Transparenzbericht – Miasanrot im Jahr 2025: Erfreuliche Zahlen, ungewisse Zukunft | OneFootball

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Miasanrot

·1 de enero de 2026

Transparenzbericht – Miasanrot im Jahr 2025: Erfreuliche Zahlen, ungewisse Zukunft

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Miasanrot blickt auf ein starkes Jahr 2025 zurück – aber auch auf große Herausforderungen im neuen Jahr.

Liebe Community,


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wieder ist ein Jahr vorbei und wieder nutze ich die Gelegenheit, um euch Einblicke hinter die Kulissen von Miasanrot zu geben. Wie lief das Jahr für uns? Wie steht es um die Zukunft von Miasanrot?

Erfreulich, und das kann ich vorwegnehmen, ist, dass wir in nahezu allen Bereichen ein starkes Wachstum zu verzeichnen haben. Und doch gibt es schon jetzt Herausforderungen, die sich abzeichnen und die in den kommenden Jahren darüber entscheiden werden, wie nachhaltig sich das Projekt vorantreiben lässt.

Also lest gern den ganzen Bericht, auch wenn er lang ist, um zu verstehen, wie Miasanrot funktioniert und warum es nicht so leicht ist, das alles zu managen.

  1. Die Hintergründe: Warum Lea Schüller den FC Bayern verlässt
  2. FC Bayern Frauen: So erfolgreich wie nie?
  3. Stadionkauf in Unterhaching: Meilenstein für die FC Bayern Frauen

Miasanrot: 590 Artikel im Jahr 2025

Doch alles nacheinander. Im Jahr 2025 haben wir 590 Artikel veröffentlicht. Das sind 41 Artikel mehr als im Vorjahr – im Schnitt sind das 1,6 Artikel pro Tag. Deuten kann man das in mehrere Richtungen. Kennt man die Contentflut anderer Medien und ist diese gewohnt, wirken 1,6 Artikel am Tag erstmal wenig. Für uns spielen da aber zwei Faktoren eine große Rolle:

  • Wir achten streng darauf, welche Themen es wirklich wert sind, beleuchtet zu werden und welche nicht. Das bedeutet, dass ein Großteil der Themen, die von den Suchmaschinen als relevant betrachtet werden, für uns nicht relevant sind. Dazu später mehr.
  • Die Verfügbarkeit von Autor*innen ist trotz eines großen Teams immer wieder mal ein Problem. In manchen Monaten konnten wir über 70 Artikel liefern, in anderen waren es nur knapp über 30. Ich kann mir im Moment keine regelmäßigen Honorare leisten und das macht es auch schwer, Content auf die Beine zu stellen. Auch ich bin mal mehr und mal weniger verfügbar. Das hängt davon ab, wie stark ich bei anderen Medien eingebunden bin.

Insofern betrachte ich die 590 Artikel als sehr positiv.

Die wichtigsten Zahlen: Neuer Reichweitenrekord

Noch positiver erscheint diese Nummer, wenn ich auf die Zugriffszahlen des Blogs schaue. Vor einem Jahr verkündeten wir stolz die „Klick-Million“. Dieses Jahr haben wir diese Zahl mehr als verdoppelt: 2,4 Millionen Klicks haben wir über das Jahr verteilt gesammelt. Wie im Vorjahr ist dabei zu beachten, dass wir nicht alle Menschen tracken können, die unsere Seite besuchen. Nur die, die bei der Abfrage das Tracking von Statistiken genehmigen. Über unser Cookie-Plugin können wir ungefähr erahnen, wie viel Prozent das sind. Rund 40 Prozent der User*innen erlauben uns das Tracking.

Es bleibt eine ungenaue Milchmädchenrechnung, aber es ist mit ziemlich großer Sicherheit davon auszugehen, dass die Website im Jahr 2025 erstmals die fünf Millionen Klicks geknackt hat – mit der Tendenz, dass wir sogar einigermaßen deutlich darüber liegen. Über 800.000 User*innen konnten wir über das Jahr verteilt dabei tracken. Zahlen, die uns froh machen – vor allem auch deshalb, weil es neben der deutlichen einzelnen Ausreißer ein viel höheres Grundniveau über alle Artikel hinweg gibt.

