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·20 de abril de 2026

WM 2014: Weltmeister Deutschland ist der FC Deutschland – ein Verdienst des FC Bayern München!

Imagen del artículo:WM 2014: Weltmeister Deutschland ist der FC Deutschland – ein Verdienst des FC Bayern München!

Wenn die deutsche Nationalmannschaft große Titel holte, stand dahinter auffällig oft ein starker Block des FC Bayern München. Dieses Muster reicht über mehr als fünf Jahrzehnte zurück und zeigte sich auch beim WM-Triumph 2014 eindrucksvoll. Die eingespielte Klubachse wurde in Brasilien zum Rückgrat des Weltmeisters. Wie wird es 2026 bei der Fußball WM in den USA, Mexiko und Kanada laufen? Auch im aktuellen DFB-Kader bzw. in der Aufstellung spielen sechs bis sieben Bayern-Spieler.

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Der westdeutsche Mittelfeldspieler Lothar Matthäus (links) und Stürmer Pierre Littbarski feiern mit dem Weltmeisterpokal, nachdem ihre Mannschaft im WM-Finale am 8. Juli 1990 in Rom den Titelverteidiger Argentinien durch einen Elfmeter von Verteidiger Andreas Brehme mit 1:0 besiegt hat. Es ist Deutschlands dritter Weltmeistertitel (1954, 1974 und 1990). AFP PHOTO


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Für Uli Hoeneß, der in Landsberg im Gefängnis damals sitzt und sich über den vierten deutschen WM-Titel wohl kaum überschwänglich freuen konnte, steckte darin eine bittere Ironie. Ausgerechnet der frühere Bayern-Manager, verurteilt wegen massiven Steuerbetrugs, hatte schon vor mehr als zehn Jahren von einem „FC Deutschland“ geträumt, dessen Grundgerüst aus Münchner Spielern besteht. Als Bayern-Macher verpflichtete er danach über Jahre hinweg immer wieder herausragende deutsche Talente.

Bayern-Spieler als Titelgarant bei den DFB-Erfolgen

Die Liste der Münchner Prägung bei den großen Erfolgen des DFB ist lang: Bei der EM 1972 standen sechs Bayern-Spieler im Kader, beim WM-Triumph 1974 sogar sieben. 1990, als Deutschland unter dem Münchner Teamchef Franz Beckenbauer erneut Weltmeister wurde, gehörten sechs Bayern-Profis zum Aufgebot. Beim EM-Sieg 1996 in England waren es wieder sieben Akteure aus München.

Beim Endspiel 2014 in Rio de Janeiro gegen Argentinien liefen zeitweise sogar sieben Spieler des Rekordmeisters im Maracanã auf. Mit Mario Götze erzielte ausgerechnet ein Bayern-Profi das entscheidende Tor, obwohl er sein Gehalt vom FC Bayern bezog. Bastian Schweinsteiger, der Münchner Taktgeber, dachte inmitten der Feierlichkeiten sogar an seinen früheren Boss zurück: „Ein ganz spezieller Gruß geht an Uli Hoeneß, ohne den wir alle nicht hier wären.“

Eingespielte Achse trägt die Nationalelf

Hoeneß erfand dieses Modell zwar nicht, doch er griff es auf, weil es seit Jahrzehnten zuverlässig funktionierte. Immer dann, wenn viele Bayern-Profis im DFB-Kader standen, durfte Deutschland Titel feiern. Besonders deutlich wurde das 1972, als die Nationalmannschaft möglicherweise den schönsten Fußball ihrer Geschichte spielte, sowie zwei Jahre später beim WM-Sieg. Auch 1990 in Rom und 1996 in England war die Münchner Achse ein entscheidender Faktor.

Vor dem WM-Start hatte Philipp Lahm im Trainingslager in Südtirol gesagt: „Wir haben jetzt verstanden, wie man große Titel holt.“ Mit „wir“ meinte der Kapitän sich und seine Bayern-Kollegen. Der Champions-League-Sieg 2013 gegen Borussia Dortmund war für die Münchner Profis und die Nationalmannschaft rückblickend so etwas wie ein Weckruf. „Es war der erste internationale Titel, danach war der Druck ein wenig weg“, sagte Schweinsteiger in den Katakomben des Maracanã.

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Deutschlands Nationalelf vor dem WM Spiel gegen Japan – sie halten sich den Mund zu! (Photo by Ina Fassbender / AFP)

Der Weg zur Weltmeisterschaft 2014

Gemeinsam mit Lahm, Thomas Müller, Toni Kroos, Jérôme Boateng, Manuel Neuer und Götze hatte Schweinsteiger in den Jahren zuvor einige schmerzhafte Rückschläge verkraften müssen. Allein Schweinsteiger, Lahm und Müller standen in den vergangenen vier Jahren in drei Champions-League-Finals, verloren davon zwei und erreichten außerdem je ein WM- und ein EM-Halbfinale. „Wir haben viele Erfahrungen in großen Spielen sammeln können. Das hilft einem ungemein, wenn es drauf ankommt“, sagte Schweinsteiger.

Gerade in Brasilien zeigte sich in entscheidenden Momenten, wie wertvoll ein eingespielter Mannschaftsblock sein kann. Wenn Neuer nicht wusste, wohin er seinen schnellen Abwurf spielen sollte, suchte er fast automatisch Lahm, der sich bewusst und klug zurückfallen ließ. Über die Verbindungen zwischen Lahm, Schweinsteiger und Kroos ging kaum ein Zuspiel verloren; stattdessen brachte die sichere Zirkulation immer wieder Ruhe ins deutsche Spiel. Im Viertelfinale gegen Frankreich (1:0) war das besonders gut zu sehen.

Auch Thomas Müller profitierte von dieser Abstimmung. Seine schwer zu entschlüsselnden Laufwege bekamen zahlreiche perfekte Zuspiele von Kroos. Müller wirkt auf dem Platz wie eine Dauerbelastung für den Gegner: Sobald ein Mitspieler im Ballbesitz ist, auch weit entfernt vom Geschehen, rudert er mit den Armen und verlangt sofort den Pass. Wenn Lahm, Schweinsteiger oder Kroos den Spielaufbau übernahmen, verzichtete er darauf. „Ich weiß ja, dass die mich eh suchen“, sagte er.

Die WM-Achse dieser deutschen Mannschaft bestand diesmal aus Neuer, Lahm, Schweinsteiger, Kroos und Müller. Jeder Mannschaftsteil war mit mindestens einem Münchner besetzt. Beim WM-Titel 1974 lauteten die Bayern-Stützen Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Ulrich Hoeneß und Gerd Müller. Sie sind bis heute die einzige deutsche Mannschaft, die sowohl die WM als auch die EM gewonnen hat. Der aktuellen Münchner Nationalmannschaft bleiben damit noch Aufgaben offen.

Und zur WM 2026?

Sollte der FC Bayern das Triple holen, könnte man das auch in der deutschen Fußballnationalmannschaft spüren.

Kleiner Wehmutstropfen – auch bei den schlechten WM 2018 in Russland und der WM 2022 in Katar standen jeweils sieben Bayern-Spieler im Kader.

WM 2018 (Russland) – Vorrundenaus Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Mats Hummels, Joshua Kimmich, Niklas Süle, Thomas Müller, Sebastian Rudy – 7 Bayern-Spieler

WM 2022 (Katar) – Vorrundenaus Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Leon Goretzka, Thomas Müller, Serge Gnabry, Leroy Sané – 7 Bayern-Spieler

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