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·13 de marzo de 2026
Trainerwechsel in der Bundesliga: Wen erwischt es im Saisonendspurt noch?

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·13 de marzo de 2026

Noch neun Spieltage sind in der Bundesliga-Saison 25/26 zu gehen. Die Meisterfrage ist bereits entschieden, auch Platz zwei für den BVB scheint gefestigt. Dahinter kämpfen vier Klubs um die Champions-League-Qualifikation.Neben dem Rennen um Europa verspricht auch der Abstiegskampf Spannung bis zum Schluss. Während der 1. FC Heidenheim bereits abgeschlagen ist und der VfL Wolfsburg um den Anschluss kämpft, trennen die fünf Teams davor nur einen Punkt.
Die Wölfe haben derweil bereits zweimal im Saisonverlauf den Chefcoach gewechselt. Nachdem Paul Simonis im Sommer in der Autostadt anheuerte, musste der Niederländer nach nur 131 Tagen im Amt gehen. Als Nachfolger wurde Daniel Bauer intern befördert, hatte aber auch nicht mehr Glück. Nun steht Dieter Hecking am 26. Spieltag vor seinem Comeback als VfL-Trainer.
Zwei von acht Trainerwechseln der laufenden Saison gehen also aufs Konto der Niedersachen. Den frühesten vollzog Bayer Leverkusen. Erik ten Hag musste schon nach dem 2. Spieltag gehen. Der Niederländer als Alonso-Nachfolger war offensichtlich ein absoluter Fehlgriff. Seither läuft es für die Werkself unter Kasper Hjulmand deutlich ruhiger.Gewechselt wurde der Verantwortliche an der Seitenlinie auch in Gladbach, Augsburg, Mainz, Frankfurt und Bremen. Gerardo Seoane musste als Fohlen-Coach seinen Hut nehmen. Für ihn kam in Eugen Polanski eine interne Lösung. Beim FCA war das euphorisch gestartete Projekt mit Sandro Wagner schnell vorbei. Auch in der Fuggerstadt entschied man sich mit Manuel Baum für einen internen Nachfolger.In Mainz war für den zuvor so erfolgreichen Bo Henriksen nach katastrophalem Saisonverlauf vorzeitig Schluss. Für ihn kam mit Urs Fischer der einstige Erfolgscoach von Union Berlin. In Frankfurt zollte derweil Dino Toppmöller der Entwicklung und vor allem der Gegentorflut im neuen Jahr Tribut. Für ihn kam Albert Riera in die Main-Metropole. Zu guter Letzt hatte sich Werder Bremen auch von Horst Steffen getrennt und mit Daniel Thioune gleich den nächsten Bundesliga-Trainer-Novizen verpflichtet.
Um ein Gespür dafür zu erhalten, ob die aktuelle Anzahl an Trainerwechseln während der laufenden Spielzeit besonders hoch (oder niedrig) ist, blicken wir auf die Anzahl der Wechsel in den letzten zehn Jahren. Wichtig: Nur Trainerwechsel im Saisonverlauf werden berücksichtigt (ohne Interimstrainer), also nach dem 1. Spieltag und vor dem 34. Spieltag.
Besonders heiß waren die Trainerstühle in der Saison 20/21 mit gleich zwölf Wechseln. Im Schnitt wurden in der letzten Dekade im Saisonverlauf 7,9 Trainer gewechselt (ohne Interimstrainer).
Acht Wechsel, mit bislang unterschiedlichem Erfolg. Ein während der Saison eingestellter Coach musste sogar schon wieder gehen. Der ein oder andere Neue könnte im Saisonendspurt noch unter Druck geraten. Welche Bundesliga-Trainer könnte es bis zum 34. Spieltag noch erwischen?Das 90min-Ranking der wackelnden Trainerstühle:

Ole Werner | NurPhoto/GettyImages
Nach einer verkorksten Vor-Saison mit dem Verpassen von Europa kam Ole Werner aus Bremen nach Leipzig. Die klare Mission: RBL zurück ins obere Tabellendrittel führen. Eigentlich soll es auch die Champions-League-Quali sein.Bis zum Jahreswechsel nach dem 15. Spieltag lagen Leipzig und Werner als Vierter voll auf Kurs. Auch nach der Hinrunde blieb RBL auf dem CL-Rang. In die Rückrunde war man mit zwei Pleiten in den ersten drei Spielen aber schwach gestartet. Nach acht Spielen steht in der Rückrundentabelle nur Rang sechs zu Buche.Vor dem Auswärtssieg beim HSV berichtete die Bild, dass Werner "intern immer mehr diskutiert" werde. Mittlerweile dürften diese Diskussionen aber wieder leiser geworden sein. Dennoch: Aktuell ist Leipzig zwar punktgleich mit dem Vierten Stuttgart, würde sich damit aber nur für die Europa League qualifizieren. Eine kleine Enttäuschung wäre das ziemlich sicher.Sollte Werner in den letzten neun Saisonspielen mit seiner Mannschaft noch mehr straucheln, wäre eine vorzeitige Trennung nicht undenkbar – auch wenn das derzeit noch ziemlich unwahrscheinlich ist.Und trotzdem: RBL spielt jetzt in Stuttgart, dann gegen Hoffenheim und am 32. Spieltag noch in Leverkusen. Zumindest die Königsklasse könnte bei ausbleibenden Ergebnissen bis dahin verspielt sein. Und Werner in diesem Fall um seinen Job bangen müssen.