Zur Erklärung: Einige Artikel schaffen es mit großer Sichtbarkeit in die Suchmaschinen und werden dann sehr oft geklickt. Im Jahr 2024 war es so, dass diese eher seltenen Ausreißer unsere Zahlen nach oben katapultiert haben und viele andere Artikel kaum geklickt wurden. Im Jahr 2025 ist das Reichweitenniveau der Artikel, die nicht so sichtbar in den Suchmaschinen sind, ebenfalls gestiegen. Das deutet auf eine breitere Basis an Menschen hin, die unsere Seite unabhängig von externen Faktoren selbstständig besuchen und das ist schön.

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Die Kurve repräsentiert unser Auf und Ab schön, das wir schon aus dem Vorjahr kennen und das eng damit zusammenhängt, wie viel Content wir produzieren können. Besonders stolz bin ich auf die Zahlen, weil wir es mit einer riesigen Konkurrenz zu tun haben. Über den FC Bayern berichten nahezu alle Sportmedien und es gibt viele auf den FCB spezialisierte Medien.

Der Kampf gegen die übermächtige Konkurrenz

Vor allem betreiben diese Medien ihre Arbeit professionell und hauptberuflich. Sie bezahlen SEO-Expert*innen, die dafür sorgen, dass sie in den Suchmaschinen weit oben ranken und die den ganzen Tag nichts anderes machen, als die Seite dahingehend zu optimieren. Wer etwas zum FC Bayern haben will, bekommt es auch ohne uns recht einfach. Für uns ist es deshalb ein großer Kampf, überhaupt einen Platz in diesem Haifischbecken zu finden. Dass wir diesen behaupten können, ist etwas, das uns sehr freut und uns zeigt, dass unsere Arbeit doch einen Mehrwert liefern kann.

Aber genau das meinte ich vorhin mit den „relevanten Themen“. Wir lassen vieles aus, weil wir einen Qualitätsanspruch haben. Wenn ein uns unbekannter Journalist aus Portugal berichtet, dass Harry Kane im Winter für 20 Millionen Euro zu Chelsea wechselt, dann kann man sich sicher sein, dass viele Medien das aufgreifen werden. Notfalls eben mit „Irres Gerücht aus Portugal: …“

Wir wollen das explizit nicht. Reichweite ist nicht alles. Wir wollen nicht, dass ihr uns dafür unterstützt, dass wir jeden Tag zehn Artikel veröffentlichen und acht davon inhaltlich Quatsch sind. Wir wollen, dass ihr uns dafür unterstützt, dass wir unsere Themen im engen Austausch mit unserer Community nach Qualität auswählen und uns diesen dann auch ausführlich und nach bestem Gewissen widmen. Dass wir dabei auch ab und zu mal Gerüchte oder Spekulationen bespielen, wenn wir sie interessant finden, liegt auf der Hand. Aber eben immer mit Köpfchen.

Die meistgeklickten Artikel im Jahr 2025

  • Chapeau, Eberl! Alles richtig gemacht bei Tel – 120.000 Views
  • Argentinier feiern Olises perfekten Wingman – 70.000 Views
  • Oberdorf-Schock überschattet 5:1-Heimsieg der Bayern Frauen gegen Köln – 60.000 Views
  • Nick Woltemade: Warum der FC Bayern entspannt sein kann – 55.000 Views
  • FC Bayern: Der perfekte Offensivallrounder kommt vom Campus – 50.000 Views

Was uns sehr freut: Zahlreiche Artikel zu den FC Bayern Frauen wurden mehr als 10.000-mal geklickt, vor allem aber fielen anders als in den Vorjahren nur wenige deutlich ab. Der Trend ist hier recht klar: Wir integrieren den Fußball der Frauen ganz natürlich in unser alltägliches Programm und es wird angenommen. Wir sind mittlerweile mit unserem Content zu den Frauen nicht nur Anlaufstelle für viele Fans, sondern auch für Moderator*innen und Kommentator*innen, die sich auf die Spiele vorbereiten.

