WM 2026: Tag 29 im Blog – „One more time“! Warum Frankreich besser ist als in den Vorjahren – News und Analysen zur Weltmeisterschaft | OneFootball

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·9 de julio de 2026

WM 2026: Tag 29 im Blog – „One more time“! Warum Frankreich besser ist als in den Vorjahren – News und Analysen zur Weltmeisterschaft

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WM 2026, Tag 29: Frankreich kontrolliert, kontrolliert und kontrolliert, bis sie diese Weltmeisterschaft gewinnen.

Die WM 2026 in Nordamerika neigt sich dem Ende. In den kommenden Tagen spielen die verbliebenen Nationen den neuen Weltmeister und damit den Nachfolger von Argentinien aus. Mit dabei waren zu Beginn 17 Spieler des FC Bayern München.


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Frankreich zieht mit einer Ruhe ins Halbfinale ein, die nicht weniger als beeindruckend ist. Und die seine Torhymne schon bald zur Wahrheit machen könnten.

Miasanrot begleitet die WM 2026 deshalb nicht nur mit vielen Features und Analysen, sondern auch im WM-Blog, der euch täglich einen Überblick verschaffen soll. Das Format schaut vor allem auf den vergangenen Tag und blickt zudem auf die wichtigsten Ereignisse des bevorstehenden Tages.

Ziel ist es, dass der Artikel am Vormittag erscheint. Da wir dieses Projekt nur nebenberuflich stemmen können, ist unklar, ob das immer gelingt. Um dieses und ähnliche Formate in Zukunft dauerhaft ermöglichen zu können, kannst du in Erwägung ziehen, Miasanrot finanziell zu unterstützen.

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WM 2026: Was ist passiert?

Frankreich 2:0 Marokko

  1. 1:0 Kylian Mbappé (60.)
  2. 2:0 Ousmane Dembélé (66.)

Das Spiel in aller Kürze: Marokko versucht von Beginn an, ins Elfmeterschießen zu kommen. Würden sie noch tiefer verteidigen, wären sie auf der Tribüne hinterm Tor. Frankreich geht kein unnötiges Risiko und hat alles unter Kontrolle. Wohlwissend, dass einer ihrer Avengers schon den Durchbruch vorne packen würde. Und tatsächlich: Es gibt relativ früh einen Elfmeter. Weil Mbappé aber nicht nur drei Vollmonde lang warten muss, sondern auch denkt, er müsse beim Anlauf eine Disney-Choreografie aufführen, versenkt er den Ball nicht im Tor, sondern spielt ihn brav in Bonos Hände.

Frankreich aber bleibt cool wie ein Team, das genau weiß, dass sein Titelgewinn unvermeidbar ist. Sechs Minuten mit zwei herausragenden Abschlüssen von Mbappé und Dembélé killen das Spiel schließlich und die Franzosen stehen im Halbfinale.

Miasanrot-Note: 3,5

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WM 2026 in der Analyse: Dinge, die auffielen

Frankreich: „One more time“

„One more time“, heißt es in Frankreichs Tormusik: „One more time, we’re gonna celebrate. Oh yeah, alright, don’t stop the dancing.“ Was will man dem noch entgegenhalten? Sie spielen, sie tanzen, sie gewinnen und wenn den Gegnern nicht bald irgendein Gegenmittel einfällt, dann werden die Franzosen auch bald wieder feiern – und zwar one more time.

Die Debatten rund um dieses Spiel nahmen nach zähen 60 Minuten wieder Formen an. Ein träges Frankreich, das keine Tiefe im Spiel findet. Ein Frankreich, das wie bei den vorherigen Turnieren das eigene Spektakelpotenzial nicht auf den Rasen bekommt. Ein Frankreich, das offensiv zu wenig stattfindet dafür, dass es eben Frankreich ist.

Doch diese Geschichte ist eine andere. Sie ist auch eine andere als bei vergangenen Turnieren. Frankreich spielt weiterhin Pragmatistenfußball, was angesichts der jüngeren Vergangenheit kaum überrascht. Aber sie spielen ihn so gut wie vielleicht nicht mal bei der WM 2018, als sie am Ende diesen goldenen Pokal geholt haben.

Denn sie lassen einfach fast nichts zu. Senegal (0,5 xG), Irak (0,6), Schweden (0,7), Paraguay (0,1) und Marokko (0,1) kamen zusammen laut Fotmob auf zwei Expected Goals. Zwei. Nur im Spiel gegen Norwegen, in dem es um nichts mehr ging, ließ diese Mannschaft mit 1,7 xG etwas mehr zu. Frankreich ist eine uneinnehmbare Festung. Sie brauchen kein besonderes Offensivkonzept.

  1. Was sind eigentlich Expected Goals?

Selbst wenn man Michael Olise die Augen verbinden, Kylian Mbappé die Schuhe zusammenbinden und Ousmane Dembélé mit diesen Holländerschuhen aus Plastik (Crocs, Herr Schweinsteiger, das sind Crocs!) spielen lassen würde, würden sie vermutlich ein Tor schießen. Mindestens. Das letzte Mal ohne Tor blieben sie bei der 0:2-Niederlage gegen Kroatien im März 2025.

