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·30 de mayo de 2026
Verzwergung der Bundesliga: Schalke-Fans retten die Bilanz

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Der FC Schalke 04 ist zurück in der Bundesliga und stärkt die Fraktion der Traditionsklubs.
In den vergangenen Jahren ist die Verzwergung der Bundesliga abgeklungen. Während Traditionsklubs wie Werder Bremen oder der Hamburger SV zurück in der Bundesliga sind, verabschiedete sich mancher Underdog wie Holstein Kiel aus dem deutschen Oberhaus.
Für die Saison 2025/26 gab es gute Chancen, diesen Trend fortzusetzen. Große Traditionsklubs wie Hertha BSC und Hannover 96 strebten die Rückkehr in die Bundesliga an. Doch daraus wurde nichts. Bei allem Respekt: Zwei kleine Außenseiter wie die SV Elversberg und der SC Paderborn machten schließlich das Rennen. Immerhin gelang Schalke 04 die Überraschung mit der Zweitliga-Meisterschaft. Um in der bildlichen Sprache zu bleiben: Ein Riese und zwei Zwerge bereichern die Bundesliga 2026/27.
Natürlich hat die Bundesliga immer ihren Charme, wenn auch vermeintlich kleine Klubs mitspielen. Aber wenn Außenseiter und „Plastik-Klubs“ womöglich die Mehrheit bilden, macht die deutsche erste Liga insgesamt weniger Spaß. Das dürfte unter Fußballfans Konsens sein.
Wer stieg aus der Bundesliga 2025/26 ab? Der FC St. Pauli ist vielleicht kein „Riese“, aber auf jeden Fall ein Traditionsklub, der nun im Oberhaus fehlt. Zur Freude vieler scheiterte der Werksklub VfL Wolfsburg in der Relegation gegen Paderborn. Außerdem stieg Außenseiter 1. FC Heidenheim nach drei Jahren Erstliga-Zugehörigkeit ab.
Ein reines Rechenspiel zum Thema Verzwergung der Bundesliga: Der FC St. Pauli erreichte einen Zuschauerschnitt von 29.484, was Platz 14 im Zuschauer-Ranking bedeutete. Wolfsburg brachte es auf 24.716 Besucher und belegte Platz 16. Heidenheim wurde Letzter mit 14.941 Anhängern. Natürlich spielt auch das Fassungsvermögen eines Stadions eine Rolle, das Heidenheimer Stadion war stets ausverkauft. Insgesamt verliert die Bundesliga mit den drei Absteigern 69.141 Besucher.
Die 2. Liga bringt nun die SV Elversberg mit einem Zuschauerschnitt von 9.154 (18. in Liga-2-Ranking) mit, dazu den SC Paderborn (Platz 14) mit 14.522 Besuchern. Schalke wurde auch in der Zuschauer-Tabelle Meister der 2. Liga mit durchschnittlich 61.700 Besuchern. Der erste Platz ist keine Selbstverständlichkeit, da Hertha BSC formal ein Stadion mit über 70.000 Plätzen besitzt, aber knapp unter einem 50.000er-Schnitt blieb. Jedenfalls bringen Schalke, Elversberg und Paderborn zusammen einen Zuschauerschnitt von 85.376 mit. Das ist ein Plus von 16.235 Fans im Vergleich zu den Bundesliga-Absteigern.
Zugespitzt kann man festhalten: Durch den Aufstieg der Schalker wird die Verzwergung der Bundesliga gerade noch aufgehalten.







