Das Wachstum spiegelt uns ganz klar ein „weiter so“ und das wird es auch geben. Die Frauen sind ein elementarer Schwerpunkt für uns – und eben nicht aus reinem Eigeninteresse, sondern auch, weil wir gleichzeitig das Potenzial zur Reichweitensteigerung sowie der Erschließung neuer Zielgruppen sehen, die unser bestehendes Portfolio optimal ergänzen.

Weitere Zahlen im Schnelldurchlauf

Ich will nicht auf jeden Bereich so detailliert eingehen, da das den Rahmen sprengen würde. Aber hier gibt es noch weitere interessante Zahlen rund um den Blog:

  • 52 Podcastfolgen, im Schnitt knapp 90 Minuten pro Folge
  • Über 340.000 Downloads (Audio), mehr als 6.500 pro Folge
  • 367.000 Aufrufe auf YouTube (inklusive unserer Shorts, die den Großteil der Aufrufe ausmachen)
  • Mehr als 10.000 Abonnent*innen bei WhatsApp
  • 120 Prozent mehr Follower*innen bei Instagram, ca. 750.000 Aufrufe pro Monat, nichts ist beliebter auf Instagram als Content zu den Bayern Frauen – vor allem Spielerinnen-Interviews in der Mixed Zone
  • Rund 15 Millionen Klicks von mehr als 60.000 User*innen in der Miasanrot-Kurve

Erstes Ehrenmitglied in der Miasanrot-Kurve

Eine weitere spannende Zahl: 20.000. Der User „Jo_1“ hat in unserer Miasanrot-Kurve jüngst die 20.000 Beiträge gerissen. Für uns war weniger die Zahl an sich entscheidend als die Art und Weise. Jo_1 ist ein sehr zentraler Eckpfeiler dieses Forums geworden. Mit seiner ruhigen, humoristischen, lockeren und versöhnlichen Art ist er ein großer Gewinn für unsere Community. Deshalb haben wir ihm den Titel „Ehrenmitglied“ gegeben.

Der Austausch mit der Community und Menschen wie ihm ist uns weiterhin sehr wichtig. Engagierte User*innen aus unserer Community beeinflussen aktiv unseren Weg und unsere Themen – teilweise landen sie sogar selbst mal im Blog. Im Januar 2024 erschien ein Artikel von ihm über alle damaligen Leihspieler des FC Bayern bei uns.

Social Media: Warum nicht noch mehr?

Wir haben im Forum übrigens auch nachgefragt, welche Themen euch im Transparenzbericht besonders interessieren. Ein Thema war Social Media. Wie werden wir beispielsweise Zeit und Ressourcen dafür investieren, dort noch mehr Content anzubieten? Die Antwort ist für uns alle ernüchternd: Es wird sich nicht viel verändern, solange wir das Projekt nebenberuflich machen.

Wir konzentrieren uns derzeit stark auf zwei, drei Netzwerke, auf denen wir gute Fortschritte erzielen. Unser Fokus liegt darauf, euch weiterhin hochwertige Inhalte im Blog und im Podcast anzubieten. Alles, was nebenbei möglich ist, wird in Social Media investiert. Unser Ziel ist es, vor allem die Reel-Produktion weiter zu steigern. Aber auch hier musste ich feststellen, dass kurze zwei- bis dreiminütige Reels in der Produktion gern mal zwei, drei Stunden einnehmen: Aufnahme mit mehreren Takes, Vorbereitung darauf, Schnitt, Nachbearbeitung, Untertitel und und und.

Zeit, die ich im Alltag finden muss. Oder eben andere. Wir wissen um die Bedeutung von Social Media und das spiegelt sich auch in den Zahlen, aber wir können nicht die Kapazität erhöhen, wenn dafür die wichtigste Ressource fehlt: Zeit. Wir geben unser Bestes.

