DFB-Frauen
·21 de marzo de 2026
Wolfsburgs optimale Ausbeute: Drei Siege in sechs Tagen

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Eine perfekte Englische Woche legte der Tabellenzweite VfL Wolfsburg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga hin. Nach dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (2:1) und der Nachholpartie beim FC Carl Zeiss Jena (2:0) gewann das Team von Trainer Stephan Lerch am 21. Spieltag auch bei seinem Ex-Klub TSG Hoffenheim 1:0 (0:0). Damit fuhren die Wölfinnen optimale neun Punkte innerhalb von nur sechs Tagen ein.
Vor 1220 Zuschauer*innen im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion waren die Gäste über 90 Minuten tonangebend, konnten sich aber nur wenige klare Torchancen erarbeiten. Für den einzigen Treffer sorgte schließlich Angreiferin Lineth Beerensteyn (69.) per Kopfball. Die TSG ging nach dem 0:2 am Mittwoch beim direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt erneut leer aus. Der Rückstand auf den begehrten dritten Tabellenplatz, der am Saisonende die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb bedeutet, wuchs auf vier Punkte an.
"Wir haben alles reingeworfen, dennoch geht der Wolfsburger Sieg in Ordnung", sagte Hoffenheims Nationalspielerin Selina Cerci im Interview. "Wir haben über die gesamte Spielzeit gut nach hinten gearbeitet, waren leider in einer Situation nach einer Standardsituation nicht wach. Das hat der VfL ausgenutzt. Man darf aber nicht vergessen, dass wir immer noch eine sehr junge Mannschaft sind."
TSG-Trainerin Eva-Maria Virsinger erklärte: "Wir haben sehr gut und leidenschaftlich verteidigt, konnten aber unsere Umschaltmomente nicht ausspielen. Gegen einen so starken Gegner lässt sich nicht alles verhindern. Die Spielerinnen haben ihr Herz auf dem Platz gelassen. Deshalb tut die Niederlage weh."
Wolfsburgs Ex-Nationalspielerin Svenja Huth meinte: "Wir sind auf und neben dem Platz eine echte Einheit, das haben wir erneut gezeigt. Wir waren in beiden Halbzeiten fußballerisch dominant, wenn auch nicht so viele Torchancen dabei herausgekommen sind. Dann muss halt auch mal ein Treffer reichen."
TSG-Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger nahm gegen ihren früheren Verein, bei dem sie noch bis Dezember als Co-Trainerin tätig war, im Vergleich zum 0:2 am Mittwoch bei Eintracht Frankfurt drei Veränderungen in ihrer Anfangsformation vor. Für Wielle Douma, U 23-Nationalspielerin Marie Steiner und Chiara Hahn starteten Lisa Doorn in der Abwehr, Valesca Ampoorter im Mittelfeld und Jill Janssens auf dem rechten Flügel. Mit Féli Delacauw und Sara Ritter sind nur noch zwei TSG-Spielerinnen verletzt. Nach Linda Natter, die schon in Frankfurt erstmals dabei war, kehrte auch Naomi Luyet in den Spieltagkader zurück und wurde in der Schlussphase auch erstmals in der Bundesliga eingewechselt.
Beim VfL Wolfsburg ließ Trainer Stephan Lerch gegenüber dem 2:0-Auswärtserfolg beim FC Carl Zeiss Jena gleich auf sechs Positionen rotieren. Torhüterin Stina Johannes begann für Martina Tufekovic, Sarai Linder rückte für Thea Bjelde in die Startelf, während Caitlin Dijkstra anstelle von Joelle Wedemeyer begann, die wegen einer Sprunggelenkverletzung gar nicht im Kader stand. Janou Levels ersetzte Judit Pujols, Janina Minge übernahm für Justine Kielland. Außerdem kehrte Svenja Huth für Cora Zicai in die Startelf der Wölfinnen zurück.
Für VfL-Cheftrainer Stephan Lerch war die Partie im Kraichgau eine Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Der 41-Jährige stand von Juli 2022 und 2025 bei der TSG Hoffenheim unter Vertrag, zunächst als Junioren-Trainer, später als Sportlicher Leiter und Trainer der Frauen. Auch Lerchs Assistent Philipp Arnold sowie Torhüterin Martina Tufekovic, Nationalspielerin Sarai Linder und die verletzungsbedingt fehlende Lena Lattwein haben eine Hoffenheimer Vergangenheit.
Der Tabellenzweite aus Wolfsburg bestimmte in der ersten Halbzeit recht eindeutig das Geschehen und drängte auf den Führungstreffer. Die Gastgeberinnen fokussierten sich dagegen in erster Linie auf ihre Defensivarbeit und kamen kaum einmal gefährlich vor das VfL-Gehäuse. Laut der offiziellen Spielstatistik stand bis zur Pause noch kein einziger Torschuss der TSG zu Buche, während es die Wölfinnen immerhin zwölfmal versuchten.
Hochkarätige Torchancen konnten sich aber auch die Gäste nicht allzu viele erarbeiten. So schoss Ella Peddemors von der Strafraumgrenze mit links über das Tor. Außerdem kam Nationalspielerin Janina Minge nach Vorarbeit von Sarai Linder sowie Vivien Endemann zweimal vielversprechend zum Abschluss. Einmal war jedoch TSG-Torhüterin Laura Dick auf dem Posten, einmal setzte die DFB-Vizekapitänin ihren Direktschuss zu hoch an.
Pech für den VfL Wolfsburg: Bereits nach einer guten Viertelstunde war die Begegnung für Anführerin Alexandra Popp beendet. Ohne gegnerische Einwirkung hatte sich die Torjägerin vertreten und musste mit dem Verdacht auf eine Muskelverletzung in der Wade ausgewechselt werden.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es bei beiden Teams ohne Wechsel weiter. Auch der Spielverlauf änderte sich zunächst nicht, die Gäste blieben am Drücker. Die erste gute Möglichkeit hatte die Ex-Hoffenheimerin Sarai Linder, die nach einer geschickten Ablage von Svenja Huth jedoch an der gut reagierenden Laura Dick scheiterte. Nach etwas mehr als einer Stunde sorgte erstmals auch die TSG für Gefahr. Nach einer Flanke von Jill Janssens kam Nikee van Dijk zum Kopfball, verfehlte das Wolfsburger Tor aber knapp.
Ausgerechnet in einer Phase, als es so aussah, als würden die Kraichgauerinnen besser in die Partie kommen, gelang dem VfL Wolfsburg der verdiente Führungstreffer. Nach einer Flanke ihrer niederländischen Landsfrau Caitlin Dijkstra lief Mittelstürmerin Lineth Beerensteyn ein und drückte die Kugel aus kurzer Entfernung per Kopf zum 0:1 (69.) über die Linie. Für Beerensteyn war es der neunte Saisontreffer.
Auch nach dem Rückstand konnten die Hoffenheimerinnen den VfL nicht mehr vor ernsthafte Probleme stellen. Einzige Ausbeute in der Offensive war ein Distanzschuss von Abwehrspielerin Lisann Kaut, den Wolfsburgs Nationaltorhüterin Stina Johannes mühelos fangen konnte. Ella Peddemors hatte noch das 0:2 auf dem Fuß, zielte aber knapp vorbei. So blieb es beim knappen Wolfsburger Auswärtssieg.
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