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·12 de junio de 2026
Vom Stuttgart-Flop zum WM-Held: Südkoreas Joker schreibt die Geschichte neu

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Südkorea jubelt, Tschechien staunt – und mittendrin steht ein Stürmer, der vor einem Jahr in der Bundesliga durch den Medizincheck flog. Hyeon-Gyu Oh entscheidet das zweite WM-Spiel in Gruppe A und weckt alte „Was-wäre-wenn“-Fragen.
Eigentlich sollte der 25-Jährige im Sommer vor der WM beim VfB Stuttgart landen – als teurer Nachfolger für Nick Woltemade, der Richtung Premier League weiterzog. Rund 25 Millionen Euro Ablöse waren im Gespräch, der Wechsel von KRC Genk nach Stuttgart schien Formsache. Oh reiste zum Medizincheck an, absolvierte die üblichen Untersuchungen und alles sah nach Vollzug aus.
Dann die Kehrtwende: Bei der Detailprüfung seines lädierten Knies – Kreuzbandriss vor rund zehn Jahren – stiegen die Zweifel. Die Ärzte stuften das Gelenk als Risiko ein, der Deal platzte in letzter Minute. Statt Bundesliga wartete eine andere Bühne auf ihn.
Oh wechselte schließlich für deutlich geringere Ablöse zu Besiktas Istanbul und traf in der SüperLig regelmäßig. Er spielte sich für die Nationalmannschaft in den Vordergrund. Bei der WM kommt er im Gruppenspiel gegen Tschechien als Joker – aber was für einer.
In der 69. Minute ersetzt er Superstar Heung-min Son, nur elf Minuten später steht er genau da, wo ein Stürmer stehen muss: Er drückt eine Hereingabe von In-Beom Hwang über die Linie und dreht das Spiel endgültig zu Südkoreas Gunsten. Aus Einwechselspieler wird Matchwinner, aus dem „Medizincheck-Flop“ der gefeierte Tor-Held.
Am Ende steht ein 2:1-Erfolg, der die Asiaten früh in eine gute Ausgangsposition in Gruppe A bringt. Hwang, der bereits den Ausgleich erzielt und den Siegtreffer vorbereitet, wird offiziell zum Spieler des Spiels gekürt – doch die Schlagzeilen gehören Oh.
Für den Stürmer ist es der perfekte Konter auf die Zweifel an seiner Fitness. Und beim VfB Stuttgart dürfte man sich unweigerlich fragen, ob man sich damals zu sehr von der Risikoanalyse leiten ließ – während Südkorea sich über einen Joker freut, der aus elf Minuten Einsatzzeit das Maximum macht.
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