Auch nach TikTok wurde hier und da gefragt. Bisher entscheiden wir uns dagegen. Einerseits, weil wir schon auf ausreichend problematischen Netzwerken unterwegs sind. Andererseits aber, und das dürfte das noch viel entscheidendere Argument sein, weil auch das wieder zusätzlichen Druck und zusätzlichen Aufwand bedeuten würde. Die Kapazität haben wir einfach nicht.

Ein Irrglaube ist auch, dass Social Media ein entscheidender Treiber für die Reichweite von Artikeln ist. Es hilft natürlich, um die Bekanntheit zu erhöhen, aber Links werden nur sehr selten angeklickt. Auf allen Netzwerken.

Neuer Anstrich: Miasanrot in neuem Glanz

Was uns 2025 auch gelungen ist: Wir konnten uns ein neues Design für den Blog leisten. Übersichtlicher, etwas kompakter und vor allem auch moderner. Wir sind jetzt auch für Tage gerüstet, an denen mehr als nur ein oder zwei Artikel erscheinen und das war uns wichtig. In das Redesign ist viel Zeit und Energie geflossen, vor allem aber auch viel Geld. Ein mittlerer vierstelliger Betrag war dafür nötig.

Auch das kleine Pop-up, das euch regelmäßig darauf hinweist, dass unsere Arbeit unterstützt werden kann, war uns sehr wichtig, um das Thema präsent zu halten.

Gutes finanzielles Standbein, mehr (noch) nicht

Denn bei aller Freude über die Steigerung der Reichweite, ist gerade in diesem Bereich noch Luft nach oben. Erfreulich ist, dass die Einnahmen im Jahr 2025 gestiegen sind. Das liegt einerseits daran, dass wir eine Werbepartnerschaft mit 3Bears im Podcast hatten und jüngst eine Werbepartnerschaft mit Autodoc eingegangen sind (unauffälliger Bannerplatz auf der Startseite).

Andererseits seid ihr auch ein Grund dafür. Das Unterstützungsniveau ist leicht angestiegen – von ca. 1.200 Euro pro Monat auf ca. 1.500 Euro pro Monat. Hinzu kommen unregelmäßige Werbeeinnahmen im Podcast durch unseren Hostingservice Podigee. Da ich meine Jahresbilanz bisher nur grob überschlagen habe und dort auch alle Einnahmen reinfallen, die ich abseits von Miasanrot als Freiberufler habe, kann ich keine exakten Zahlen nennen. Jedoch dürften die Einnahmen durch den Blog mittlerweile zwischen 1.800 und 2.000 Euro pro Monat liegen (vor Steuer).

Für mich ist das damit mittlerweile ein gutes Standbein – aber es ist natürlich noch deutlich zu wenig, um den Schritt zu gehen, nur noch Miasanrot als Beruf zu betreiben. Und erst recht ist es zu wenig, um andere Autor*innen angemessen entlohnen zu können. Am Ende des Jahres konnte ich immerhin 2.510 Euro an das Team auszahlen – was runtergebrochen auf den Einzelnen oder die Einzelne nicht viel ist.

Mit Blick auf das Geleistete ist das sogar ein Witz, wenn wir ehrlich sind. Aber immerhin war es mir möglich, ein bisschen was zurückzugeben und im kommenden Jahr wird zumindest ein bisschen was dadurch frei, dass wir keine Kosten für das Design mehr übrig haben. Auch in Equipment wurde investiert: Für die Mixed Zone haben wir jetzt ein Mikrofon. Hinzu kommen Serverkosten im niedrigen vierstelligen Bereich pro Jahr, Kosten für Programme und Apps, die für den Podcast, Social Media oder den Blog wichtig sind, Kosten für Streamingdienste und einiges mehr.

  1. Alle Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten.

Persönlicher Einblick: Hart an der Grenze

Ich will abschließend noch ein persönliches Thema transparent machen: Es gab im Jahr 2025 mehrere Punkte, an denen ich hinterfragt habe, ob und wie das alles weitergehen kann. Nie war dabei auch nur ein Gedanke, dass ich Miasanrot einstampfe. Das wird in naher Zukunft nicht passieren, das verspreche ich. Aber die mentale Belastung ist enorm für mich. Ich musste mehrfach bewusste Auszeiten nehmen, die es allerdings aufgrund ihrer Kürze nur für ein paar Tage oder Wochen besser gemacht haben.

