Vom ersten Tor bis zum letzten Heimspiel: Julian Brandt blickt zurück auf sieben BVB-Jahre | OneFootball

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·7 de mayo de 2026

Vom ersten Tor bis zum letzten Heimspiel: Julian Brandt blickt zurück auf sieben BVB-Jahre

Imagen del artículo:Vom ersten Tor bis zum letzten Heimspiel: Julian Brandt blickt zurück auf sieben BVB-Jahre

„Ein besonderer Moment für mich war das erste Bundesliga-Spiel, da habe ich direkt mein erstes Tor für Dortmund geschossen“, sagt Julian Brandt rückblickend im BVB-Podcast – nun steht er vor seinem letzten Heimspiel. Ein letztes Mal der Weg durch den Tunnel zur Gelben Wand. Das „Einlaufen zum Aufwärmen“ ist für den seit wenigen Tagen 30-Jährigen der Top-eins-Moment vor jedem Heimspiel: „Dieser Weg, der Tunnel, das Bild vergrößert sich – und du siehst dann die immense Größe.“

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Julian Brandt kam im Sommer 2019 als 23-Jähriger zum BVB und formulierte in seinem ersten Interview mit dem Mitgliedermagazin BORUSSIA Sätze, die von Reflexion und Reife zeugten, zugleich aber auch viel über den Fußball-Romantiker in ihm aussagten: „Ich bin nach Dortmund gegangen, weil ich einfach Bock darauf hatte. Ich will mich nicht einfach nur an einen Verein verkaufen. Ich versuche, mich immer daran zu erinnern, warum wir eigentlich Fußball spielen: weil wir schon als kleine Kinder Spaß daran hatten.“


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Brandt vermittelte mit seiner brillanten Technik am Ball eine ganz besondere Lust auf Fußball. Er riss die Fans mitunter von den Sitzen und ließ sie gar mit offenen Mündern ungläubig staunen, wie bei seinem technisch höchst anspruchsvollen Treffer vor gut einem Jahr bei der TSG Hoffenheim, als das Erkennen des freien Raumes, der Sprint dorthin, der Volleyschuss aus spitzem Winkel und der Einschlag des Balls im Tornetz eine an Perfektion grenzende Symbiose bildeten.

„Kurz davor, jeden Titel mit dem BVB zu gewinnen“

Wermutstropfen: In den sieben Brandt-Jahren beim BVB sprangen nur zwei Titel heraus: Ganz zu Beginn, 2019, der Supercup und knapp zwei Jahre später, 2021, der DFB-Pokal vor leeren Rängen während der Corona-Krise. „Ich war kurz davor, jeden Titel mit dem BVB zu gewinnen. Als ich kam, haben wir den Supercup gewonnen. Wir haben im zweiten Jahr den DFB-Pokal geholt. Dann die Geschichte mit der Meisterschaft, das Jahr darauf die Champions League und du hättest eigentlich mit vollen Händen dastehen können. Da tritt bei mir natürlich Wehmut auf, weil ich sage: Was hätte alles sein können?“, blickt Brandt zurück auf die knapp verpasste Meisterschaft 2023 und das Champions-League-Finale 2024. „Ich komme aber damit klar, das einzuordnen und zu sagen: Trotzdem macht es für mich die Zeit hier nicht weniger wertvoll. Ich mache den Wert meines Daseins beim Verein nicht abhängig von materialistischen Sachen oder von Erfolgen. Ich weiß, im Fußball geht's darum, und am Ende spielen wir dafür auch Fußball. Aber die Zeit wäre nicht besser mit zwei weiteren Titeln. Es geht auch sehr um andere Momente, was man alles erlebt, was man für Spiele und Momente hier hatte. Das alles macht eine Saison aus und nicht nur das Saisonfinale.“ Auch dass er trotz Pokalsieg nie um den Borsigplatz gefahren ist, schmälert den Titel aus seiner Sicht nicht, „weil die Situation einfach so war, wie sie weltweit war, und niemand konnte etwas daran ändern. Der Pokal ist nicht weniger Gold, als wenn er vor Publikum gewonnen wird.“

„Immer eine intakte Mannschaft“

107 Mitspieler hatte Julian Brandt in sieben Jahren bei Borussia Dortmund – und worauf er sehr stolz ist: „Es gab keinen Spieler, mit dem ich Stress hatte oder bei dem ich das Gefühl hatte: Mit dem kann ich mich nicht an den Tisch setzen.“ Eine Sache habe sich über die Jahre durchgezogen: „Egal in welcher Saison – ich hatte immer eine Mannschaft, die intakt war. Die füreinander gelebt und trainiert hat, die sich versucht hat, zu helfen. Ich hatte das Gefühl, dass es ein gesundes Inneres gab und trotzdem ein kompetitives – und dass du eine Einheit hast. Das ist auf einem Niveau, auf dem es am Ende wirklich um Druck, Leistung und auch um persönliche Befindlichkeiten geht, nicht selbstverständlich.“

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Besonders zwei Spieler haben ihn nachhaltig geprägt: „Wenn ich daran denke, wie Piszczu und Schmelle, die am Ende auch dann körperlich Probleme hatten, trainiert haben. Da gab es keinen Moment, in dem du das Gefühl hast: Oh, heute nehmen sie sich mal ein bisschen raus, sondern die haben alles gegeben. Und das hat dich so angestachelt: einfach denen hinterher und dasselbe tun.“

305 seiner bis heute 588 Spiele im Profibereich – und damit mehr als die Hälfte – hat Julian Brandt im Trikot von Borussia Dortmund absolviert. 305 Pflichtspiele mit bisher 57 Toren und 70 Vorlagen. Nur Andy Möller (genau 100) und Marco Reus (131) bereiteten in der BVB-Historie mehr Treffer vor.Boris Rupert/Christina Reinke

Hier geht es zur gesamten Folge des BVB-Podcasts sowie zum Video.

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