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·1 de marzo de 2026
Vertrag läuft aus: Emre Cans Kreuzbandriss stürzt Borussia Dortmund in ein Dilemma

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·1 de marzo de 2026

Kapitän Emre Can fällt nach Kreuzbandriss monatelang aus. Sein Vertrag endet im Sommer – Borussia Dortmund steht vor einem Dilemma bei der Personalplanung.
Emre Can verlässt das Stadion an Krücken, das linke Knie zerstört, die Saison gelaufen. Ich schaue mir diese Bilder an und frage mich: Ist das der Abschied eines Kapitäns, den niemand so wollte?
Die Diagnose Kreuzbandriss trifft Borussia Dortmund in einem Moment, der ohnehin fragil ist. Can war nicht irgendein Spieler in dieser Mannschaft. Er war der Kapitän, der sich vom zentralen Mittelfeld in die Innenverteidigung versetzen ließ, weil es der Klub brauchte. Er war derjenige, der gegen Bayern München trotz offensichtlicher Schmerzen weiterspielte, bis es körperlich nicht mehr ging. Erst kurz vor der Pause musste Ramy Bensebaini übernehmen. Diese Szene sagt viel über Can aus – und noch mehr über die Situation, in der sich der BVB befindet.
Sebastian Kehl spricht von Unterstützung, von Zusammenhalt, von der Bedeutung des Kapitäns für den Klub. Das sind die richtigen Worte in einem solchen Moment. Doch hinter den Kulissen steht eine Frage im Raum, die niemand öffentlich stellen will: Was passiert mit einem 32-jährigen Spieler, dessen Vertrag im Sommer ausläuft und der nun monatelang ausfällt?
Die Arithmetik ist brutal. Ein Kreuzbandriss bedeutet in der Regel sechs bis neun Monate Pause. Can wird frühestens im Herbst wieder spielfähig sein, möglicherweise später. Zu diesem Zeitpunkt wäre er längst kein BVB-Spieler mehr – es sei denn, beide Seiten einigen sich auf eine Vertragsverlängerung. Doch welchen Anreiz hat ein Klub, einen verletzten Spieler zu binden, dessen Marktwert gerade implodiert? Und welchen Anreiz hat ein Spieler, sich an einen Verein zu binden, der ihn womöglich nur aus Mitleid hält?
Ich beobachte den Profifußball lange genug, um zu wissen, wie solche Geschichten enden. Die Solidaritätsbekundungen verblassen, die wirtschaftlichen Realitäten setzen sich durch. Trainer Niko Kovac muss seine Mannschaft neu aufstellen, die Planungen für die kommende Saison laufen bereits. Can wird in diesen Planungen bestenfalls eine Randnotiz sein.
Das Bittere daran: Can hat sich diese Verletzung nicht durch Leichtsinn zugezogen. Er hat sie sich geholt, weil er für seinen Klub alles gegeben hat, bis zur letzten Sekunde. Das Spitzenspiel gegen Bayern war möglicherweise sein letzter Einsatz im BVB-Trikot. Nicht weil er es so wollte, sondern weil sein Körper ihm die Entscheidung abgenommen hat.
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