Steffen Baumgart | picture alliance/GettyImages
Seit Anfang 2025 ist Steffen Baumgart an der Alten Försterei am Werk. Zunächst bewahrte er die Eisernen vor dem akuten Abstiegskampf. Dann brachte er den FCU in dieser Saison lange Zeit zurück in ruhige Fahrwasser – mit Tuchfühlung zu den Europa-Plätzen.Mitte Januar wurde der 54-Jährige dafür mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung belohnt. Seither geht es aber steil bergab. Nur einen einzigen Sieg in zehn Spielen gab es dieses Jahr. Zuletzt setzte es schmerzhafte Pleiten gegen den HSV, Gladbach und Werder, die mittlerweile zu Unions direkter Konkurrenz zählen. Denn die Eisernen sehen sich plötzlich doch im Abstiegskampf wieder. Der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 ist auf vier Punkte geschmolzen.Baumgart braucht in den kommenden Wochen wieder bessere Ergebnisse, damit er nicht doch plötzlich ernsthaft um seinen Job bangen muss. Vor der Länderspielpause dürfte das bei Heimstarken Freiburgern und in München aber schwierig werden. Entsprechend könnte es Ende März unruhig werden in Berlin-Köpenick.Sorgt Baumgart mit seinem Team nach der Länderspielpause gegen St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg nicht für (tabellarische) Entspannung, dürfte es langsam aber sich eng werden für Baumgart.

Eugen Polanski | Marcel Engelbrecht - firo sportphoto/GettyImages
Nur drei Mannschaften sind in der Rückrunde schlechter als die Fohlen, die lediglich sechs Punkte in acht Spielen einfahren konnten. Damit befindet sich Gladbach mittendrin im Abstiegskampf. Zwar wirkt Platz zwölf recht beruhigend, der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt aber nur ein mickriges Pünktchen.Der Schnitt von exakt 1,0 Punkten pro Spiel seit dem Trainerwechsel von Seoane zu Polanski hat am Niederrhein nicht für die erhoffte Entspannung gesorgt. Im Gegenteil: Für den Trainer könnte es bis zur Länderspielpause eng werden.Zwar ist der Ex-Profi bei der Borussia als langjähriger U23-Coach sehr beliebt. Und eigentlich scheint man auch an ihm festhalten zu wollen. Die Mechanismen der Bundesliga zählen aber auch für den 39-Jährigen. Sollte es in den kommenden Duellen gegen den Tabellen-16. St. Pauli und im Rheinderby gegen Köln nicht mindestens einen Sieg geben, ist Polanski als Trainer Geschichte. Von diesem Ultimatum berichtet jedenfalls die Bild.Sportchef Rouven Schröder wollte vor dem Spiel am Freitagabend gegen Pauli nicht direkt darauf eingehen, verpasste dabei aber auch die Chance, Polanski ultimativ den Rücken zu stärken. Die "letzte Patrone" Trainerwechsel will sich Schröder im Fall der Fälle wohl noch offen lassen.Ganz klar: Gewinnt die Borussia das Heimspiel gegen St. Pauli nicht, ist am Niederrhein die Unruhe groß. Und das, vor dem Derby gegen den Erzrivalen...

Lukas Kwasniok | Pau Barrena/GettyImages
Dort steht Lukas Kwasniok mindestens so sehr unter Druck wie Polanski. Auch für den Effzeh-Coach gilt es in den kommenden beiden Partien gegen den HSV und die Fohlen zu punkten. Mindestens einen Sieg braucht wohl auch der 44-Jährige, um seinen Trainerposten über die Länderspielpause hinweg behalten zu können.In der Rückrunden haben die Geißböcke nur einen Zähler mehr gesammelt als die Fohlen. Seit dem guten Start bis zum 9. Spieltag feierte der Aufsteiger nur noch zwei weitere Siege.Kwasniok steht in Köln bei den Fans schon länger stark in der Kritik. Zu viel Rotation, zu wenig Startelfeinsätze für Stürmer-Sternchen Said El Mala und der ein oder andere kontroverse öffentliche Auftritt sind einigen ein Dorn im Auge.Runterfahren kann Kwasniok – so wie die anderen Kandidaten dieser Liste – die Diskussionen nur mit Punkten. Am besten in dreifacher Ausführung. "Am Ende zählen Ergebnisse. Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Wir wissen, was gefordert ist", erklärte Sportchef Thomas Kessler. Deutlicher kann der Wink kaum sein...









































