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VfL Osnabrück

·20 de marzo de 2026

VfL bei junger TSG in Hoffenheim gefordert

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Am Sonntag tritt der VfL Osnabrück bei der TSG Hoffenheim II an (Anpfiff: 13:30 Uhr). Gegen die jüngste Mannschaft der Liga wollen die Lila-Weißen den nächsten Auswärtserfolg und erstmals einen Sieg im Dietmar-Hopp-Stadion feiern. Der Vorbericht.

Der Gegner Mit der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim II trifft der VfL Osnabrück am Sonntag auf eine Mannschaft, die in diesem Jahr noch nicht so richtig Fuß fassen konnte. Landeten die Kraichgauer in der Hinrundentabelle noch auf einem soliden siebten Tabellenplatz, steht man in der Rückrunde nach nur einem Sieg (3:1 gegen Ulm) und einem Remis (2:2 gegen Hansa Rostock) mit vier Punkten auf dem vorletzten Platz.


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Erklären lässt sich dieser Leistungsabschwung teilweise auch mit den Abgängen, die man im Wintertransferfenster verkraften musste. Mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der für eine Ablösesumme von 200.000 Euro zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt wechselte, verloren die Hoffenheimer ihren bis dato torgefährlichsten Spieler. In 18 Partien erzielte der Flügelstürmer neun Tore und bereitete sechs Treffer vor. Damit hatte der 21-Jährige einen entscheidenden Anteil daran, dass die TSG mit 40 Toren die drittbeste Offensive der Hinrunde stellte. Des Weiteren verlor man mit Ruben Reisig (Rot-Weiss Essen) auch einen Stammspieler in der Defensive. Außerdem verließen Gianluca Pelzer (Energie Cottbus) sowie Simon Kalambayi und Ahmed Etri (beide vereinslos) den Verein. Mit David Mokwa vermeldete man zudem einen weiteren Abgang.  Seit Winter läuft der Franzose für den SV Elversberg auf. Der 21-Jährige Stürmer gehörte zwar dem Kader der ersten Mannschaft an, lief in der Hinrunde aber auch in acht Spielen (3 Tore) für die TSG in der 3. Liga auf.

Diese personellen Verluste versucht man bei den Hoffenheimern vor allem mit internen Kräften aufzufangen. So stellte man mit Oskar Hencke (Stuttgarter Kickers) nur einen einzigen externen Winterneuzugang vor. Offiziell in den Kader der Zweitvertretung rückten zudem aus dem Bundesligakader der TSG Florian Micheler sowie aus der eigenen U19 Natnael Abraha auf. Wer bei der Zweitvertretung der TSG jedoch am Wochenende auflaufen wird, lässt sich schwer vorhersagen. Immer wieder rücken einzelne Spieler aus der ersten Mannschaft in den Spieltagskader. Einer von ihnen ist beispielsweise Yannick Eduardo, der im Winter von Rasenballsport Leipzig nach Hoffenheim wechselte. In der Hinrunde dieser Saison spielte der Tscheche noch leihweise für den niederländischen Zweitligisten FC Dordrecht und erzielte dort in 22 Einsätzen zwölf Tore. In seinen bisherigen fünf Einsätzen für die TSG in der 3. Liga blieb der 20-Jährige jedoch noch ohne Treffer.

Dagegen so richtig im neuen Jahr aufblühen konnte Deniz Zeitler. Der 19-Jährige, der der einzige Spieler der TSG ist, der an allen bisher 29 Spieltagen zum Einsatz kam, erzielte in der Hinrunde lediglich vier Treffer. Im neuen Jahr konnte der Offensivakteur dagegen in sieben von zehn Rückrundenpartien treffen und ist damit mittlerweile mit zwölf Treffern der Toptorschütze der TSG. Ebenfalls zum Stammpersonal gehört Kapitän Valentin Lässig. Der Defensivallrounder stand zuletzt jedoch auch immer wieder im Kader der Bundesligamannschaft und verpasste somit die Partien gegen Hansa Rostock und den SC Verl. Mit seinen erst 23 Jahren gehört Lässig dennoch zu den ältesten Spielern im Kader der Hoffenheimer. Denn mit einem Altersdurchschnitt von lediglich 21,1 Jahren weist die TSG den jüngsten Kader der 3. Liga auf. Dieser Altersdurchschnitt spiegelt sich auch in der Drittligaerfahrung wider. Denn mit bislang 511 Einsätzen in der 3. Liga weisen die Kraichgauer den geringsten Wert im Ligavergleich auf. Der VfL steht dagegen in dieser Statistik mit der Erfahrung aus 1.791 Einsätzen im Mittelfeld.

