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·18 de marzo de 2026
Torwartfrage in Leverkusen: Auf wen Hjulmand jetzt setzen muss

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·18 de marzo de 2026

Die Torwartfrage bei Bayer Leverkusen entwickelt sich zum heiklen Thema im Saisonendspurt. Stammkeeper Mark Flekken ist nach seiner im Spiel gegen Hoffenheim erlittenen Knieverletzung wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und steht der Werkself ab sofort wieder zur Verfügung.
Währenddessen hat Ersatzmann Janis Blaswich in den vergangenen Wochen eindrucksvoll Werbung in eigener Sache gemacht. Der 34-Jährige vertrat den Niederländer zuverlässig und lieferte dabei Leistungen, die ihn nun ernsthaft für den Stammplatz empfehlen.
Gerade deshalb spricht vieles dafür, dass Flekken vorerst auf der Bank Platz nehmen sollte. Blaswich hat seine Chance genutzt und sich das Vertrauen in dieser entscheidenden Saisonphase verdient.
Die Ausgangslage könnte kaum unterschiedlicher sein. Mark Flekken kam im vergangenen Sommer für rund elf Millionen Euro vom FC Brentford nach Leverkusen und sollte langfristig die Nachfolge von Lukas Hradecky antreten. Janis Blaswich hingegen wurde vergleichsweise günstig von RB Leipzig als Backup verpflichtet.
Doch die Leistungen der beiden Keeper entsprechen bislang nicht unbedingt dieser Rollenverteilung. Während Flekken mehrfach patzte, etwa mit einem folgenschweren Ausflug am zweiten Spieltag in Bremen, der Leverkusen sichere Punkte kostete, präsentierte sich Blaswich zuletzt äußerst stabil.
Besonders beim Champions-League-Aus gegen den FC Arsenal (0:2) überzeugte der Routinier mit mehreren starken Paraden. Trainer Kasper Hjulmand lobte ihn anschließend ausdrücklich: "Janis hat es sehr gut gemacht."
Auch bei Standards wirkt Blaswich deutlich souveräner. Er pflückt viele gefährliche Flanken herunter, strahlt Ruhe aus und organisiert seine Abwehr lautstark. Gerade gegen Arsenal, das gefährlichste Team Europas bei Eckbällen, blieb Leverkusen in beiden Spielen ohne Gegentor nach Standards - ein klarer Verdienst des deutschen Schlussmanns.
Auch ein Blick auf die Zahlen untermauert den Eindruck. Blaswich wehrt rund 80 Prozent der Torschüsse ab. Deutlich mehr als Flekken, der nur auf etwa 70 Prozent kommt. Zudem kassiert Blaswich im Schnitt nur alle 105 Minuten ein Gegentor und blieb in 17 Pflichtspielen achtmal ohne Gegentreffer. Flekken hingegen kassiert statistisch alle 60 Minuten ein Gegentor und kommt in 26 Pflichtspielen ebenfalls auf acht Spiele ohne Gegentor, allerdings bei deutlich mehr Einsätzen.
Auch beim Wert der erwarteten Gegentore zeigt sich ein klarer Unterschied: Blaswich kassiert mit 0,79 der erwarteten Tore weniger Treffer als statistisch prognostiziert. Flekken liegt dagegen bei 1,21, also deutlich über dem erwartbaren Wert. Neben dem "Eye-Test" sprechen also auch die Daten klar für Blaswich.
Trainer Kasper Hjulmand und Sportchef Simon Rolfes stehen nun schon vor dem Bundesliga-Spiel beim 1. FC Heidenheim vor einer richtungsweisenden Entscheidung. In der entscheidenden Phase des Kampfes um die Champions-League-Plätze zählt vor allem die aktuelle Form und die spricht klar für Blaswich. Der Torhüter ist im Rhythmus, strahlt Sicherheit aus und hat sich seinen Platz zwischen den Pfosten verdient.
Jetzt sind die Verantwortlichen gefordert, die nötige Konsequenz zu zeigen: Blaswich im Saisonendspurt das Vertrauen schenken und die Torwartfrage im Sommer endgültig klären. Ob mit Blaswich als neuer Nummer eins oder mit einem weiteren Transfer, denn eines ist bereits klar: Das Experiment Mark Flekken in Leverkusen ist jetzt schon gescheitert.









































