DFB-Frauen
·13 de mayo de 2026
U 17-Trainerin Loderer: "Mit unserer Intensität werden die Spanierinnen Probleme haben"

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Die deutschen U 17-Juniorinnen stehen bei der EM in Nordirland im Halbfinale, am Donnerstag (ab 19 Uhr) geht es gegen Spanien um den Einzug ins Endspiel. Im DFB.de-Interview blickt Cheftrainerin Sabine Loderer auf die Gruppenphase zurück, ordnet die erfolgreiche WM-Qualifikation ein und schaut auf die anstehende K.o.-Runde.
DFB.de: Der Einzug ins EM-Halbfinale stand nach Siegen, dem 3:1 gegen Norwegen und dem 1:0 gegen England, bereits vor dem letzten Gruppenspieltag fest. Wie bewerten Sie die ersten beiden Partien, Sabine Loderer?
Sabine Loderer: Die Mädels sind von Anfang an gut reingestartet, vor allem mit Blick darauf, dass es ihr erstes Turnier ist. Wir waren gut gewappnet und voller Überzeugung. Gegen die Norwegerinnen und ihre intensive Spielweise haben wir super dagegengehalten, eine erste Drangphase gut überstanden und das Spiel schlussendlich verdient mit 3:1 gewonnen. Die Engländerinnen hatten dann eine andere Spielanlage und individuell starke Spielerinnen. Auch da haben wir sehr wenig zugelassen. Dann waren wir in der komfortablen Lage, nach dem zweiten Spiel nicht nur den Gruppensieg, sondern damit auch die WM-Qualifikation geschafft zu haben. Das war unser erstes Etappenziel.
DFB.de: Vom 17. Oktober bis zum. 7. November findet die U 17-WM in Marokko statt. Welche Bedeutung hat die Qualifikation dafür?
Loderer: Als wir diesen Schritt geschafft hatten, musste sich das bei allen erst einmal setzen. Es war unser großes Ziel, unsere gemeinsame Geschichte noch bis in den Herbst verlängern und mit unserem "Rudel" noch ein paar Monate zusammenarbeiten zu können. So richtig werde ich es wohl erst nach dem Turnier realisieren, das wird vielen anderen auch so gehen. In diesem Alter bei einer WM gegen interkontinentale Gegner anzutreten - mit anderen Spielweisen, in einem anderen Setting -, ist etwas ganz Besonderes.
DFB.de: Zunächst ging es aber bei der EM weiter, gegen Gastgeber Nordirland gab es im dritten Gruppenspiel ein 0:1.
Loderer: Im letzten Spiel hatten wir eine andere Konstellation auf dem Platz. Da ist es auch für die Mädels nicht so einfach, in den Flow zu kommen, weil sie so nicht oft zusammengespielt haben. Dennoch haben wir viele Torchancen erspielt und viermal das Aluminium getroffen. Hinzu kommt das Gegentor nach einem zweifelhaften Freistoß, das zusätzlich vermutlich noch Abseits war - aber das gilt es im Fußball zu akzeptieren. Es war ein Spiel, das wir schnell abgehakt haben, auch wenn uns die Niederlage zunächst natürlich geärgert hat. Jetzt richten wir den Blick nach vorne und auf Spanien.
DFB.de: Wie gelingt es, den Fokus nach so einem Spiel wieder neu auszurichten?
Loderer: Wir hatten das Glück, einen "Extratag" zu haben, da wir in der Gruppe A waren. So liegen diesmal drei Tage zwischen den Spielen. Das haben wir genutzt, um auch einmal komplett runterzufahren. Es ist wichtig runterzukommen, wenn man dann wieder scharfstellen will. Wir haben etwas Leichtigkeit reingebracht, aber auch noch mal einen Recap zur Gruppenphase gemacht. Wir haben Themen herausgestellt, die gut und wichtig waren und das auch im kommenden Spiel sein werden. Es gibt viele Aspekte, in denen wir brutal stark sind und die wir auch brauchen werden.
DFB.de: Was für ein Spiel erwarten Sie im Halbfinale gegen die Spanierinnen?
Loderer: Wir wollen weiter stark bei uns bleiben. Natürlich haben wir den Gegner im Blick, aber wir bleiben in unserem Fokus: Wie wollen wir dem Gegner mit unserer Art und Weise Probleme bereiten? Wir kennen die Spanierinnen und haben sie mit diesem Jahrgang schon mehrmals bespielt. Es ist eine sehr spielstarke Mannschaft mit vielen guten Zockerinnen, die viel über das Zentrum kommen und sehr variabel agieren. Wir wollen auf unsere Art dagegenhalten, wie wir es auch in diesem Turnier defensiv schon gezeigt haben. Mit der Intensität und Schärfe, mit der die Mädels die Spiele angehen - egal, ob offensiv oder defensiv -, werden die Spanierinnen auch Probleme haben.
DFB.de: Die Gruppenphase wurde komplett auf Kunstrasen gespielt. Im Windsor Park, wo die Halbfinalspiele und das Finale ausgetragen werden, liegt Naturrasen. Macht das einen Unterschied?
Loderer: Die Spielerinnen kennen es aus dem Alltag, im Training und in Spielen zwischen Kunst- und Naturrasen zu wechseln, deswegen thematisieren wir es nicht großartig. Wir freuen uns einfach total, dass wir in diesem Stadion spielen dürfen, vor einer hoffentlich tollen Kulisse. Das haben sich die Mädels total verdient. Wir trainieren natürlich im Vorfeld auch auf Rasen, da kommt vielleicht anderes Schuhwerk zum Einsatz, aber wir bleiben bei unserem Spiel - da macht der Rasen keinen Unterschied.
DFB.de: In der K.o.-Runde gibt es nach 90 Minuten direkt ein Elfmeterschießen. Inwieweit spielt das in der Herangehensweise eine Rolle?
Loderer: Das ist bei U-Turnieren immer so, deswegen ist es nichts Neues für uns, auch wenn es natürlich mit diesem Team das erste Mal ist, dass wir ein K.o.-Spiel bestreiten dürfen. Wir sind aber darauf eingestellt und haben uns auch immer wieder mit dem Thema Elfmeterschießen beschäftigt, obwohl man den Realfall nie zu 100 Prozent nachstellen kann. Sollte es dazu kommen, sind wir gewappnet, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es auch schon in den 90 Minuten vorher entscheiden können.




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