Ganz oben stehen die Hoffenheimer allerdings in der Rangliste der eingesetzten Spieler. Bereits 40 verschiedene Namen setzte die TSG in dieser Saison ein. Der VfL weist dagegen mit nur 25 Akteuren den zweitgeringsten Wert auf. Dass der hohe Wert der Hoffenheimer aber kein Hinweis auf geringe Qualität ist, zeigte unter anderem die Liste der DFB-Nominierungen für die kommenden U19- und U18-Nationalspiele. Denn mit Luis Engelns, Luca Erlein, Jykese Fields, Tiago Poller, Natnael Abraha und Zain Biazid wurden gleich sechs Akteure nominiert, die in dieser Spielzeit auch in der 3. Liga für die Hoffenheimer aufliefen.

Die Ausgangslage Wie bereits angedeutet, suchen die Hoffenheimer im neuen Jahr noch nach ihrer Form. Am vergangenen Wochenende unterlag man auswärts bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart mit 0:1. Dabei konnte Torwart Lúkas Petersson in der 36. Minute zunächst einen Strafstoß der Stuttgarter halten, war kurz vor Ende der Partie, in der 86. Minute, beim Gegentreffer von Kenny Freßle jedoch machtlos. Allgemein musste der U-Nationalspieler Islands in der Rückrunde schon oft hinter sich greifen. Mit 26 Gegentoren stellt die TSG die schlechteste Rückrunden-Defensive der 3. Liga. In der Offensive dagegen sind die Hoffenheimer treffsicher. So konnte die TSG in dieser Saison erst in drei Partien kein eigenes Tor erzielen. Der VfL Osnabrück dagegen ging schon sechsmal in dieser Spielzeit ohne eigenen Treffer vom Feld. Trotzdem reisen die Lila-Weißen als Spitzenreiter in den Kraichgau und zeigten sich zuletzt besonders in der Offensive in Topform. Denn während die Hoffenheimer in den letzten fünf Spielen sieben Tore erzielten, schoss der VfL im selben Zeitraum doppelt so viele Treffer (14).

Zuletzt feierte man mit dem 4:1-Heimerfolg gegen den SV Waldhof Mannheim den fünften Sieg in Folge. So weist die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz in den letzten fünf Partien ein Torverhältnis von 14:2 auf. Kurios ist dabei auch, dass man sowohl gegen Jahn Regensburg als auch gegen die Mannheimer im Hin- wie auch im Rückspiel dieselben Ergebnisse feierte (2:0 und 4:1). Diesen Lauf wollen die Osnabrücker am Sonntag jedoch nicht fortsetzen. Schließlich folgte in der Hinrunde daraufhin eine deutliche 0:4-Heimniederlage gegen die TSG. Von der damaligen Startelf der Hoffenheimer werden am Sonntag jedoch definitiv David Mokwa (SV Elversberg), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (Eintracht Frankfurt), Ruben Reisig (Rot-Weiss Essen) und Yannis Hör (Rotsperre) nicht auf dem Platz stehen. VfL-Cheftrainer Timo Schultz warnte im Spieltagsinterview am Freitagvormittag jedoch davor, die Hoffenheimer nun auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es waren Spieler, die der Mannschaft auch entwachsen waren und die jetzt einfach reinmussten in den Herrenbetrieb und in eine richtige Profimannschaft. Dementsprechend kommen jetzt die nächsten Jungen nach, über die man in ein bis zwei Jahren sicherlich genauso reden wird. Letztendlich müssen wir auf uns gucken und ihnen ihre Stärken nehmen. Es ist klar, dass wir wie immer kompakt und aggressiv spielen. Und wenn wir das schaffen, haben wir schon viel gewonnen.“

