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·8 de mayo de 2026
Tempo, Angst, Alter: die To-do-Liste des FC Bayern

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·8 de mayo de 2026

Nach dem 5:6 im Halbfinale gegen Paris fehlen dem FC Bayern Tempo, junge Spieler und ein zweiter Weltklasse-Innenverteidiger neben Upamecano.
Wir haben im Halbfinale der Champions League gegen Paris (Endstand 5:6) gesehen, was dem FC Bayern für den großen Titel noch fehlt: Es sind Details, aber zu viele Details. Die Defizite waren gegen den Titelverteidiger phasenweise im Hinspiel, aber vor allem im enttäuschenden Rückspiel deutlich sichtbar. Was sind die Lehren aus dem Aus? Die To-do-Liste des FC Bayern.
Bei jedem Pariser Konter rutschte dem Bayern-Fan das Herz in die Hose: Die Spieler des Rekordmeisters sind einfach zu langsam, um auf PSG-Level mitzuhalten. Abschreckendstes Beispiel: Innenverteidiger Jonathan Tah. Selbst in der Bundesliga finden sich nur vier Münchner (Laimer, Stanisic, Davies, Olise) unter den 100 schnellsten Spielern – das sollte Manager Max Eberls Grundgedanke sein, wenn es in die Transferphase geht.
Mögliche Neuer-Verlängerung klingt super, wenn man Nostalgiker ist, verzögert aber den Neuaufbau hinten – mit einem 40-Jährigen im Tor und dem Nachfolger auf der Bank kann ich kein stabiles Abwehrzentrum der Zukunft aufbauen. Da hilft auch der Hinweis nichts, dass Jonas Urbig (22) künftig mehr Spielzeit bekommen soll. Frage: Warum hat wohl PSG-Trainer Luis Enrique 2023 bei seinem Amtsantritt eine Ü30-Allergie entwickelt und Superstars wie Messi, Neymar, Icardi, Verratti weggeschickt? Antwort: Weil PSG Fußball spielt und nicht Golf.
Die Startelf der Franzosen ist jetzt pfeilschnell und blutjung – am Mittwoch war sie sage und schreibe 25,5 Jahre alt, also 3,2 Jahre jünger als die der Bayern. Das ist keine Welt, das ist eine Galaxie. Es ist kein Zufall, dass im Halbfinale der Champions League jeweils die beiden deutlich älteren Teams ausgeschieden sind.
Apropos Abwehrzentrum: Tah ist zu langsam, Minjae Kim nach wie vor eine Riesen-Enttäuschung – die Bayern haben also nur einen Weltklasseverteidiger (Dayot Upamecano). Sie brauchen für den letzten Schritt nach vorn aber mindestens einen weiteren.
Warum Michael Olise am Mittwoch von der Rolle war, werden wir womöglich nie erfahren. Vermutlich war's der Kopf, der Kerl ist ja erst 24. Schlimmer war meine nächste Erkenntnis: Josip Stanisic ist für dieses Level nicht gut genug, er war in beiden Spielen deutlich schlechtester Mann auf dem Platz. Aleksandar Pavlovic war nur etwas besser, wirkte aber auch überfordert und ist wie Tah zu langsam. Bayern braucht also einen Linksverteidiger auf Weltniveau (ich würde mich nicht auf Alphonso Davies verlassen) und einen weiteren sehr guten Sechser.
Bei jeder Ballberührung Jamal Musialas spürt man dessen Unsicherheit wegen seines schon zehn Monate zurückliegenden Fußbruchs – der Nationalspieler ist meilenweit von seiner Form entfernt. Angst fressen Seele auf? Und wenn Musiala mal zehn Minuten gut spielt wie am Mittwoch gegen Paris, nimmt ihn Trainer Vincent Kompany seltsamerweise raus. Wie kriegt man diesen Fußbruch aus dem Kopf der Bayern? Vielleicht löst ja Nationaltrainer Julian Nagelsmann das Problem bei der WM.
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