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·9 de julio de 2026
Weltmeister Schweinsteiger kritisiert DFB wegen Klopp-Fokus – Was ist mit Matthäus & Sammer?

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Bastian Schweinsteiger hat den Deutschen Fußball-Bund nach außen ungewöhnlich deutlich angegangen. Der Rio-Weltmeister kritisierte die frühe Festlegung des Verbandes auf Jürgen Klopp als Favoriten für den Posten des Bundestrainers. Zugleich stellte der 41-Jährige die Frage, ob der DFB überhaupt Alternativen geprüft habe.

Deutschlands Torhüter Manuel Neuer begrüßt nach dem 7:1-Sieg im WM-Gruppenspiel gegen Curaçao den früheren Weltmeister Bastian Schweinsteiger, der als TV-Experte im Einsatz war. Die Partie der Gruppe E fand am 14. Juni 2026 im Houston Stadium in Houston, Texas, statt. Alexander Hassenstein / Getty Images North America via Getty Images
Als ARD-Experte äußerte sich Schweinsteiger vor dem Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko. Ihm fehle bei der Suche nach dem Nachfolger von Julian Nagelsmann, sagte er, „ein bisschen die Souveränität“ beim Verband. Nach seiner Einschätzung wäre es wichtig gewesen, den Prozess ruhiger und offener anzugehen.
Besonders kritisch bewertete Schweinsteiger auch den geplanten Flug von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Liga-Boss Hans-Joachim Watzke in die USA zu Klopp, der während der WM als Experte bei MagentaTV arbeitet. Das sei „ein bisschen hektisch“, meinte der frühere Nationalmannschaftskapitän. Man müsse „schon aufpassen, dass man auch einen Gegenpol hat“.
Schweinsteiger machte zugleich klar, dass auch Jürgen Klopp keine sofortige Komplettsanierung der deutschen Nationalmannschaft liefern könne. Vom 59-Jährigen, der mit Borussia Dortmund und dem FC Liverpool zahlreiche Titel gewann, dürfe man „kein Hexenwerk“ erwarten. „Wir liegen am Boden“, sagte Schweinsteiger deutlich.
Klopp sei für ihn „das Pflaster, wenn er die Wunde heilt“. Ob diese Wunde aber vollständig heile, wisse er nicht. Dafür brauche es aus seiner Sicht in den kommenden Jahren weitere Arbeit mit der aktuellen Spielergeneration.
Dem DFB riet Schweinsteiger, „ein bisschen tiefer zu stapeln“. Aus seiner Sicht wäre es schon ein Fortschritt, wenn Deutschland wieder eine Mannschaft stellen würde, vor der andere Nationen Respekt hätten oder sich sogar fürchteten. „Das haben wir aber nicht“, stellte er fest.
Als erstes realistisches Ziel nannte Schweinsteiger ein Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft. Das wäre aus seiner Sicht bereits ein guter Schritt, zumal die deutsche Auswahl bei den vergangenen drei Weltturnieren die Runde der besten acht jeweils deutlich verpasst hatte.
Auch mit Blick auf das nötige Fachpersonal sieht Schweinsteiger den DFB breiter aufgestellt. Vom „Fußballfachwissen“ her seien für ihn etwa auch „Lothar (Matthäus; d.Red.) und Matthias Sammer ganz weit vorne“.







