Selbst im Urlaub kann ich nicht loslassen. 2025 schrieb ich zwei Artikel während meines Urlaubs und koordinierte Themen via Smartphone, davor das Jahr nahm ich eine Podcastfolge in unserem Urlaub in Kopenhagen. Und ich kann nicht deshalb nicht loslassen, weil ich emotional so sehr daran hänge. Ich kann es deshalb nicht, weil die Contentproduktion stabil bleiben muss. Andernfalls werden wir von diversen Algorithmen sofort bestraft. Oft für mehrere Wochen.

Jeder Tag ohne Content wirft uns spürbar zurück. Sichtbarkeit, Relevanz des Mediums als Ganzes, teilweise auch Rückgang bei den Einnahmen durch Unterstützer*innen – all das ist abhängig von Regelmäßigkeit. Das bringt mich an Grenzen. Vor allem deshalb, weil ich fest daran glaube, dass dieses Projekt langfristig erfolgreich sein kann und ich diesen Weg bewusst gehe. Erfolgreich in dem Sinne, dass ich in Zukunft zumindest 70 bis 90 Prozent meiner Arbeitszeit für Miasanrot aufbringen kann. Aber es ist eben ein Projekt, das mir kaum freie Tage erlaubt.

Der Kampf um Wachstum

An manchen Tagen arbeite ich von 12-16 Uhr für Miasanrot und von 16-24 Uhr für ein anderes Medium. Manchmal auch mehrere Tage am Stück. Das ist nicht gesund, aber notwendig, wenn ich irgendwann unabhängiger von anderen Medien sein möchte. Ich kann im Moment sagen, dass ich es unter Kontrolle habe, dass ich ein stabiles Umfeld habe, das mich darauf hinweist, wenn Dinge offensichtlich zu viel werden und dass ich im Moment glaube, dass ich noch keine gefährlichen Grenzen überschritten habe.

Aber ich will und kann auch nicht ausschließen, dass es irgendwann zu viel wird und weiß, dass das auf Dauer so nicht funktionieren wird. Und das ist dann der Punkt, den ich mit diesem Einblick vermutlich machen möchte: Den Druck kann ich nur dann reduzieren, wenn ich mich mehr auf Miasanrot konzentrieren kann, ohne über meine Grenzen zu gehen. Bedeutet also: Wenn die Einnahmen steigen und ich woanders Arbeitszeit reduzieren kann.

Der alternative Weg wäre, dass ich meine Arbeitszeit für Miasanrot stark reduziere. Das wiederum würde dann bedeuten, dass es sehr wahrscheinlich wieder so wird, wie es vor einigen Jahren schon mal war: Ein, zwei Artikel die Woche, wenn es hoch kommt und unregelmäßige Podcasts.

Dieser Blog und alles, was da mit dranhängt, ist deutlich mehr als das, was bei euch ankommt. Es ist ein Riesenaufwand. Es ist viel Arbeit, viel Leidenschaft, manchmal auch viel Verzweiflung, weil ich Probleme lösen muss, für die ich nie ausgebildet wurde (SEO, Informatik, Buchhaltung, Communitymanagement, Video- und Audioproduktion etc.). Ich liebe das, was ich tue. Aber mittel- und langfristig muss sich das finanziell rechtfertigen lassen. So funktioniert diese Welt. Und ich muss auch auf mich aufpassen.

Die Zukunft von Miasanrot: Werbung?

Und das führt zu richtungsweisenden Entscheidungen, die wir in diesem und im nächsten Jahr treffen werden müssen. Beispielsweise: Wie viel Werbung sind wir bereit zu schalten? Wir haben uns damit schon sehr konkret beschäftigt – auch mit konkreten Einnahmen, die dadurch möglich wären.

