Trotz 2:2 nach 0:2 beim VfB II: Aue so gut wie abgestiegen | OneFootball

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·19 de abril de 2026

Trotz 2:2 nach 0:2 beim VfB II: Aue so gut wie abgestiegen

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Der FC Erzgebirge Aue steht praktisch als zweiter Absteiger in die Regionalliga fest. Beim VfB Stuttgart II kamen die Veilchen am Sonntagnachmittag zwar nach einem 0:2-Rückstand spät per Elfmeter noch zu einem Remis, liegen vor den letzten vier Spieltagen nun allerdings zwölf Punkte und 16 Tore hinter dem rettenden Ufer. 

Sessa traumhaft, Arevalo fast unabsichtlich

Wird der erstmalige Abstieg des FC Erzgebirge Aue in die Regionalliga beim Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart II besiegelt? Diese Frage stellte sich vor der zweiten Sonntagspartie, denn die Veilchen mussten zwangsläufig einen Punkt holen, um die endgültige Gewissheit hinauszuzögern. Dazu veränderte Interimscoach Khvicha Shubitidze seine Mannschaft nach dem 1:1 gegen Verl auf drei Positionen, indem er Günther-Schmidt, Ehlers und Majetschak für Bornschein, Uhlmann und Fabisch einsetzte. VfB-Coach Nico Willig tauschte gegenüber dem 1:3 in Aachen sogar viermal – Olivier, Herwerth, Freßle und Arevalo starteten für Spalt, Köhler, die Benedetto und Sankoh.


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Im Sonnenschein von Aspach wollte sich in der Anfangsphase keine Mannschaft verstecken. Beide Seiten suchten frühe Vorstöße, aber Aue verteidigte aufmerksam und zeigte im Gegenzug jedoch fehlende Präzision in den eigenen Angriffen. Richtig eingreifen musste Martin Männel dann bei einem zentralen Abschluss im Sechzehner von VfB-Profi Arevalo, aber der FCE-Keeper parierte gegen den Stürmer aus Ecuador (16.) – und gleich danach setzte Arevalo zum Fallrückzieher an, der aber auf dem Tordach landete (18.). Auch auf Seiten der Veilchen suchte Guttau den ersten Abschluss, aber sein Versuch aus vollem Lauf blieb gänzlich ungefährlich (20.).

Insgesamt bot die Partie lange keine Highlights. Darvich marschierte dann bis zur Grundlinie, doch Aue stellte die Räume zu – so landete die Hereingabe von vornherein nur am Außennetz (32.). Umso schöner gestaltete sich der Führungstreffer der jungen Stuttgarter. Darvich wurde bei einem Dribbling von drei Gegenspielern gestört, aber die Kugel sprang etwas glücklich zu Sessa, der noch einen weiteren Verteidiger aussteigen ließ – und dann per Schlenzer gekonnt aus der Distanz traf (38.). Und für Aue kam es direkt ganz dick: Zwei Abwehrspieler bekamen Darvich wiederholt nicht unter Kontrolle, der in den Rückraum zu Olivier passte. Dessen Flanke verwertete Arevalo fast schon unabsichtlich, weil ihm die Kugel trotz Manndeckung von Malone gegen das Schienbein prallte (40.). Männel verhinderte noch Schlimmeres, weil er einen weiteren Distanzschuss von Darvich aus dem Winkel kratzte (41.). Kurz vor der Pause bekam Aue noch einen Freistoß in zentraler Position zugesprochen, aber Guttaus Versuch ging über den Kasten (45.+1).

Bär verschiebt den Abstieg per Elfmeter

45 Minuten waren die Veilchen noch von der Gewissheit des Abstiegs entfernt, wenn nichts mehr passierte. Doch Aue stemmte sich dagegen. Bei einem Konter hatte Bär das Auge für Guttau, der mit dem perfekten Steilpass in Szene gesetzt wurde – und aus spitzem Winkel traf der Außenstürmer zum Anschluss (54.). Aber was kam noch aus dem Erzgebirge? Weinhauer brach ein weiteres Mal auf der Außenbahn durch, doch aufgrund eines Foulspiels wurde er zurückgepfiffen (63.). Aber gleichzeitig waren die Veilchen auch in der Defensive gefordert – Männel hielt einen Kopfball des eingewechselten Diehl fest, der aus fünf Metern sehr frei an das Spielgerät kam (75.).

In der Schlussphase kam Aue kaum noch nach vorne. Stuttgart II schnürte die Veilchen phasenweise ein, aber die Abschlüsse fehlten. Doch dann sprintete Bär in einen Rückpass der Stuttgarter und kollidierte auf der Strafraumlinie mit VfB-Keeper Hellstern – ein Pfiff des Schiedsrichters blieb aus (82.). Männel hielt seine Mannschaft daraufhin noch im Spiel, weil er im Eins-gegen-eins gegen Diehl parierte (84.). Und dann? Dann sprang Herwerth die Kugel bei einer Auer Flanke an den ausgestreckten Arm – und Kapitän Bär verwandelte den fälligen Elfmeter zum dringend benötigten Ausgleich (88.)! Der Wahnsinn nahm beinahe den perfekten Lauf, aber aus etwa zehn Metern nahm Bär den Ball freistehend Volley – und jagte die Kugel damit weit über das Gehäuse (90.+3).

So endete die Partie mit einem 2:2-Unentschieden, das noch keine rechnerische Gewissheit auf beiden Seiten zuließ. Der VfB II bleibt bei vier ausstehenden Spielen aber schon elf Punkte vor Platz 17, während der Abstand von Aue zum rettenden Ufer nun exakt zwölf Zähler und 16 Tore beträgt. Realistisch gesehen ist das nicht mehr aufzuholen. Besiegelt werden könnte der Abstieg am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Wiesbaden, Stuttgart II gastiert am nächsten Sonntag beim TSV Havelse.

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