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·20 de febrero de 2026
Wer steigt auf? Prognose zur Tabelle der 2. Liga im Aufstiegsrennen

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·20 de febrero de 2026

Der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga verspricht 2025/26 erneut Hochspannung bis zum letzten Spieltag. Während Hertha BSC und der 1. FC Kaiserslautern auf den Plätzen sechs und sieben noch lauern, liegen die Top fünf der Tabelle lediglich drei Punkte auseinander.
Welche beiden Teams schaffen am Ende den direkten Aufstieg - und wer geht in die Relegation? Wir blicken vor dem 23. Spieltag auf die Ausgangssituation der Topteams der 2. Liga. Wie ist die aktuelle Form? Wie sieht das Restprogramm aus? Wer hat die besten Chancen auf den Aufstieg?Für die 90min-Prognose zur Abschlusstabelle ziehen wir auch die künstliche Intelligenz zu Rate.
Aktueller Tabellenstand nach 22 Spieltagen
S04 hat sich nach fünf sieglosen Spielen zuletzt mit einem 2:1-Erfolg in Kiel zurückgemeldet und mit dem Auswärtsdreier auch die Tabellenspitze zurückerobert.Nach einem spektakulären Transfer-Winter, der u.a. Edin Dzeko nach Gelsenkirchen brachte, will Trainer Miron Muslic seine Mannschaft offensiv stärker machen. Das gelang zwar durchaus - das defensive Bollwerk der Hinrunde sind die Knappen aber nicht mehr. In den restlichen Saisonspielen muss Schalke nun eine gesunde Balance finden, dann ist die Bundesliga-Rückkehr greifbar.Entscheidend werden dürften die Wochen von Mitte März bis Ende April. Dann trifft S04 auf die direkte Konkurrenz Hannover, Darmstadt, Elversberg und Paderborn. In der Hinrunde konnte Schalke in diesen Duellen mit vier Siegen glänzen.
Die Lilien sind in der Rückrunde noch ungeschlagen. Allerdings musste man sich in fünf Spielen auch schon mit drei Punkteteilungen begnügen. Mit 42 Saisontoren ist Darmstadt offensiv das Powerhouse der 2. Liga. Da man auch erst 24 Gegentreffer hinnehmen musste, ist das Torverhältnis mit +18 das beste aller Teams im Aufstiegsrennen. Am Saisonende könnte das durchaus das Zünglein an der Waage sein.Auch für den SVD geht es im Saisonendspurt - wie für alle in den Top fünf - noch in die direkten Duelle. Am letzten Spieltag steigt das Heimspiel gegen Paderborn, das letztlich über den Aufstieg entscheiden könnte.
Die SVE scheiterte im Vorjahr denkbar knapp und in letzter Sekunde in der Relegation am sensationellen Aufstieg. Im Anschluss verließen zahlreiche Leistungsträger und Erfolgscoach Horst Steffen das Saarland. Doch wer gedacht hätte, dass es jetzt steil bergab geht, sah sich getäuscht.Die Elversberger mischen erneut mit im Aufstiegskonzert. In der Rückrunden-Tabelle liegt die SVE nach fünf Spielen aber "nur" auf Rang acht - die Bilanz ist 2026 noch ausgeglichen: zwei Siege, ein Remis, zwei Niederlagen.Um am Bundesliga-Traum festhalten zu können, muss der Underdog in den restlichen zwölf Spielen wieder etwas konstanter punkten. Im Fokus stehen auch für die SVE die direkten Duelle gegen Hannover, Schalke, Darmstadt und Paderborn. Die steigen von Anfang April bis Anfang Mai fast nacheinander. Nur ein Duell mit dem KSC liegt dazwischen.
Mit dem aus Magdeburg gekommenen Trainer Christian Titz startete Hannover furios in die Saison. Nach vier Siegen zum Auftakt geriet 96 etwas ins Straucheln. Den Kontakt zur Spitze verloren die Niedersachsen aber nie.Mittlerweile ist Hannover wieder das Team der Stunde. Auch in der Rückrunde gelangen nach einer Pleite zum Jahresstart vier Siege am Stück. Damit ist die Titz-Truppe das formstärkste Team 2026.Der Rest-Spielplan zeigt: Auch die 96er spielen gegen die direkte Konkurrenz fast nacheinander. Mitte März geht es auf Schalke, nach dem folgenden Duell gegen Braunschweig warten Elversberg, Darmstadt und Paderborn.
Auch der SCP musste im vergangenen Sommer einen Trainerwechsel vornehmen, nachdem es Lukas Kwasniok zum 1. FC Köln zog. Weniger erfolgreich läuft es unter Nachfolger Ralf Kettemann aber nicht.Die Paderborner weisen in der Rückrunde die gleiche Bilanz wie Elversberg auf: sieben Punkte, bei je zwei Siegen und Pleiten sowie einem Remis.Um den Mini-Abstand auf die Spitze aufzuholen, müssen wieder mehr Siege her. Für die Ostwestfalen gilt es, den Anschluss bis Saisonende zu wahren. Dann folgen in den letzten fünf Spielen die vier Duelle mit der direkten Konkurrenz. Hannover und Schalke machen den Anfang, dann geht es nach Elversberg und am letzten Spieltag nach Darmstadt.
Die Alte Dame war als einer der ganz großen Aufstiegsfavoriten in die Saison gegangen. Trainer Stefan Leitl konnte dem mit seinem Team aber bislang nicht ganz gerecht werden.Auch in der Rückrunde läuft es zu bescheiden, um im heißen Aufstiegsrennen mit dabei zu sein. Nach drei Remis zum Jahresstart folgte zwar der erste Sieg, dann setzte es aber eine bittere Pleite im Topspiel gegen Hannover.Angesichts von acht Punkten Rückstand auf Rang zwei muss man den direkten Aufstieg fast schon abhaken. Selbst die Relegation wäre schon ein kleines Wunder. Zumal die Hertha im bisherigen Saisonverlauf einfach nicht konstant genug auftritt. Größtes Problem ist die Durchschlagskraft in der Offensive (30 Tore nach 22 Spielen).
