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·15 de julio de 2026

Wie verstärkt sich die 3. Liga? Die Transfer-Zwischenbilanz

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Die Drittligisten schwitzen sich derzeit für die neue Saison warm. Doch wie weit sind die Vereine eigentlich in ihrer Personalplanung? Wer war auf dem Transfermarkt besonders aktiv? Und bei welchen Klubs besteht noch erheblicher Handlungsbedarf? Eine Zwischenbilanz des Transfersommers.

Abgänge schon fast auf Vorjahresniveau

Auf den ersten Blick mag der Eindruck entstehen, dass das diesjährige Transferfenster vergleichsweise langsam anläuft. Der Blick auf die Zahlen zeigt jedoch: Dieser Eindruck täuscht – zumindest teilweise. Am Ende des vergangenen Transfersommers standen ligaweit 282 Ab- und 248 Zugänge zu Buche.


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Aktuell haben die Drittligisten bereits 262 Spieler abgegeben und damit nahezu genauso viele wie während der gesamten vorherigen Wechselperiode. Bei den Neuzugängen hinkt der aktuelle Transfersommer allerdings noch etwas hinterher. Bislang wurden 181 externe Spieler verpflichtet. Damit dürfte klar sein: In den kommenden Wochen wird sich noch einiges tun – zumindest bei einigen Vereinen.

F95 mit den meisten Abgängen und den höchsten Einnahmen

Transferspitzenreiter ist bislang wenig überraschend Fortuna Düsseldorf. Auch weil durch den Abstieg zahlreiche Verträge ihre Gültigkeit verloren hatten, stehen schon sage und schreibe 29 Abgänge in der Bilanz. Immerhin kassierte die Fortuna für Sima Suso (wechselt für 1,6 Millionen Euro zum FC Augsburg) und Satoshi Tanaka (für eine Million Euro zum FC Schalke) achtbare Ablösesummen. Damit ist Düsseldorf aktuell der Einnahmemeister der Liga. Auf der Zugangsseite finden sich bislang 13 Neuzugänge. Das Grundgerüst des Kaders steht damit bereits fest.

Auch bei Mitabsteiger Preußen Münster fällt der Umbruch wie zu erwarten groß aus: Die Westfalen stehen bei elf Neuzugängen und 16 Abgängen. Für Oliver Batista Meier und Jano ter Horst, die beide nach Paderborn wechseln, kassiert Münster immerhin eine Kompensation von insgesamt rund 600.000 Euro. Derzeit finden sich 28 Spieler im Kader der Adlerträger, dennoch schaut sich der SCP weiter nach Neuzugängen um.

Essen und Rostock rüsten auf, Duisburg setzt auf Kontinuität

Rot-Weiss Essen unterstreicht derzeit seine Ambitionen, nach dem dritten Platz in der Vorsaison erneut ein ernsthaftes Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden zu wollen. Bislang wurden sechs externe Neuzugänge an die Hafenstraße gelotst, zudem konnten Jannik Hofmann und Franci Bouebari nach erfolgreichen Leihen fest verpflichtet werden. Zu den Neuen zählen Max Geschwill (Holstein Kiel), Noah Pesch (Gladbach) und Semir Telalovic (Leihe aus Nürnberg) – allesamt Transfers der Kategorie "Ansage an die Konkurrenz". Allerdings muss RWE auch mehrere schmerzhafte Abgänge ersetzen. Dazu zählen Kaito Mizuta, den es in die Ligue 1 nach Le Havre zieht, und Torben Müsel, der künftig für den 1. FC Magdeburg aufläuft.

Auch Hansa Rostock hat früh erkennen lassen, wohin die Reise gehen soll. Mit Niklas Kölle und Leon Dajaku kamen zwei namhafte Spieler vom SSV Ulm. Im Tor ersetzt der in der 3. Liga bestens bekannte Luca Unbehaun Benjamin Uphoff, der es nach Braunschweig zog. Zudem wurde Stürmer Emil Holten fest verpflichtet. Mit Bernie Lennemann (1. FC Köln II) und Yannick Michaelis (Gladbach II) kamen außerdem zwei junge, schnelle Flügelspieler. Schmerzhaft sind dagegen die Abgänge von Viktor Bergh (Karlsruhe) und Nico Neidhart, der den Verein nach vielen Jahren verlässt.

Etwas geringer als in Essen und Rostock fällt der Umbruch beim MSV Duisburg aus. Mit Max Besuschkow vom FC Ingolstadt und Frederik Christensen vom VfL Osnabrück gelangen den Zebras allerdings bereits zwei Ausrufezeichen. Auch die Verpflichtung von Ramien Safi vom Rivalen aus Essen sorgte für Aufmerksamkeit. Anders als die meisten Konkurrenten musste der MSV zudem keine Stammspieler abgeben. Alle elf Abgänge erfolgten planmäßig – die Konstanz soll zum Trumpf werden.

Große Umbrüche in Verl, Aachen und Saarbrücken

Während das ambitionierte Trio aus Essen, Rostock und Duisburg einen moderaten Umbruch vollzieht, findet in Verl, Aachen und Saarbrücken ein gewaltiger Personalwechsel statt. Gerade beim SC Verl gehört ein größerer Wandel beinahe schon zur sommerlichen Tradition. 15 Abgänge, darunter etliche Leistungsträger, werden bislang durch neun externe Neuzugänge kompensiert. Dem Vernehmen nach werden nur noch zwei weitere Spieler gesucht, anschließend könnte der Kader stehen.