Während die Hoffenheimer vor einem Monat beim Heimspiel gegen Viktoria Köln den zweittiefsten Zuschauerwert dieser Saison aufstellten (649 Zuschauer), dürfen die Kraichgauer am Sonntag deutlich mehr Personen im Dietmar-Hopp-Stadion erwarten. Schließlich werden zwischen 800 und 900 Lila-Weiße den Weg aus Osnabrück antreten, um ihre Mannschaft erneut zu unterstützen. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der VfL im 6.350 Zuschauer fassenden Stadion zu Gast sein wird. Schließlich traf man vor fast neun Jahren in der 2. Bundesliga schon einmal auf die TSG Hoffenheim. Gegen die erste Mannschaft des Vereins unterlag man im September 2007 nach einer frühen Führung durch Paul Thomik noch mit 1:3. So wollen sich die Lila-Weißen am Sonntag revanchieren und am Ende vor einem voll besetzten Gästeblock den dritten Auswärtssieg in Folge feiern. Für Kurzentschlossene öffnet am Spieltag vor Ort auch eine Tageskasse. Alle Infos dazu sind in den Faninfos nachzulesen.

Das Personal Bei der TSG muss Trainer Stefan Kleineheismann mit Yannis Hör (Rotsperre), Leonard Krasniqi (Aufbautraining) und Tim Philipp (unbekannte Verletzung) auf drei Spieler verzichten.

Auf der Gegenseite verzeichnet Timo Schultz die Ausfälle von Robin Fabinski (Bänderdehnung im Knie) und Bjarke Jacobsen (Gelbsperre). Ansonsten sind alle Spieler fit und eine Option für den Spieltagskader.

Stimmen zum Spiel TSG-Trainer Stefan Kleineheismann lobte die Osnabrücker im Vorbericht der Hoffenheimer in höchsten Tönen: „Osnabrück spielt Drittliga-Fußball in seiner besten Form. Sie stehen kompakt, alle verteidigen geschlossen mit. Gleichzeitig sind sie in Umschaltsituationen extrem gefährlich. Da müssen wir sehr aufpassen. Osnabrück ist die mit Abstand beste Mannschaft der Liga.“ Gleichzeitig gehen die Kraichgauer aber auch mit Selbstvertrauen in die Partie: „Wir bleiben dabei: Wenn wir es schaffen, unsere Topleistung auf den Platz zu bringen, können wir gegen jedes Team in dieser Liga gewinnen.“

VfL-Cheftrainer Timo Schultz verriet im Spieltagsinterview, dass er sich auch aufgrund der Spielweise der Hoffenheimer auf die Partie freut: „Es ist eine sehr spielstarke Mannschaft, auch wenn sie jetzt in der Rückserie nicht so gut gepunktet haben wie in der Hinrunde. Sie haben auf jeden Fall Jungs, die kicken können und wollen, die etwas riskieren und sehr beweglich sind. Es macht immer Spaß, gegen Zweitvertretungen zu spielen, gerade wenn sie so mutig auftreten wie die Hoffenheimer. Dementsprechend müssen wir uns da gut vorbereiten.“

Angesprochen auf die beiden Ausfälle von Robin Fabinski und Bjarke Jacobsen zeigte sich der 48-Jährige sichtlich entspannt und verwies auf die qualitative Breite des Kaders: „Sie waren in den letzten Wochen schon beide Leistungsträger bei uns. Aber Robin hat auch schon zum Start des Jahres eine Zeit lang gefehlt. Da konnten wir ihn gut ersetzen und auch Bjarke war schon mal raus. Da haben wir andere Spieler, die in die Lücken reinspringen können. Wir haben einen sehr breiten Kader und rotieren manchmal auch so, ohne dass Sperren oder Verletzungen vorliegen. Also die Jungs, die reinkommen, haben Bock und von mir das hundertprozentige Vertrauen.“

TV und Liveticker Der Pay-TV Sender Magenta Sport überträgt die Partie ab 13:15 Uhr live. Zudem meldet sich wie gewohnt kurz vor Spielbeginn auch das Liveradio presented by Fuchs Group unter vfl.de/liveradio.  Ansonsten ist das Spiel auch im Liveticker in der App und über die Website verfolgbar.


Text: Jendrik Greiwe Foto: Fabian Frommeyer

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