Das, was für die Hertha gilt, kann man eigentlich fast eins zu eins über denFCKschreiben. Die Lauterer haben in der Rückrunde zwar einen Zähler mehr gesammelt - der Abstand auf die Aufstiegsränge ist aber genauso groß.Bei den Pfälzern liegt das Problem der fehlenden Konstanz eher in der Defensive begründet. Mit 31 Gegentreffern hat der FCK die meisten Tore aus den Top sieben schlucken müssen.
Wie schon erwähnt: Alle Teams auf den ersten fünf Plätzen der Tabelle spielen in den restlichen zwölf Saisonspielen noch gegen die anderen Mannschaften im Aufstiegsrennen. Die 2. Liga ist allerdings so unberechenbar, dass man nicht einfach sagen kann, allein diese direkten Duelle werden über den Aufstieg entscheiden.
Dennoch scheint mit Blick auf das Restprogramm der SV Darmstadt gute Karten zu haben. Schließlich sind die Lilien das heimstärkste Team der Liga, am Böllenfalltor noch ungeschlagen, und empfangen noch alle vier direkten Konkurrenten auf eigenem Platz.Schalke muss dagegen drei von vier dieser Partien in der Fremde austragen. Ob das ein großer Nachteil für die Knappen ist, sei aber dahingestellt. Auswärts hat S04 bisher fast so gut gepunktet wie in der Veltins-Arena. Das gilt umso mehr für Elversberg und Hannover, die an der Spitze der Auswärtstabelle stehen. Beide spielen gegen die restliche Top fünf noch jeweils zweimal daheim und zweimal auswärts. Paderborn dagegen hat wie Schalke noch drei Auswärtsspiele gegen die Top fünf und nur ein Heimspiel. Der SCP rangiert aktuell sowohl in der Heim- als auch in der Auswärtstabelle auf Platz fünf.
Die direkten Duelle wurden fett markiert
Wir haben zwei der gängigsten KI-Modelle befragt, uns eine Prognose im Aufstiegrennen zu geben. ChatGPT, der wohl bekannteste Chatbot der Welt, sieht Schalke als heißesten Anwärter auf die Bundesliga, gefolgt vom SV Darmstadt. Dahinter geht es nach der aktuellen Tabelle: Elversberg soll die besten Karten auf Rang drei und damit die Relegation haben. Hannover 96 und der SCP schauen nach dieser Prognose in die Aufstiegs-Röhre.
KI-Konkurrent Google Gemini hat eine etwas andere Prognose parat. Demnach ist der SV Darmstadt der Topfavorit auf Platz eins. "Die Lilien sind extrem stabil. Wenn die Offensive um die Top-Scorer verletzungsfrei bleibt, ist der direkte Wiederaufstieg sehr wahrscheinlich", heißt es zum SVD.Dahinter sieht die Google-KI Hannover 96 als den "heißesten Kandidaten für einen direkten Aufstiegsplatz" - vorausgesetzt, die Form hält. Für Schalke würde entsprechend nur Rang drei bleiben, der SCP wird als Vierter vor der SV Elversberg prognostiziert.
Wir erwarten ein ähnliches Herzschlagfinale wie in der vergangenen Saison, als sich am Ende der 1. FC Köln und der HSV die beiden direkten Aufstiegsränge sicherten und die SV Elversberg in die Relegation ging.24/25 reichten dem HSV übrigens 59 Punkte für Platz zwei. Nach den Hochrechnungen der beiden KI-Bots würde man damit am Ende dieser Saison maximal auf Rang drei landen. Köln und Hamburg standen im Vorjahr auch nach 22 Spieltagen auf Platz eins und zwei - mit 40 bzw. 39 Punkten. Schalke (43), Darmstadt (42), Elversberg (41) und Hannover (41) liegen also darüber, der SCP zu diesem Zeitpunkt gleichauf mit dem letztjährigen Tabellenführer.
Heißt wohl, dass es diese Saison ein paar Zähler mehr braucht, um den Aufstieg zu schaffen. Doch wer sind unsere Topfavoriten? Angesichts der Form und Heimstärke muss man Darmstadt wohl als größten Anwärter betrachten. Zumal die Lilien noch alle vier direkten Konkurrenten in der "Festung Bölle" empfangen.Dahinter sehen wir Schalke und Hannover recht gleichauf. Es sind womöglich die Mannschaften mit der besten individuellen Besetzung. Bei der SVE und dem SCP könnte am Ende die Konstanz nicht hoch genug sein, um ganz vorne zu landen. Die bisherigen Ergebnisse der Rückrunde sprechen dafür.Klar, das gilt auch für S04. Die Knappen haben sich im Winter offensiv aber so gut verstärkt, dass ihnen zuzutrauen ist, eine ähnliche Serie wie in der Hinrunde zu spielen. Nur mit mehr offensiver Durchschlagskraft, die dann vielleicht etwas auf Kosten der defensiven Stabilität geht.
Insgesamt kann man das deutsche Unterhaus aber auch in dieser Saison kaum voraussagen. Alle Favoriten können gegen Underdogs patzen - gleichzeitig aber auch eine Serie starten. Am Ende könnte es dann doch auf die direkten Aufeinandertreffen ankommen. Und da hatte Schalke in der Vorrunde die deutlich beste Bilanz...









































