überlegen“, lautete sein Kernsatz. Doch er machte ebenso klar, dass Überlegenheit im Fußball nicht reicht, wenn die entscheidenden Momente falsch gespielt werden.
Seine Analyse der Gegentore war deutlich: Das erste Gegentor bezeichnete er als „Getümmelsituation“, das zweite sei ein Passfehler gewesen, das dritte ebenfalls. „Heute haben wir drei Fehler gemacht“, sagte Tekke – und setzte dahinter die bittere Bilanz: Das habe ausgereicht, um das Spiel zu verlieren. Für ihn steckt darin auch eine Botschaft an sein Team: Junge Spieler würden ohne Fehler nicht lernen können, aber im Topspiel seien Fehler eben besonders teuer.
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Auch auf der Pressekonferenz hielt Tekke an der Grundlinie fest, dass der Spielstand aus seiner Sicht nicht die Leistung widerspiegelt. „Wir waren hier, um zu gewinnen“, sagte er, und ergänzte: „Wenn wir uns das ganze Spiel ansehen, haben wir ein Ergebnis erzielt, das wir nicht wirklich verdient haben, das ist ganz klar.“ Der Trainer stellte damit die Diskrepanz zwischen Spielanlage und Endresultat in den Mittelpunkt.
Er betonte außerdem den Anspruch, zu Hause nicht nur für die eigenen Fans zu spielen, sondern auch den Gästen einen sportlich hochklassigen Abend zu bieten. Umso schmerzhafter sei es, dass die eigene Leistung nicht in Punkte umgemünzt wurde – vor allem, weil die Fehler in den kritischsten Phasen passierten.
Tekke machte keinen Hehl daraus, dass es eine Phase gab, die ihm gar nicht gefiel. „Die ersten 15 Minuten des Spiels waren offensichtlich nicht unsere beste Phase“, sagte er. Er beschrieb, dass bereits der erste Ball, zu dem man ging, in Richtung eigenes Tor gefährlich wurde. Danach habe man sich zwar stabilisiert, doch der Preis sei hoch gewesen: Ein Positionsfehler in einer „Getümmellage“-Szene und danach individuelle Fehler beim Spielaufbau, die direkt bestraft wurden.
Gerade gegen einen Kader wie Fenerbahce, so Tekkes Logik, werde jede Unsauberkeit gnadenlos genutzt. Er lobte dennoch die Reaktion seiner Mannschaft: In der zweiten Halbzeit sei „Einsatz und Leidenschaft“ auf einem sehr hohen Niveau gewesen. Trabzonspor habe versucht, zu spielen, Druck zu erzeugen und bis zum Schluss dran zu bleiben – am Ende habe aber die Effizienz des Gegners entschieden.
Eine Zahl zog sich wie ein roter Faden durch Tekkes Aussagen: „drei Schüsse, drei Tore“. Für den Trainer war das der entscheidende Unterschied. Trabzonspor habe dem Gegner „nicht zu viele Positionen gegeben“ und insgesamt ein Spiel gezeigt, mit dem er „zufrieden“ sei. Doch in den Momenten, in denen es zählte, habe man die Kontrolle verloren – und genau diese Momente entschieden das Ergebnis.
Tekke gratulierte Fenerbahce, setzte aber einen Zusatz, der den Abend aus seiner Sicht erklärt: Wenn Fenerbahce „der Chef der Liga“ gewesen wäre, „hätte das Spiel allen gefallen“. Er meinte damit: Das Spielniveau, der Mut, zu pressen und zu spielen, die Intensität – all das sei vorhanden gewesen. Nur die Fehler hätten das Ganze aus Trabzonspor-Sicht entwertet.
Tekke rückte die Niederlage in einen Entwicklungsrahmen. Er sagte, Trabzonspor habe viele junge Spieler, und er betone das ständig. Genau deshalb seien solche Spiele in ihrer Härte auch eine Art Ausbildung. „Wir brauchen Erfahrung in gewissen Momenten“, erklärte er. Diese Momente, in denen ein Passfehler nicht nur ein Ballverlust ist, sondern direkt ein Gegentor bedeutet, müssten die Spieler spüren, erleben und daraus lernen.
Seine Schlussfolgerung war zweigeteilt: Es tue ihm leid, weil man drei Punkte wollte und sie nicht bekam. Gleichzeitig sei Trabzonspor „auf dem richtigen Weg“. Und er legte den nächsten Schritt fest: „Wir müssen so oft wie möglich aufstehen und uns wieder auf das nächste Spiel vorbereiten.“
Auch die Spieler bestätigten nach dem Abpfiff die Grundstimmung, die Tekke vorgab. Tim Jabol-Folcarelli entschuldigte sich bei den Fans und betonte, der Gegner habe „nicht all zu viele Chancen“ gehabt. Dann formulierte er eine These, die zu Tekkes Analyse passte: Wenn man einen oder zwei Fehler mache, sehe man das Tor im eigenen Kasten – genau das habe den Unterschied gemacht.
Folcarelli sagte klar: „Wir waren diejenigen, die besser spielten. Wir haben mehr verdient.“ Er glaubte, Trabzonspor hätte gewinnen können, doch die „kleinen Fehler“ seien „schlimm“ geworden, weil sie sofort bestraft wurden. Seine Perspektive blieb dennoch kämpferisch: Man habe viele Spiele vor sich und werde weiter kämpfen, auch wenn man an diesem Abend nicht das bekam, was man sich erarbeitet zu haben glaubte.
Chibuike Nwaiwu, der in der Szene vor dem Tor von Muci im Fokus stand, blieb in seinen Worten sachlich. „Wir haben versucht, unser Bestes zu geben“, sagte er, und ordnete das Ergebnis als Teil des Spiels ein: „Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.“ Trabzonspor habe gekämpft, doch es sei „leider nicht so gekommen, wie wir es wollten“.
Damit fasste Nwaiwu die Lage aus Spielersicht in einem Satz zusammen: Einsatz und Wille waren da, das Ergebnis aber nicht – und genau diese Mischung aus Ärger und Akzeptanz prägte den Abend am Schwarzen Meer.
Der Tenor nach dem Topspiel ist eindeutig: Trabzonspor will den Blick nicht senken, sondern das Spiel als Maßstab und Mahnung zugleich nehmen. Tekke sieht eine Mannschaft, die grundsätzlich in der Lage ist, auf diesem Niveau mitzuspielen und Spiele zu kontrollieren. Gleichzeitig hat dieses 2:3 gezeigt, wie brutal die Rechnung im Spitzenspiel sein kann, wenn drei Fehler drei Gegentore nach sich ziehen.
Die nächsten Wochen werden damit zum Prüfstein: Schafft Trabzonspor es, die Spielidee zu konservieren, aber die entscheidenden Momente sauberer zu lösen, kann aus der „enttäuschenden Nacht“ genau das werden, wovon Tekke sprach – ein hochklassiger Lernschritt, der das Team langfristig stärker macht.









































