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·18 de julio de 2026

Trotz Aufstockung und tieferer Abwehr: "Qualität sehr hoch"

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Die FIFA-Analysten um Wenger und Klinsmann ziehen ein positives WM-Fazit. Zu den Trinkpausen wollten sie sich nicht äußern.

Die besten "Mannschaften" im Finale, mehr Fernschusstore, tiefere Abwehrblöcke, Zeitgewinn durch neue Regeln - und kein Qualitätsverlust trotz 48 Teilnehmern: Die Fußball-Analysten der FIFA um Weltmeister Jürgen Klinsmann haben ein positives sportliches Fazit der umstrittenen XXL-WM in Nordamerika gezogen. Zum größten Aufregerthema, den Trinkpausen und deren Einfluss auf das Spiel, wollten sie sich aber nicht äußern.


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"Ich glaube, die Qualität des Turniers war sehr hoch", sagte Ex-Trainer Arsène Wenger, FIFA-Direktor und Chef der Technical Study Group des Weltverbands, auf einer Pressekonferenz am Samstag in New York: "Viele haben befürchtet, dass mehr Teams ein Desaster für einige bedeuten würden. Das war nicht der Fall. Die Lücke zwischen den Großen und den Kleinen hat sich verringert." Die WM auf 48 Mannschaften aufzustocken, sei "die richtige Entscheidung und ein großer Erfolg" gewesen.

Nach Wengers Einschätzung erreichten die beiden Teams das Finale, die "am meisten als Mannschaft auftraten", das habe, so der Franzose, mit der Länge des Turniers zu tun. "Das ist eine großartige Botschaft", sagte der langjährige Trainer des FC Arsenal mit Blick auf Spanien und Argentinien: "Sie zeigen, wie wichtig technische Qualität und Teamintelligenz sind. Sie sind während des Turniers gewachsen."

Trotz mehrfacher Nachfrage wollten sich Wenger, Klinsmann und Co. nicht zu etwaigen Auswirkungen der umstrittenen Trinkpausen äußern. "Wir haben noch keine Schlüsse gezogen, wir werden das analysieren", sagte Wenger.

Andere Regeländerungen sind dagegen bereits analysiert: Abstöße erfolgten deutlich schneller, nur noch zwölf Prozent dauerten länger als 30 Sekunden (2022 noch ein Viertel). Im Schnitt gab es nur noch 1,6 Behandlungspausen pro Spiel (statt 2,3). Torhüter fausteten fast zehn Prozent öfter bei Flanken, Ecken und Freistößen, laut dem Ex-Torhüter Pascal Zuberbühler eine Folge der Regelauslegung, "Torhüter besser zu schützen".

Taktische Gründe hatte dagegen der Anstieg von Toren nach Schüssen von außerhalb des Strafraums von 8 auf 16 Prozent. "Immer mehr Mannschaften verteidigen im tiefen Block, da ist kein Platz im Zentrum", erklärte Klinsmann, "da sind Schüsse von außerhalb ein Rezept - auch für die Zukunft."

Selbst Spitzenteams wie Spanien, Frankreich und Argentinien verteidigten tiefer, damit kam die Schnelligkeit ihrer Offensivspieler bei Gegenstößen zu größerer Wirkung. "Die Explosivität einzelner Spieler wird wichtiger", meinte Wenger. Enttäuscht war Klinsmann dagegen von den Standardsituationen: "Ich habe keine neuen Varianten gesehen, die den Unterschied machten. Aber die Trainer hatten auch wenig Zeit, sie zu üben."

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