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·16 de mayo de 2026

WM-Kader der Türkei: So nominiert LIGABlatt-Redakteur Jan-Niklas

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Nach 24 Jahren ist die Türkei endlich wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert und verfügt mit Spielern wie Arda Güler, Kenan Yıldız, Can Uzun, Ahmetcan Kaplan oder Semih Kılıçsoy über eine spannende Generation, die in den kommenden Jahren noch deutlich wachsen kann. Trotzdem würde ich, anders als mein Kollege Ove, die WM nicht zu einem reinen Entwicklungsprojekt machen. Dafür ist dieses Turnier zu groß, zu selten und für den türkischen Fußball zu bedeutsam.

Mein Ansatz wäre deshalb ein anderer: Die Türkei sollte mit einem Kader nach Nordamerika reisen, der die Gegenwart ernst nimmt, ohne die Zukunft zu ignorieren. Bedeutet: Die jungen Unterschiedsspieler müssen rein, aber sie brauchen um sich herum eine stabile Achse. Gerade in einem Turnier, in dem Kleinigkeiten entscheiden, würde ich nicht freiwillig auf Spieler verzichten, die bereits große Spiele, Drucksituationen und internationale Härte kennen. Aus diesem Grund würde ich wie folgt nominieren:


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Tor: Uğurcan Çakır, Mert Günok, Altay Bayındır

Abwehr: Ferdi Kadıoğlu, Mert Müldür, Zeki Çelik, Eren Elmalı, Merih Demiral, Abdülkerim Bardakcı, Ozan Kabak, Çağlar Söyüncü, Ahmetcan Kaplan

Mittelfeld: Hakan Çalhanoğlu, Orkun Kökçü, İsmail Yüksek, Salih Özcan, Kaan Ayhan, Atakan Karazor, Can Uzun

Angriff: Arda Güler, Kenan Yıldız, Kerem Aktürkoğlu, Barış Alper Yılmaz, İrfan Can Kahveci, Yunus Akgün, Semih Kılıçsoy

Kaderüberraschungen

Die größte Überraschung in meinem Kader wäre wohl Can Uzun. Der Offensivspieler aus Frankfurt gehört zwar noch nicht dauerhaft zum Stammpersonal der Nationalmannschaft, bringt aber ein Profil mit, das in einem 26er-Kader sehr wertvoll sein kann. Er kann zwischen den Linien agieren, hat Zug zum Tor und wäre einer dieser Spieler, die in einem engen Spiel noch einmal eine andere Dynamik geben können. In einem kleineren 23er-Kader wäre seine Nominierung vielleicht schwieriger zu begründen, bei 26 Spielern würde ich mir diesen Platz aber bewusst nehmen.

Begründung für übrige Kaderentscheidungen

Im Tor wäre Uğurcan Çakır für mich die klare Nummer eins. Dahinter nehme ich mit Mert Günok und Altay Bayındır zwei Torhüter mit, die Erfahrung und internationale Einordnung mitbringen. Gerade bei den Torhütern würde ich keine Experimente machen. Es mag spannendere oder jüngere Optionen geben, aber für eine WM will ich auf dieser Position Ruhe. In der Abwehr würde ich nicht auf Merih Demiral und Abdülkerim Bardakcı verzichten wollen. Demiral bringt Härte, Präsenz und Zweikampfstärke mit, Abdülkerim wiederum ist mit seinem linken Fuß im Aufbau wertvoll.

Im Mittelfeld führt an Hakan Çalhanoğlu kein Weg vorbei. Montella selbst hat ihn zuletzt als nahezu unverzichtbaren Spieler beschrieben, weil er für Inter wie für die Nationalmannschaft den Rhythmus vorgibt und entscheidet, wann beschleunigt oder beruhigt wird. Neben ihm brauche ich unterschiedliche Profile: Orkun Kökçü für Ballsicherheit und Verbindungsspiel, İsmail Yüksek für defensive Stabilität, Salih Özcan als robuste Option, Kaan Ayhan als vielseitigen Absicherer und Atakan Karazor als Spieler, der aus einem strukturierten Ballbesitzsystem kommt und vor der Abwehr wertvoll sein kann.

In der Offensive ist die Qualität offensichtlich. Arda Güler, Kenan Yıldız, Kerem Aktürkoğlu und Barış Alper Yılmaz wären für mich gesetzt. Die türkische Offensive war in der Qualifikation gerade über die Kreativität von Çalhanoğlu und die Dynamik von Güler, Yıldız und Kerem prägend. İrfan Can Kahveci nehme ich wegen seiner Erfahrung, seines linken Fußes und seiner Abschlussqualität mit, Yunus Akgün wegen seiner Beweglichkeit und Semih Kılıçsoy als zusätzliche zentrale Option. Gerade diese Mischung aus Kreativität, Tempo, Wucht und Abschlussqualität macht die Türkei im letzten Drittel sehr spannend.

Mögliche Aufstellungen und taktische Ausrichtung

In der Grundordnung würde ich bei einer Viererkette bleiben, weil die Türkei so ihre spielerische Qualität am besten auf den Platz bekommt. Mein System wäre ein 4-3-3, das sich im Ballbesitz immer wieder zu einem 4-2-3-1 oder 3-2-5 verschieben kann.

Uğurcan Çakır – Mert Müldür, Merih Demiral, Abdülkerim Bardakcı, Ferdi Kadıoğlu – İsmail Yüksek, Hakan Çalhanoğlu, Orkun Kökçü – Arda Güler, Barış Alper Yılmaz, Kenan Yıldız

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Gegen stärkere Gegner würde ich mir außerdem eine Dreierkette offenhalten:

Uğurcan Çakır – Merih Demiral, Abdülkerim Bardakcı, Çağlar Söyüncü – Zeki Çelik, Hakan Çalhanoğlu, İsmail Yüksek, Ferdi Kadıoğlu – Arda Güler, Kenan Yıldız – Barış Alper Yılmaz

In dieser Variante würde die Türkei etwas kompakter stehen, ohne komplett auf die eigene spielerische Qualität zu verzichten. Zeki Çelik könnte die rechte Seite defensiver interpretieren, während Ferdi Kadıoğlu links mehr Freiheiten hätte. Im Zentrum würden Çalhanoğlu und Yüksek für Kontrolle und Absicherung sorgen, während Arda Güler und Kenan Yıldız hinter Barış Alper Yılmaz in die Halbräume ausweichen könnten. Das wäre nicht zwingend mein Plan A, aber eine sinnvolle Alternative für Spiele, in denen die Türkei nicht dauerhaft selbst den Ball haben wird.

Insgesamt wäre mein Türkei-Kader also kein radikaler Zukunftskader, aber auch kein reiner Sicherheitskader. Spieler wie Arda Güler, Kenan Yıldız, Can Uzun, Ahmetcan Kaplan und Semih Kılıçsoy stehen für die kommenden Jahre, sollten aber nicht allein die Verantwortung tragen. Die Türkei hat lange genug auf diese WM-Rückkehr gewartet. Deshalb sollte sie nicht nur nach Nordamerika fahren, um Erfahrung zu sammeln. Sie sollte mit dem Anspruch antreten, diese Gruppe zu überstehen und im Turnierverlauf unbequem zu sein – ein Mix aus Gegenwart und Zukunft.

Aufstellungstool: FotMob.com

Foto: KI-generiert

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