Frankreich wurde in den vergangenen Jahren zu Recht für seinen Pragmatistenfußball kritisiert. Das war unausgeschöpftes Potenzial, das war teilweise arrogant und es war angreifbar, weil andere Nationen die dadurch entstehende Lethargie in Phasen für sich nutzten. In diesem Jahr aber haben Didier Deschamps und sein Team diese Art Fußball perfektioniert. Sie geben die Kontrolle über das Geschehen fast nie ab.

Und genau das macht sie zum absoluten Topfavoriten bei diesem Turnier. One more time? Vermutlich one more time.

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WM 2026: Die wichtigsten News im Überblick

  • Es gibt eine neue Recherche zu Felix Nmecha vom ARD-Magazin Monitor. Demnach habe der BVB-Profi nicht einfach nur für seinen christlichen Glauben geworben, sondern war Teil einer Kampagne, die Homosexualität als Sünde begreift, Schangerschaftsabbrüche als „Satans Plan“ und Andersgläubige missionieren will. Mit seinem Torjubel beim Spiel gegen Curaçao habe er für die Kampagne „The King’s Return“ geworben, er postete den Jubel auf Instagram mit dem entsprechenden Hashtag. Dahinter steht die Organisation „Ballers in God“, die für viele radikale Ansichten steht. Mehr dazu im entsprechenden Bericht der Sportschau.
  • Dass Cristiano Ronaldo nicht mal in der Nähe von Lionel Messi ist, wenn es um Fußball geht, unterstreicht nun eine weitere Analyse zu diesem Thema, die sehr lesenswert ist (englische Sprache).
  • Negativrekord für Lionel Messi bei verschossenen Elfmetern während eines WM-Turniers? Ja, aber nicht allein, wie – auch von uns – fälschlich berichtet wurde. Hier mehr dazu.
  • Jarell Quansah wurde für zwei Spiele von der FIFA gesperrt. Ob Charles mal bei Gianni durchklingelt?
  • Christian Pulisic droht mal wieder eine längere Pause. Laut The Athletic hat er sich eine Knochenprellung und Mikrofraktur im rechten Bein zugezogen.
  • Auf der Marokko-Pressekonferenz vor dem Duell gegen Frankreich kam es zu einem Streit zwischen zwei Journalisten. Der eine soll den anderen geschlagen haben.
  • Aktuell liegt die durchschnittliche Zuschauer*innenzahl der WM nach Angaben der FIFA bei 65.204 je Partie. Damit kann dieses Turnier schon jetzt nicht mehr an die WM 1994 in den USA heranreichen. Damals lag der Schnitt bei 68.991 Fans pro Partie.
  • Wenige Tage nach Mexikos WM-Aus im Achtelfinale hat der 17 Jahre alte Nationalspieler Gilberto Mora sein Abschlusszeugnis der Oberstufe an einer deutsch-mexikanischen Schule erhalten, wie mexikanische Medien berichten. Das ist mal ein aufregender Monat für den Mexikaner.
  • Wir bleiben bei Mexiko: Rafael Marquez ist neuer Trainer der Nationalmannschaft und tritt damit die Nachfolge von Javier Aguirre an. „Die Ernennung von Rafael Marquez ist Teil eines geordneten Übergangs“, hieß es in der offiziellen Mitteilung. 
  • Die Halbzeitshow des Finals dürfte die bisher größte Trinkpause der WM werden. Neben dem nigerianischen Musiker Burna Boy, dem venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel, der Band Coldplay und einem New Yorker Grundschulchor soll auf Justin Bieber auftreten. Außerdem werden Shakira und Madonna sowie die südkoreanische Band BTS bei der Halbzeitshow erwartet. Angeblich soll das nur elf Minuten dauern. Wir sind gespannt.
  • Norwegen hat vor dem Viertelfinale sein Hotel gewechselt. Laut Kapitän Ødegaard gehe es darum, dass man Verbesserungspotenzial sah.

Spieler des FC Bayern in der Einzelkritik

Dayot Upamecano

Wie schon in den anderen WM-Spiele ist es eine blitzsaubere Leistung des Innenverteidigers. Läuft die wenigen Konter Marokkos souverän ab, gestaltet das Spiel mit einer Seelenruhe. Erst beim Stand von 2:0 wird er etwas leichtsinnig. Schlägt einmal ein kleines Luftloch, wodurch die Kugel knapp übers eigene Tor fliegt Reißt sich seine Leistung mit ein paar kleineren Wacklern etwas ein. Miasanrot-Note: 3

Michael Olise

Sucht nach Lücken in der gegnerischen Abwehr, findet aber keine. Nicht so dominant wie man es zuletzt gewohnt war. Trotzdem viel unterwegs und an vielen Angriffen mitbeteiligt. Aber eher wie so ein normaler Offensivspieler. Ungewohnt. Miasanrot-Note: 3

Wie geht es heute weiter bei der WM?

Auch heute gibt es wieder „nur“ ein Spiel. Spanien trifft um 21 Uhr auf Belgien. Das ZDF und MagentaTV übertragen.

Alle Hintergründe zur WM 2026 findet ihr in Form von Taktikanalysen zum DFB-Team, den Spielern des FC Bayern München und zur Weltmeisterschaft generell auf unserer großen Übersichtsseite: WM 2026: Taktiken, Analysen und die Bayern-Achse im DFB-Team und im Turnier

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