Deutlich mehr Arbeit wartet noch auf Alemannia Aachen. Nach ebenfalls 15 Abgängen wurden bislang erst vier externe Neuzugänge vorgestellt. Zudem ist weiterhin offen, ob Stürmerstar Mika Schroers bleibt. Obwohl der Verein die Kaufoption in Höhe von 150.000 Euro Anfang April aktivierte, scheint ein Wechsel in eine höhere Liga durchaus vorstellbar. Unabhängig von der Personalie Schroers machte Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi zuletzt klar, dass Aachen noch mehrere neue Spieler verpflichten möchte.

Auch der SV Wehen Wiesbaden steht mit bislang erst drei neuen Spielern – bei zehn Abgängen – noch eher am Anfang der Planungen. Deutlich weiter fortgeschritten ist der 1. FC Saarbrücken. Nach der verkorksten Vorsaison haben die Saarländer einen ebenso umfassenden wie notwendigen Umbruch eingeleitet. 18 Abgängen stehen bereits 15 Neuzugänge gegenüber. Der neue Kader scheint bereits weitgehend zu stehen.

Mannheim holt Meppens Toptorjäger Ulbricht

Und wie sieht es in der Kurpfalz aus? Der SV Waldhof Mannheim konnte bislang acht externe Neuzugänge präsentieren, darunter den erfahrenen Portugiesen Gonçalo Gregório (FC Noah) und Noah Sarenren Bazee (Bielefeld). Bemerkenswert ist auch der Transfer von Torjäger Julian Ulbricht, den der SVW per Ausstiegsklausel vom Aufsteiger SV Meppen loseiste. Ulbricht soll Felix Lohkemper ersetzen, der ebenso wie Arianit Ferati zum SV Sandhausen wechselt.

Viktoria Köln bleibt sich treu und verpflichtete erneut mehrere Spieler aus der Regionalliga oder von kleineren Drittligisten. Gleichzeitig mussten die Höhenberger mit Leonhard Münst (Osnabrück), Simon Handle (Hallein) und Benjamin Zank (Fürth) einige schmerzhafte Abgänge hinnehmen.

Für besonderes Aufsehen sorgte der Wechsel von Marcel Costly. Der 30-Jährige verließ den FC Ingolstadt offenbar für eine Ablösesumme von rund einer Million Euro in Richtung 1. FC Heidenheim – ein bemerkenswerter Transfererlös für einen langjährigen Drittligaspieler in fortgeschrittenem Fußballeralter.

Auf der Zugangsseite war Ingolstadt bislang vergleichsweise zurückhaltend. Fünf Spieler wurden verpflichtet, darunter Lars Lokotsch (Münster) und Vinko Sapina (Dresden). Der bayerische Nachbar Jahn Regensburg kommt bislang auf sechs Neuzugänge bei zehn Abgängen. Entsprechend ist davon auszugehen, dass sowohl Ingolstadt als auch Regensburg personell noch nachlegen werden.

Hoffenheim II ist der Ausgabenkrösus, Havelse sorgt für Aufsehen

Besonders spendabel präsentierte sich bislang die TSG Hoffenheim II. Für die drei jungen Talente Konstantin Aleksa (Austria Wien), Jakov Dedic (NK Osijek) und Santino Pistrol (First Vienna) blätterte die TSG offenbar jeweils knapp eine Million Euro hin. Damit ist Hoffenheim aktuell der Ausgabenmeister der 3. Liga. Gleichzeitig erzielte die TSG selbst eine beträchtliche Einnahme: Paul Hennrich wechselte für rund 1,5 Millionen Euro zum 1. FC Heidenheim. Auch der VfB Stuttgart II verabschiedete etliche Leistungsträger. Auf der Zugangsseite setzen die Schwaben vor allem auf den eigenen Nachwuchs.

Der TSV Havelse sorgte innerhalb kurzer Zeit mit mehreren Verpflichtungen für Aufsehen. Den insgesamt neun Neuzugängen stehen allerdings bereits 22 Abgänge gegenüber. Der Kader der Niedersachsen, die durch den Lizenzentzug von 1860 München in der 3. Liga verbleiben, wird in der kommenden Saison entsprechend ein völlig anderes Gesicht haben.

Die Aufsteiger zwischen Umbruch und Kontinuität

Und wie sieht die Lage bei den Aufsteigern aus? Am aktivsten waren bislang die Würzburger Kickers, die bereits acht Neuzugänge an Land ziehen konnten. Darunter befinden sich mit Franck Evina (FC Emmen) und Nathan de Medina (Olympic Charleroi) auch zwei höherklassig erprobte Spieler. Zudem konnten die Kickers bislang alle Leistungsträger halten.

Das gilt nicht für den SV Meppen, der neben dem bereits angesprochenen Toptorjäger Julian Ulbricht (Mannheim) auch Regisseur Jonathan Wensing (VfL Osnabrück) und Flügelspieler Mika Stuhlmacher (Münster) ziehen lassen musste. Dem stehen bislang sieben Neuzugänge gegenüber. Sonnenhof Großaspach hat bislang fünf neue Spieler verpflichtet und sieben abgegeben. Wirklich schmerzhaft erscheint vor allem der Verlust von Mert Tasdelen, der zum SV Sandhausen wechselt.

Der vierte Aufsteiger im Bunde, Fortuna Köln, scheint besonders auf die Konstanz zu setzen. Die Südstädter stehen bislang bei fünf externen Neuzugängen und nur vier Abgängen, darunter keine Stammspieler. Anstatt auf eine Blutauffrischung setzt die Fortuna offenbar auf Eingespieltheit und Kontinuität.

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