In meiner Idealvorstellung möchte ich die Seite clean halten. Ich hasse es, wenn ich auf Websites gehe und erstmal drei oder viermal Werbung wegklicken muss und noch ein Video automatisch abspielt und dann noch ein falscher Klick einen neuen Tab öffnet oder mich gleich von der Seite wegführt. Uns ist die Usability der Seite wichtig. Usability reduziert wiederum Werbeeinnahmen – so simpel ist das.

Die bisherigen Angebote, die ich auf dem Tisch hatte, haben mich nicht überzeugt, das einzutauschen. Auch weil ich glaube, dass Werbung das größte Übel im Onlinejournalismus ist. Websites werden dadurch abhängig von Klicks und das wiederum führt im Wesentlichen zu zwei Dingen:

  1. In der Themenauswahl entscheidet man nicht danach, was qualitativ hochwertig ist oder was man als Redaktion relevant findet, sondern es wird danach entschieden, was Klicks bringt. Viele relevante Themen fallen dabei vom Tisch.
  2. In der Themendarstellung wird bewusst überspitzt und provoziert. Überschriften werden aus dem Kontext gerissen, Zitate sehr selektiv gewählt. Auch wir spielen manchmal mit Überschriften, aber wir bemühen uns immer um Seriosität.

Eine Paywall hingegen war für uns nie richtig Thema. Fußball sollte für alle bezahlbar sein und wir lieben es, dass wir unseren Content komplett kostenlos zur Verfügung stellen können und so auch Leute erreichen, die das Geld nicht haben, um diese Arbeit zu entlohnen.

Gleichzeitig merken wir, dass viele Menschen gar nicht erst bereit sind, für Journalismus zu bezahlen. Sonst gäbe es dieses Werbeproblem ja auch nicht im aktuellen Ausmaß. Fakt ist: Unseren aktuellen Weg können wir nur dann weitergehen, wenn mehr von euch bereit sind, uns finanziell zu unterstützen – regelmäßig und beständig. Andernfalls wird es in Zukunft Anpassungen geben müssen. Auch wenn das nach aktuellem Stand nicht das ist, was wir wollen und wir dahingehend noch keine konkreten Pläne haben.

Ausblick auf das Jahr 2026

Ich denke ehrlichgesagt, dass wir mit Miasanrot gerade ein Plateau erreichen. Ob es uns möglich sein wird, die fantastischen Zahlen nochmal zu steigern? Schwer vorherzusagen. Das wird auch davon abhängen, wie die zeitliche Verfügbarkeit aller Beteiligten aussieht. Wir arbeiten natürlich hart daran, aber einen weiteren großen Sprung nach vorn wie vom Jahr 2024 auf das Jahr 2025 erwarte ich aktuell nicht.

Für uns wird es 2026 im Wesentlichen darum gehen, Strategien zu entwickeln. Wie halten wir das Niveau? Wo können wir noch wachsen? Wie bekommen wir noch mehr Kapazität in Social Media gesteckt? Wie können die Einnahmen gesteigert werden, ohne den für das Business typischen Mechanismen zu verfallen? Wie können wir noch mehr Menschen davon überzeugen, uns zu unterstützen?

Das sind Fragen, die ich in diesem Jahr beantworten muss. Ich gehe auch das Jahr 2026 mit viel Optimismus, aber auch einer gesunden Portion Realismus an. In mir lebt weiterhin die Hoffnung, dass Miasanrot etwas Besonderes in der Medienlandschaft rund um den FC Bayern ist und dass die Wertschätzung dafür noch breiter werden kann.

Wir sind dankbar für das, was wir haben. Für den engen Austausch mit unserer treuen und sehr wertschätzenden Community. Für euer Feedback und euer Lob. Für eure finanzielle und emotionale Unterstützung. Für euer Verständnis dafür, dass wir nicht konstant auf dem hohen Niveau liefern können, das wir uns selbst zum Ziel setzen. Für euren thematischen Input und eure Inspiration. Ihr alle seid Miasanrot – und auch das macht uns als Medium besonders.

Wir arbeiten weiter hart daran, dass das alles hier ein noch viel größerer Erfolg wird. Auf ein gutes Jahr 2026!

Justin Kraft

Chefredakteur und Inhaber von Miasanrot

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